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Hohe Dividenden-Renditen mit Value-Aktien

Zuletzt erreichten mich immer wieder Fragen, ob ein Einstieg – insbesondere bei den 3 Aktien (Nestlé, Coca-Cola und Reckitt Benckiser) – jetzt noch sinnvoll sei, oder ob man nicht lieber die aktuelle Schwächephase an der Börse abwarten solle.

Sie können hier – langfristig betrachtet – nicht „zu teuer“ einsteigen. Dies verdeutlicht auch die Dividendenhistorie von Nestlé, Coca-Cola und Reckitt Benckiser, der wir uns heute widmen, sehr eindrucksvoll.

Bevor ich jedoch auf die Dividendenhistorie dieser 3 Positionen eingehe, möchte ich Ihnen zunächst erklären, wie Sie eine Dividenden-Rendite berechnen und warum die in den Börsenmedien veröffentlichte Dividenden-Rendite in den allermeisten Fällen nicht Ihrer persönlichen Dividenden-Rendite entspricht.

Die Dividenden-Rendite: Bedeutung und Berechnung dieser Kennzahl

Die Dividenden-Rendite ergibt sich aus der Division der Dividende durch den aktuellen Aktienkurs multipliziert mit 100. Sie gibt die Verzinsung des investierten Kapitals je Aktie in Prozent an. Dargestellt als Formel sieht dies dann wie folgt aus:

Dividende

————— x 100% = Dividenden-Rendite

Aktienkurs

Weniger kann manchmal mehr sein

Sie benötigen die Dividenden-Rendite, um einen Bezug zwischen dem Betrag der Dividende und dem dazugehörigen Aktienkurs herzustellen. Dieser Bezug ist deshalb wichtig, weil ansonsten möglicherweise eine vom Betrag her hohe Dividende schnell einen falschen Eindruck erwecken kann.

Beispiel: Liegt die Dividende bei 5 Euro und der Aktienkurs bei 100 Euro (Dividenden-Rendite 5%), ist die Rendite nicht so hoch wie bei einer optisch niedrigen Dividende von 1 Euro und einem Aktienkurs von 10 Euro (Dividenden-Rendite 10%).


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Üblicherweise beziehen sich die veröffentlichten Dividenden-Renditen auf die vom betreffenden Unternehmen ausbezahlte Dividende und den aktuellen Kurs der Aktie. Sie spiegeln also das Verhältnis der gezahlten Dividende und des aktuellen Aktienkurses der dazugehörigen Aktie wider. Für Sie als Aktionär ergibt sich eine andere persönliche Dividenden-Rendite, wenn Sie die betreffende Aktie schon vorher günstiger oder teurer gekauft haben.

Ein konkretes Rechenbeispiel für Ihre persönliche Dividenden-Rendite

Sie haben eine Aktie zum Kurs von 20 Euro gekauft. Der aktuelle Kurs beträgt 43 Euro und die aktuelle Dividende 2 Euro je Aktie. Dann ist die veröffentlichte Dividenden-Rendite:

2 Euro

————— x 100% = 4,7%

43 Euro

Im Gegensatz dazu beträgt Ihre persönliche Dividenden-Rendite in diesem Fall:

2 Euro

————— x 100% = 10%

20 Euro

Sie sehen also, dass die veröffentlichte Dividenden-Rendite keinesfalls mit Ihrer persönlichen Rendite übereinstimmen muss. Der Grund dafür ist, dass sich die Dividenden-Rendite auf den Aktien-Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bezieht und nicht auf Ihren persönlichen Einstiegs-Kurs.

Nestlé: Auf lange Sicht winken Ihnen sogar dreistellige Dividenden-Renditen

Warum Sie eine Top-Aktie wie Nestlé sogar vererben können, zeigt folgendes Dividenden-Beispiel: Ein Nestlé-Aktionär, der seine Aktien im Jahr 1959 erworben hat, konnte sich im Jahr 2014 über eine Dividenden-Rendite von 158% freuen. Das bedeutet, dass sein Gewinn, den er durch eine einzige Dividenden-Zahlung erzielt hat, beim eineinhalbfachen des ursprünglich je Aktie bezahlten Preises lag.

