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Höhere Gewinne mit der riskanteren Growth-Strategie

Anleger, die auf der Suche nach dem zu ihnen passenden Fonds sind, sollten sich als eines der wichtigsten Kriterien mit der strategischen Ausrichtung des Finanzprodukts beschäftigen. Generell gibt es bei Aktienfonds zwei grundsätzlich voneinander unterschiedene Orientierungen.

Der Value-Ansatz bevorzugt Wertpapiere von substanzstarken Gesellschaften, die möglicherweise unterbewertet sind. Im Gegensatz dazu setzt die Growth-Strategie auf Titel, die ein besonders hohes Potenzial versprechen.

Growth bedeutet in der einfachen Übersetzung so viel wie Wachstum. Dementsprechend dreht es sich bei der Growth-Strategie um Aktien von Gesellschaften und Branchen, für die in den kommenden Jahren eine überdurchschnittliche Rendite erwartet wird. Beispielsweise könnten dies Unternehmen des Biotech-Sektors sein. Der Anreiz zum Kauf der Wertpapiere wird in der Perspektive auf ein überdurchschnittliches, zukünftiges Umsatz- und Gewinnwachstum gesehen.


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Typische Risiken der Growth-Strategie

Da bei der Growth-Strategie höhere Gewinne realisierbar sind als beim Value-Ansatz, müssen Anleger in diesem Fall auch größere Risiken in Kauf nehmen. Vielfach geht die Überhitzung ganzer Märkte, also extreme Kursschwankungen, auf dieses strikte Verfolgen der wachstumsorientierten Vorgehensweise zurück. So auch während des so genannten Internet-Hypes zu Beginn unseres Jahrtausends.

Eine große Anzahl von Investoren bewerteten Unternehmen mit hochfliegenden, manchmal abstrusen Ideen höher oder genauso hoch wie DAX-Werte. Hier wurden vermeintliche Perspektiven ebenso stark gewichtet wie beispielweise die Immobilien oder Produktionsmittel einer Lufthansa.

Das Ende ist bekannt. Irgendwann brachen die himmelhoch aufgeschossenen Erwartungen in sich zusammen und selbst substanzstarke Aktien verbuchten enorme Verluste.

Beide Strategien können erfolgreich sein

Auch wenn die Growth-Strategie höhere Risiken in sich birgt als der Value-Ansatz, gibt es erfolgreiche Aktienfonds beider Ausrichtungen. Einer der traditionsreichsten weltweit anlegenden Aktienfonds mit Value-Strategie ist der First Eagle Amundi International Fund. Dagegen trägt der ebenfalls renditestarke Templeton Growth (Euro) Fund seinen Ansatz bereits im Namen. Darüber hinaus gibt es auch aussichtsreiche Aktienfonds, die gleichzeitig beide Strategien verfolgen.

Was den typischen Growth-Investor ausmacht

Anleger, die die Growth-Strategie bevorzugen, engagieren noch lange nicht in ganz junge sondern eher in innovative Gesellschaften. Lediglich besonders gewinnorientierte Investoren kaufen Aktien von neuen Unternehmen. Wachstumspapiere – sowohl Aktien als auch Fonds – können nicht günstig erworben werden. Das bedeutet, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oft höher liegt als es gewöhnlich akzeptiert wird.

Wenn Sie sich für die Growth-Strategie entscheiden, sollten Sie bereits Erfahrung als Beobachter der Märkte und Börsen gesammelt haben. Sie sollten Kenntnisse von Gesellschaften und Branchen besitzen, die das Potenzial für zukünftige Boom-Märkte in sich tragen. Wachstums-Investoren müssen sich öfter als andere um ihre Wertpapiere kümmern. Für Aktien-Einsteiger ist die Growth-Strategie eher weniger zu empfehlen.

27. September 2014

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.