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HHLA-Aktie: Elbvertiefung bleibt Thema

Schlechte Nachrichten an der Börse muss man schon mal aussitzen. Oft läuft es besser als befürchtet, selbst nach dem Brexit-Votum war das so. Nach dem Motto „keine Panik auf der Titanic“ hat auch trotz des Urteils zur Elbvertiefung die HHLA-Aktie wieder Oberwasser.

Und das, obwohl die Zukunft der Hamburger Hafen und Logistik AG davon abzuhängen scheint. Containerschiffe brauchen mehr Wasser unterm Kiel. Die Fahrrinne soll um einen Meter tiefer gebaggert werden – auf 13,50 Meter. Dagegen hatten Umweltverbände geklagt.

Urteil zur Elbvertiefung: HHLA-Aktie dennoch obenauf

Als das Bundesverwaltungsgericht am 8. Februar das Projekt in Teilen für rechtswidrig erklärte, schien es besiegelt: das Aus für die Elbvertiefung. Die HHLA-Aktie lief binnen 24 Stunden auf Grund, sie fiel um fast 15 % auf 17,02 €. Dann aber tauchte sie rasch wieder auf und notiert aktuell mit 19,69 € so hoch wie seit April 2015 nicht mehr. Tage zuvor lag der Pegel beim Höchststand von 21,36 €. Der Wert wird nun erneut angepeilt.

Dabei hatten etliche Banken das Kursziel der im Sdax gelisteten HHLA-Aktie auf 16 € herabgesetzt. Grund: die weitere Unsicherheit in Sachen Elbvertiefung. Anleger aber sehen nun eher die Chancen. Die jüngsten Zahlen sind vielversprechend und eine Verzögerung bedeutet nicht das Aus.


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Der erste Einbruch nach dem Urteil war einem Gemisch aus Ermüdung und Resignation geschuldet. Statt der ersehnten Klärung geht ein Verschleppungsspiel weiter, das vor 15 Jahren begann. Umweltschützer klagen gegen die Planungen. Das Gericht ist seit viereinhalb Jahren beschäftigt. Zwischenzeitlich musste der Europäische Gerichtshof Fragen zum Wasserrecht beantworten. Daraufhin wurde in Hamburg alles mehrfach überarbeitet. Der Senat ist Hauptaktionär der HHLA.

Deren Chefin Angela Titzrath verbreitet derweil Zuversicht. Sie sieht keine erneute Endlosrunde von Nachbesserungen im Planfeststellungsverfahren und erwartet eine „zügige Beseitigung der Unsicherheiten“. Zudem lief das Geschäft 2016 besser als gedacht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um 5 % auf 163 Mio. € zu. Die Umsätze sind um 3 % auf 1,2 Mrd. € gestiegen, was auf Zuwächse in den Bereichen Umschlag sowie Transport von Containern zurückgeht.

Neue Schwerpunkte im Konzern

Zwar besteht Gefahr, dass der drittgrößte Hafen Europas Kapazitäten an den größeren Konkurrenten Antwerpen und die Nummer eins Rotterdam verliert. Doch auch die spüren den Druck in der Branche. Erstens lässt der Welthandel derzeit nach, was die Verzögerung der Elbvertiefung abmildert. Zweitens aber zeichnet sich ein Ende des Trends zu immer größeren XXL-Schiffen ab.

Wenn mit zunehmender Digitalisierung der Wirtschaft mehr Güter über Daten und 3D-Drucker im Bestimmungsland hergestellt werden, dürfte gut ein Drittel der bisherigen Verschiffung entfallen. Dafür werden mehr Rohstoffe transportiert. Im künftig eher stagnierenden Markt ist die HHLA gut aufgestellt – sowohl in Sachen Technik und Qualität, als auch im Bereich Intermodal.

Das ist der Transport, die Hinterlandanbindung über Schiene und Straße. Um durchzustarten wurde Ende Februar die Verantwortung der Geschäftsbereiche organisatorisch optimiert. Unter anderem ist der Containervertrieb Chefsache. Angela Titzrath selbst will das Ineinandergreifen mit dem Bereich Itermodal verbessern. Damit ist klar, wo sie weiteres Potenzial sieht: als Verteiler und Drehscheibe.


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Modelle für die Zukunft

Damit liegt sie auf Linie mit dem Hamburgischen Weltwirtschafts-Institut (HWWI). Das wiederum sieht Chancen vor allem im Zukunftsmodell einer Kooperation mit dem JadeWeserPort. Wilhelmshaven könnte sich auf den flächenintensiven Umschlag konzentrieren und Hamburg zum technologisch führenden Hafen werden. Die Spezialisierung stärkt Synergien und senkt Infrastrukturkosten.

Noch mag sich der Hamburger Senat mit dem Gedanken nicht anfreunden. Zu sehr dominiert altes regionales Konkurrenzdenken. Doch der Marktdruck wird zunehmen. Schon jetzt stellen neue Logistikplattformen von Amazon & Co. bisherige Geschäftsmodelle infrage. Die Kooperation wäre aus HWWI-Sicht die richtige Antwort.

Auf den Kampf um die Elbvertiefung und ein paar Zentimeter rauf und runter käme es dann weniger an. Einer Studie des Instituts für Seewirtschaft und Logistik zufolge ohnehin nur bedingt. Grund: Die meisten Schiffe laufen Häfen noch vor Hamburg an, wo sie Fracht entladen und danach weniger Tiefgang brauchen.

Und größer werden sie laut Hochschule Bremen auch nicht. Ab 18.000 Standardcontainern (TEU) kippt der Kostenvorteil. Zudem sind sie weniger flexibel und abhängig von einigen Häfen, wo sie für teures Geld länger liegen. Deshalb sind schon Öltanker seit 20 Jahren nicht weiter gewachsen.

Auf lange Sicht und in der richtigen Positionierung ist der Hafen Hamburg bestens aufgestellt – wenn der Senat mitzieht und die zuständige verkrustete Hafenbehörde (HPA) endlich reformiert. Schon die letzten zwölf Monate legte die HHLA-Aktie um fast 46 % zu. Auch kurz- bis mittelfristig zeigt eine klar positive Tendenz. Das entspricht auch der Meinung der meisten Analysten.

17. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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