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Hinterbliebenenrente: Dieser Betrag ist steuerfrei

Der Tod eines Partners oder eines Elternteils bedeutet einen erheblichen Schicksalsschlag. Damit zu dem Verlust nicht auch noch finanzielle Sorgen hinzukommen, wird eine Hinterbliebenenrente, die Rente wegen Todes, ausgezahlt. Hierzu zählen Witwen-/Witwerrenten und Waisenrenten.

Bei einem hohen eigenen Einkommen ist jedoch durchaus eine Kürzung der Rente möglich. Allerdings geschieht eine Anrechnung des Einkommens auf die Rente erst dann, wenn ein gewisser Freibetrag überschritten wurde. Bis zu dieser Grenze kann bei der Hinterbliebenenrente steuerfrei „hinzuverdient“ werden.

Hinterbliebenenrente – steuerfrei ist nur der Freibetrag

Renten wegen Todes sind wie gesetzliche Renten zu behandeln. Somit unterliegen sie auch der Steuer. Dies geschieht jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Erst bei einem Überschreiten des Freibetrags kommt es zu einer Besteuerung der Hinterbliebenenrente.

Steuerfreiheit wird abgeschafft

Wie bei allen gesetzlichen Renten gibt es auch bei der Hinterbliebenenrente steuerfreie Beträge. Dieser Steuerfreibetrag wird zu Beginn des Rentenalters festgelegt und ist dann eine fixe Größe.

Die Freibeträge der Hinterbliebenenrente sind abhängig von dem Zeitpunkt des Todes des Versicherten. Bezog der Verstorbene schon eine Altersrente, wird nach seinem Tod der gleiche Freibetrag auch für die Witwe/den Witwer angewandt.

Liegt der Tod vor dem Rentenbezug, gilt der Freibetrag, der zu diesem Zeitpunkt aktuell ist. Die Freibeträge orientieren sich wie alle gesetzlichen Renten an dem 2005 in Kraft getretenen Alterseinkünftegesetz.

Dabei kommt es zu einer stufenweisen Besteuerung der Renten. Waren die Renteneinkünfte bis 2005 noch zu 50% steuerfrei, erhöhte sich die Steuerlast ab 2006.

Bis zum Jahr 2040 sollen dann alle Alterseinkünfte zu 100% versteuert werden. Übrigens: Rentenerhöhungen sind voll steuerpflichtig. Normale Rentenerhöhungen können den steuerfreien Betrag nicht erhöhen.

Freibetrag bei Einkommensanrechnung

Die Einkommensanrechnung soll dem Unterhaltsgedanken bei Hinterbliebenenrenten dienlich sein. Bei einem ausreichend hohem Einkommen wird davon ausgegangen, dass die Auszahlung einer Hinterbliebenenrente nicht erforderlich oder nur anteilig notwendig ist.

Jedoch wird das Einkommen erst beim Überschreiten eines Freibetrages auf die Rente angerechnet. Dieser Freibetrag ist an den aktuellen Rentenwert gekoppelt. Bei einer Erhöhung der Renten erhöht sich somit auch der Freibetrag.

Für Waisen beträgt der Freibetrag das 17,6-fache des aktuellen Rentenwertes, für alle anderen Hinterbliebenen wird das 26,4-fache des aktuellen Rentenwertes herangezogen. Unterschiede bestehen zwischen den alten und neuen Bundesländern, da der Rentenwert nicht gleich angesetzt wird.

Eine Ausnahme besteht bei dem sogenannten Sterbevierteljahr. Die ersten 3 Monate nach dem Sterbefall ist das Einkommen der Witwe/des Witwers von der Steuer ausgenommen. Auch bei Waisen besteht eine Sonderregelung. Sie können bis zu ihrer Volljährigkeit unbegrenzt hinzuverdienen.

Sicherheit durch Hinterbliebenenrente

Hinterbliebenenrenten sollen einen gewissen finanziellen Schutz bieten, der durch den Verlust eines Ehepartners oder eines Elternteils fehlen kann.

Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass auch diese Renten steuerpflichtig sind. Sie unterliegen den Regelungen aller anderen gesetzlichen Renten und müssen dementsprechend versteuert werden.

30. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.