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Höhe der Dividendenrendite: verlockend aber nicht allein entscheidend

Dividenden-Ausschüttungen bereiten dem Aktionär Freude. Und die ist umso größer, je mehr Geld er für seinen Einsatz bekommt.

Es geht also um das Verhältnis zwischen der Höhe der Dividende und dem Wert der Aktie – die Dividenden-Rendite. Deren Höhe allein ist jedoch kein Selbstzweck.

Höhe der Dividenden-Renditen macht Aktien attraktiv

Aktien mit hohen Dividenden-Renditen sind in Mode gekommen. Kein Wunder, bringen sie doch dem Anleger ein Zusatzeinkommen, und zwar ohne die Substanz seiner Geldanlage anzugreifen.

Mehr zum Thema: Dividenden-Ausschüttung – mehr als ein Zubrot für Aktionäre

3,8% beträgt zuletzt die durchschnittliche Höhe der Dividenden-Rendite bei den DAX-Unternehmen.

Ein verlockender Wert, der Dividendenaktien angesichts mickriger Anleihezinsen und Umlaufrenditen umso  attraktiver macht. 2013 liegt die höchste Dividenden-Rendite im DAX bei fast 7,8%.

Mehr zum Thema: Dividenden-Aktien als Alternative zur Anleihe

Dies sind die offiziellen Zahlen zur Höhe der Dividenden-Renditen. Wie gesagt: Sie zeigen an, wie hoch der Anteil der Dividende am Aktienkurs ist – am aktuellen Aktienkurs wohlgemerkt.

Insofern ist die veröffentlichte Dividenden-Rendite immer eine stichtagsbezogene Momentaufnahme.


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Ein Anleger hat aber seine Dividendenaktien normalerweise zu einem früheren Zeitpunkt und anderen Kursen gekauft. Wenn der damalige Kurs niedriger war, erhöht dies seine Dividenden-Rendite.

War der Kurs höher, ist die Dividenden-Rendite entsprechend geringer. Bei dieser Betrachtung jedoch geht es rein um die Höhe der persönlichen Dividenden-Rendite.

Dividenden-Rendite im Kontext sehen

Die Höhe der Dividenden-Rendite ist auch nicht mit der Aktienrendite zu verwechseln. Die Aktienrendite entspricht der Performance einer Aktie über einen bestimmten Zeitraum hinweg.

Und die ergibt sich sowohl aus dem Kursverlauf als auch aus den angefallenen Dividenden.

Doch gerade diese kombinierte Betrachtung von Kursverlauf und Dividenden-Renditen zeigt das gesamte Potenzial von Dividenden-Aktien – vorausgesetzt, die Kurse ziehen nach Auszahlung der Dividende kräftig an.

Darauf muss aber meist einige Monate gewartet werden, da der Kurs nach Ausschüttung in der Regel zunächst fällt.

Wer beispielsweise 2012 20.000 € auf 10 dividendenstarke deutsche Aktienunternehmen verteilte, konnte problemlos 1.100 € Dividenden kassieren. Eine Rendite von 5,5%.

Durch die anschließenden deutlichen Kurssprünge allein im DAX waren 6 Monate später zusätzliche Kursgewinne von mindestens derselben Summe realistisch.

2013 konnte die durchschnittliche Dividenden-Rendite sogar leicht zulegen: Bei den 10 DAX-Konzernen mit den höchsten Dividenden-Renditen liegt die Spanne zwischen 3,73% und 7,76%. Im Schnitt sind das 4,5%.

Höhe der Dividenden-Rendite – es kommt auf den Einzelfall an

Die Höhe der Dividenden-Rendite darf aber nicht isoliert betrachtet werden. Sie hängt einerseits vom Aktienkurs ab, den sie gleichzeitig wiederum beeinflusst.

Das zeigt sich z. B. so: Fällt der Kurs bei gleichbleibender Dividende, so steigt die Dividenden-Rendite. Wenn dann damit neue Anleger angelockt werden, stabilisiert das den Kurs. Steigt er dann weiterhin, so fällt natürlich die Dividenden-Rendite.

Dieses Zusammenspiel zeigt, dass die Bewertung einer Aktie nicht rein von der Höhe der Dividenden-Rendite abhängt.

Eine hohe Dividenden-Rendite macht eine Aktie nicht automatisch besser. Oft ist die Dividenden-Rendite nur deshalb so hoch, weil das Unternehmen in Schwierigkeiten steckt und der Aktienkurs gefallen ist.

Wenn trotz erheblicher Kursverluste hohe Dividenden-Renditen locken, riskiert der Anleger, dass die Aktienperformance alles andere als gewinnbringend ist.

Eine hohe Dividenden-Rendite kann auch ein Zeichen dafür sein, dass eine Aktie unterbewertet ist. Umgekehrt fällt die Dividenden-Rendite bei einem hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis bescheidener aus.

Für den Anleger kommt es darauf an, sich nicht von der Höhe der Dividenden-Rendite blenden zu lassen.

Sie sind zwar attraktiv, doch letztlich zählt der gesamte Anlageerfolg. Die Dividende ist dabei nur ein variabler Bestandteil.

16. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.