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Hindenburg-Omen: Eine Crashvorhersage für die Aktienmärkte

Benannt ist diese Konstellation an der Börse nach dem deutschen Zeppelin, der im Mai 1937 in Flammen aufging. Genauso wie damals eines der größten jemals gebauten Luftfahrzeuge zu Boden fiel, stürzen auch die Börsenkurse, wenn sich ein Hindenburg-Omen abzeichnet.

Hindenburg-Omen: Definition

Vier Faktoren müssen zusammenspielen, damit man von einem Hindenburg-Omen sprechen kann. Das wohl bekannteste Kriterium befasst sich mit der Zahl der neuen 52-Wochen-Hochs und der neuen 52-Wochen-Tiefs.

Übersteigen beide Zahlen 2,2% der gehandelten Aktien, so ist das erste Kriterium erfüllt. Es geht hier um Aktien, die an der NYSE (New York Stock Exchange) gehandelt werden. Des Weiteren muss der gleitende 10-Wochen-Durchschnitt (50-Tage-GD) der NYSE steigen.

Als dritten Punkt schreibt das Omen einen negativen McClellan Oszillator an demselben Tag vor. Der Indikator berechnet das Verhältnis von steigenden zu fallenden Kursen, von neuen Hochs zu neuen Tiefs und von Aufwärtsvolumen zu Abwärtsvolumen.

Schließlich wird noch die Anzahl der 52-Wochen-Hochs mit den Tiefs verglichen. Dabei darf die Zahl der neuen Wochen-Hochs nicht mehr als doppelt so groß sein wie die Zahl der neuen 52-Wochen-Tiefs.


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Erst wenn all diese Kriterien zusammenwirken, hat man ein Hindenburg-Omen an der Börse. Das kommt relativ selten vor und ist deshalb auch ein guter Indikator. Nur in der gezeigten Konstellation existiert das Omen und warnt vor einem Einbruch der Märkte.

Allerdings reicht ein einziges Omen dafür nicht aus. Lediglich die Chance auf einen Crash steigt mit besagtem Hindenburg-Omen.

Crash von 1987

Das Hindenburg-Omen wurde zum erstem Mal entdeckt beim Crash von Oktober 1987. Es gab als Warnzeichen davor insgesamt drei solcher Omen: am 23. und 24. September sowie am 6. Oktober. Mit dem letzten Signal begann die Abwärtsfahrt des S&P500 von gut 320 auf 220 Punkte. Damals haben drei Omen ausgereicht, um die Talfahrt anzukündigen.

Besonders interessant ist die Konstellation von 1987. Damals gab es etwa im August das Jahreshoch und der Abverkauf erfolgte erst, als ein tieferes Hoch ausgebildet wurde. Das fand zeitgleich mit dem dritten Hindenburg-Omen statt.

Hindenburg-Omen warnt vor Börsencrash

Das Hindenburg-Omen ist und bleibt eine Warnung. Auch hier gibt es keine 100%-Garantie auf ein Eintreten eines Börsencrashs. Was man sich aber merken kann, ist, dass bei mehreren Hindenburg-Omen hintereinander extrem hohe Gefahr besteht, dass die Kurse deutlich nachgeben.

Dennoch können auch zwei Omen aufeinander folgen und es passiert gar nichts. Zuletzt ist das so geschehen im Dezember 2010.

Fundamental lässt sich die Gefahr durch das Hindenburg-Omen auch begründen: Sind die oben genannten Kriterien aktiv, sind die Marktteilnehmer komplett unterschiedlicher Meinung. Während die einen nach oben rennen, stürzen die anderen nach unten. Dadurch entstehen die neuen Hochs und Tiefs. Dazwischen gibt es ein Lager, das neutral gestimmt ist und abwartet.

In solch einer Situation reicht ein Funken – wie damals beim Zeppelin – und der Markt kann nach unten einbrechen, wenn das neutrale Lager plötzlich pessimistisch wird.

Das Omen taucht zu selten auf, als dass man dazu schon eine große Menge an Daten hätte sammeln können. Dennoch kann man durch die Börsenpsychologie die Gefahr eines Crashs begründen.

6. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.