von Jan Aalto

Hier wird Geld versenkt: 1,9 Billionen Euro auf Sparkonten

Zinsen sind zu niedrig

Zinsanlagen sollen gegen Risiken schützen - Vorsicht vor der 1,9 Billionen-Falle

Zur Zeit bringen Zinskonten sehr wenig Geld. Das Problem für Investoren:

Alternativen scheinen rar, da es für Geldanleger bei Sparkonten um Zinsen geht.

Wir meinen trotzdem: es ist regelrecht renditefeindlich, wenn Sie Ihr Geld auf Sparkonten oder in Form von Termineinlagen verwalten. Damit wären Sie nicht in der Minderheit, da laut Allianz Global Investors 1,9 Billionen Euro auf diesen Konten lagern.

Nur: Die Erträge dieses Betrages sind zu gering. Im Durchschnitt können Sie mit maximal 2% rechnen. Das bedeutet: 38 Milliarden Euro Zinsen werfen diese Spareinlagen ab. Wenn Investoren dagegen 5% Zinsen erwirtschaften würden, wären dies 95 Milliarden Euro.

Das Geld ist nicht weg...

Vielleicht kennen Sie die alte Börsenweisheit: Das Geld ist nicht weg. Es hat nur jemand anders. In diesem Fall ist es tatsächlich genauso.

Die Banken verdienen die nicht ausgezahlten 57 Milliarden. Allein dies wären pro Haushalt in Deutschland fast 2.000 Euro Zinsertrag pro Jahr mehr.... Das heißt: diese Konten sind ein Riesengeschenk an die Geldinstitute.

Es gibt Alternativen: So können Sie das Geld einfach in Wandelanleihen investieren, Discount-Zertifikate kaufen oder Fondsanteile an Mischfonds erwerben. Das Risiko ist in aller Regel kaum höher.

5% bis 7%

Brutto sind auch jetzt noch 5% bis 7% Zinsen für Ihr Geld möglich - selbst ohne zu hohes Risiko. Dafür allerdings müssen Sie wie beschrieben in alternative Anlageformen investieren. Vorsicht:

Tagesgelder von 2,75% bei der DAB-Bank sind im Vergleich dazu oft auf bestimmte Einlagen beschränkt. Diese Bank etwa zahlt ab 25.000 Euro Einlage nur noch 0,5% Zinsen aus.

Cortal Consors, Royal Bank of Scotland oder die NIBC direct bleiben unabhängig von solchen Einlagen bei den Zinsen zwischen 2,60% und 2,70%.

  • Doch auch solche Angebote können gefährlich sein, denn: entscheidend ist dann die Höhe der Einlagensicherung. Außerhalb Deutschlands gilt "nur" die europäische Sicherung über 100.000 Euro.
  • Wenn Sie höhere Summen gesichert sehen wollen, können Sie das Vermögen auch bei solchen Sparkonten über mehrere Banken verteilen.
  • Achtung: Die Einlagensicherung bezieht sich nicht nur auf ein Konto, sondern auf die ganze Bank. Zwei Konten beim selben Geldinstitut helfen daher nicht.
  • Achten Sie bei Investitionen auf solche Konten auch auf die Laufzeit. Da die Zinsen von der Geldmenge am Markt abhängen, könnten weitere Geldschwemmen den Zins steigen lassen und die bisherigen Tarife deutlich übertreffen.

GeVestor meint: Besser aber ist es, wenn  Sie gleich in den Genussschein von Bertelsmann investieren oder Fondsanteile auf den "Carmignac Patrimoine A" kaufen.

Der letztgenannte Fonds investiert sowohl in Aktien als auch in Anleihen und schafft durchschnittlich Renditen von 6% bis 7% jährlich. Wichtig bleibt: Sie können die Anteile jederzeit über die Börse wieder verkaufen.

 
 
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