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Hochfrequenzhandel: Was ist dieser extrem schnelle Computerhandel?

Als Hochfrequenzhandel (High Frequency Trading (HFT)) bezeichnet man einen mit Computerhilfe betriebenen Handel mit Wertpapieren.

Hochfrequenzhandel: Allgemeine Informationen

Dieser Handel zeichnet sich durch kurze Haltefristen und hohem Umsatz aus.

Oftmals wird auch von Algorithmentrading oder etwas ungenau von Computerhandel gesprochen. Die Entscheidung des Kaufens oder Verkaufens wird somit immer häufiger von vollautomatisierten Computerprogrammen gefällt.

Die Programme sind als Weiterentwicklungen von Handelssystemen, welche ursprünglich Börsenmakler bei der Arbeit unterstützen sollten, anzusehen.

Das Teilnehmen am Handel geschieht heute durch Computer, welche als Hauptakteure am Handel mitwirken, ohne dass der Mensch, welcher diese programmiert, mitwirkt.

Oftmals werden die Strategien von Banken im Eigenhandel betrieben. Vom Abgeben der Order auf Handelsteilnehmerseite bis zur Verarbeitung dieser Order im System dauert die Durchlaufzeit gerade einmal 250 bis 399 Mikrosekunden.

Durch den Hochfrequenzhandel sind einzelne Marktteilnehmer unter Einsatz von Hochgeschwindigkeitstechnologie in der Lage, in hoher Frequenz an Handelsplätzen Wertpapiertransaktionen aufzugeben.


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Nicht allen Marktteilnehmern ist diese Möglichkeit gegeben, da sich Hochfrequenzcomputer nur wenige große Investmentbanken leisten können.

Mehr zum Thema: So funktioniert der Hochfrequenzhandel an der Börse

Wie wird der Hochfrequenzhandel beaufsichtigt?

Mithilfe von Sicherungssystemen versucht die Deutsche Börse zu verhindern, dass der Handel gefährdet werden kann. Der Handel und die Zahl der Abschlüsse ist mit maximal 150 erlaubten Transaktionen pro Tag begrenzt.

Dennoch ist zu betonen, dass es durch den Hochfrequenzhandel und die damit verbundene hohe Geschwindigkeit zu extremen Kursausschlägen an den Börsen kommen kann, da man in einer solch kurzen Zeit oftmals nicht so schnell reagieren kann.

Aufgrund von Softwarefehlern besteht weiterhin die Möglichkeit, dass es in wenigen Sekunden zu Kurseinbrüchen kommen kann.

Quantitative Modelle und neuronale Netzwerke kommen beim Hochfrequenzhandel zum Einsatz. Diese werden in der Branche aufgrund dessen, dass diese hochautomatisiert sind, auch als Robo Trader betitelt.

Der Kauf oder Verkauf wird somit quasi per Autopilot entschieden. Die zugrunde liegenden Strategien sind jedoch geheim und gelten als hochkomplex.

Um an dem ultraschnellen Wertpapierhandel teilnehmen zu können, sind äußerst schnelle Computer und Datenleitungen zur Börse die Voraussetzung.

Welche Chancen ergeben sich für Marktteilnehmer?

Laut Hochfrequenzhändlern und Börsenbetreibern heißt es, dass der Hochfrequenzhandel die Liquidität am Markt verbessert.

Dies soll der Fall sein, weil mehr Aktien zu Verfügung stehen.

Dieser Ansicht nach zufolge profitieren alle Marktteilnehmer von engen Spannen zwischen Kauf- und Verkaufskurs.

Weiterhin sinken die Transaktionskosten durch die hohe Liquidität. Neben den genannten Chancen bestehen jedoch auch Risiken beim Hochfrequenzhandel.

Wenn die Kurse zum Beispiel ins Rutschen geraten, können die Handelsprogramme die Situation noch verschärfen und starke Kursschwankungen verursachen.

In diesem Fall spricht man von Flash Crashs.

4. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.