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Historische Wertpapiere – wertloses Papier kann wertvoll sein

Unter historischen Wertpapieren versteht man solche Wertpapiere, die „wertlos“ geworden sind und nicht mehr an der Börse gehandelt werden.

Diese Wertpapiere werden auch Nonvaleurs genannt, was so viel wie „kein Wert“ bedeutet.

Diese Bezeichnung bezieht sich jedoch lediglich darauf, dass sie keinen Wert mehr im Zusammenhang mit ihrem ursprünglichen Verwendungszweck haben.

Sie verbriefen also keinerlei Rechte mehr, weil beispielsweise das jeweilige Unternehmen nicht mehr existiert oder die Laufzeit des Wertpapiers längst beendet ist.

Das bedeutet allerdings nicht zwingend, dass Nonvaleurs wirklich wertlos sind. Es gibt eine aktive Sammlerszene, die zum Teil hohe Preise für die wertlos gewordenen Wertpapiere zahlt.

Die Geschichte der Wertpapiere

Was im ersten Moment erstaunlich wirkt, ergibt auf den zweiten Blick durchaus Sinn. Die Geschichte der Wertpapiere ist sehr lang – für alte und seltene Stücke finden sich häufig zahlungskräftige Interessenten.

Zu den ältesten bekannten Anteilsscheinen gehört beispielsweise eine Urkunde aus dem Jahr 1288, in der 1/8 einer schwedischen Kupfermine verbrieft ist.


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Als erste börsengehandelte Aktie gilt das Papier der Vereinigten Ostindischen Kompanie, welche 1602 gegründet wurde. Diese Aktie wurde in Amsterdam gehandelt.

In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten breitete sich der Aktienhandel immer weiter aus. Die erste Aktie Deutschlands datiert vermutlich aus dem Jahr 1809.

Diese lange Geschichte der Wertpapiere lässt erkennen, warum sich Sammler auch für praktisch wertlos gewordene Papiere interessieren.

Der Handel mit historischen Wertpapieren

Für die Sammelleidenschaft von Nonvaleurs gibt es sogar einen Ausdruck: Scripophilie. Dieser Leidenschaft kann bei verschiedenen Präsenzauktionen auch in Deutschland nachgegangen werden.

Doch es gibt auch Internetplattformen, auf den Nonvaleurs angeboten werden – mal zum Verkauf, mal als Auktion.

Der Wert der historischen Wertpapiere ist hierbei von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Natürlich spielen Alter und Seltenheit eine entscheidende Rolle.

Einen interessanten Aspekt liefert jedoch auch die Tatsache, dass viele Nonvaleurs einen künstlerischen Wert haben. Dies liegt daran, dass die früheren Herausgeber der Papiere zum Teil großen Wert auf die Gestaltung legten.

So wurde das wohl teuerste jemals versteigerte Wertpapier von dem bekannten Maler Marcel Duchamp gestaltet.

Die teuersten historischen Wertpapiere

Die WirtschaftsWoche veröffentlichte im Jahr 2011 eine Liste mit den historischen Wertpapieren, für die auf Auktionen die höchsten Preise gezahlt wurden.

Auf Platz 3 lag demnach die Gründeraktie Nr. 1 der Deutschen Bank aus dem Jahr 1871. Sie wurde zu einem Preis von 122.000 € ersteigert.

Auf Platz 2 findet sich die Gründeraktie der Standard Oil Company – ebenfalls aus dem Jahr 1871. Ihr Preis lag bei 138.000 €. Dieses Papier weist als Besonderheit eine Original-Signatur von John D. Rockefeller auf.

Mit großem Abstand auf Platz 1 befindet sich eine Anleihe des Spielcasinos Monte Carlo, welche von Marcel Duchamp gestaltet wurde und aus dem Jahr 1925 stammt. Der Preis: 820.000 €.

Auch wenn derartige Preise eine Seltenheit sind, so sieht man doch, welches Ausmaß das Sammeln historischer Wertpapiere haben kann.

Wer aber gern nur mal schauen möchte, hat auch dazu eine Gelegenheit: Im schweizerischen Olten gibt es mit der „Wertpapierwelt“ ein Museum für historische Aktien und Anleihen.

3. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.