Wie das geht? Er hat im Jahr 1959 Nestlé-Aktien für je 1,36 Schweizer Franken (CHF) gekauft und erhielt im Jahr 2014 exakt 2,15 CHF Dividende je Aktie. Das Erfolgsgeheimnis ist, dass Nestlé seit 1959 regelmäßig die Dividenden erhöht hat. Davon profitieren aber nicht nur Alt-Aktionäre, sondern auch Aktionäre, die wesentlich später gekauft haben.

Nestlé-Aktionäre, die vor gut 20 Jahren, im Jahr 1994, Aktien zum Preis von je 12,47 CHF erworben haben und im Frühjahr 2014 2,15 CHF je Aktie ausgeschüttet bekamen, konnten sich über eine Dividenden-Rendite von 17,2% freuen. Und selbst diejenigen, die erst im Jahr 2004 zu einem Kurs von 29,75 CHF eingestiegen sind, erreichten im Frühjahr 2014 – also 10 Jahre später – eine attraktive Dividenden-Rendite von 7,2%.

Coca-Cola: Seit mehr als einem halben Jahrhundert jedes Jahr eine Dividendenerhöhung

Coca-Cola schüttet 4 Dividenden pro Jahr aus. Auch bei Coca-Cola lautet das Erfolgsrezept für die Aktionäre: Die Dividende wird stetig erhöht. Die fast unglaubliche Zahl: In den vergangenen 52 Jahren (!) hat Coca-Cola jedes Jahr die Dividende erhöht. Mit dieser Serie gehört der Brausehersteller zu den besten Dividenden-Zahlern der Welt.

Von den vielen kleinen Dividenden-Steigerungen profitieren Sie als Aktionäre. Hier die Rechnung, die Sie bereits von Nestlé kennen: Coca-Cola-Aktionäre, die vor gut 20 Jahren, im Jahr 1994, Aktien zum Preis von je 11,22 US-Dollar erworben haben und 2014 rund 1,22 US-Dollar Dividende kassiert haben, konnten sich über 10,9% Dividenden-Rendite freuen.

Und selbst diejenigen, die erst vor 10 Jahren zu einem Kurs von 25,38 USD eingestiegen sind, erreichten 2014 eine attraktive Dividenden-Rendite von 4,8%. Bei Coca-Cola besticht weniger die Höhe der Dividenden-Rendite, sondern die Stetigkeit und Berechenbarkeit der Dividenden-Erhöhungen über einen extrem langen Zeitraum.

Reckitt Benckiser: Ein weiterer Dividenden-Champion aus Europa

Reckitt Benckiser (RB) gehört zu den europäischen Dividenden-Champions. Angesichts der kurzen Unternehmensgeschichte, der Konzern ist in der heutigen Form erst 1999 entstanden, sind 11 Dividenden-Steigerungen in Serie sehr beachtlich.

Auch hier möchte ich Ihnen die Dividenden-Rechnung vorstellen: RB-Aktionäre, die im Jahr 2004 Aktien zum Preis von je 1.264 Pence erworben haben und für das Geschäftsjahr 2014 rund 140 Pence Dividende kassierten, können sich über 11,1% Dividenden-Rendite freuen (da RB in der heutigen Form erst 1999 gegründet wurde, sind ältere Vergleiche in diesem Fall nicht aussagekräftig).

Fazit: Dividenden sind eine wichtige Geldquelle für Sie als Aktionäre

Die Musterrechnungen verdeutlichen eindrucksvoll, dass Dividenden eine wichtige Geldquelle für Sie als Aktionäre sind. Insbesondere dann, wenn Sie die Aktienpositionen langfristig halten und die Unternehmen regelmäßig ihre Dividenden erhöhen.

30. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.