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Hotel-Aktien: Airbnb macht Hotels das Leben schwer

Dank des zunehmenden Wohlstands in Schwellenländern steigt die Reisefreudigkeit in Ländern wie China. Auch Flugreisen werden durch Billigflieger wie Ryanair und easyJet immer günstiger – davon profitiert unter anderem die Hotelbranche.

Setzten Hotelketten in 2010 weltweit noch 419 Mrd. US-$ um, ist der Umsatz der Branche in 2015 auf 550 Mrd. US-$ geklettert (Quelle: Statista).

In Deutschland ist AccorHotels der größte Hotelketten-Betreiber, gefolgt von Best Western und InterContinental. Doch die Branche hat ein Problem: Mit dem Markteintritt von Airbnb (App für private Unterkunftsvermittlung) hat sich das Wettbewerbsumfeld deutlich verändert. Übernachtungen sind bei Airbnb oft wesentlich günstiger zu haben als in Hotels – das übt Druck auf die Preise aus.

Zudem steht die Branche wegen der geplanten Mega-Fusion zwischen Starwood Hotels und Marriott vor einer Konsolidierungswelle. Ein Überblick über die wichtigsten Hotelketten-Aktien:

AccorHotels will im Ausland wachsen

Die in Paris ansässige AccorHotels gilt als marktführende Hotelkette in Deutschland. Zu den Marken der Hotelkette gehören Accor, Sftitel, Mercure, Ibis und Novotel. Die französische Hotelkette betreibt etwa 3.700 Hotels mit 14 internationalen Hotel-Marken in knapp 100 Ländern der Welt.

AccorHotels erzielte im Vorjahr einen Umsatz von rund 5,6 Mrd. €. Wachsen will AccorHotels künftig  im Ausland, allerdings wurden zuletzt 85 europäische Hotels im Economy- und Mittelklasse-Segment verkauft.

Für die Aktionäre hat sich die neue Strategie mit dem Fokus auf die Auslandsexpansion noch nicht ausgezahlt – der AccorHotels-Aktienkurs (Accor SA) liegt auf Jahressicht um 20% unter dem Vorjahresniveau.


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Wyndham Worldwide: Umsatzmarke von 6 Mrd. US-$ im Visier

Die in New Jersey ansässige Hotelkette Wyndham Worldwide betreibt nicht nur zahlreiche Hotels, sondern über die Wyndham Exchange & Rentals auch Ferienhäuser.

Insgesamt ist Wyndham mit 17 Marken, 7.300 Hotels und einer halbe Mio. Zimmer eine der größten Hotelketten-Aktien der Welt. In den vergangenen Jahren hatte sich Wyndham durch diverse Zukäufe (Microtel Inn & Suites, Hawthorn, Tryp Hotels) verstärkt, was sich auch positiv auf den Wyndham-Aktienkurs ausgewirkt hat, der sich in den letzten 5 Jahren mehr als verdoppelt hat.

Auch in den kommenden Jahren strebt Wyndham ein profitables Wachstum an. Analysten glauben, dass Wyndham schon im Jahr 2017 die Umsatzmarke von 6,0 Mrd. US-$ nehmen wird, nachdem die Hotelkette in 2015 rund 5,5 Mrd. US-$ umgesetzt hat. Ansonsten setzt Wyndham stark auf ein Rebranding seiner Marken, um sich stärker den Bedürfnisse der jungen Kundschaft (Millenials) und dem globalen Mittelstand anzupassen.

Hyatt Hotels will in Europa expandieren

Die im Jahre 1957 gegründete und in Chicago ansässige Hyatt Hotels gehört ebenfalls zu den größten und ältesten Hotelketten-Aktien der Welt. Die von der Jay Pritzker gegründete Hotelgruppe betreibt mehr als 700 Hotels weltweit, darunter viele Luxushotels wie das Hyatt Cannes Hotel Martinez in Cannes, das zu den teuersten Hotels der Welt gehört.

Insgesamt betreibt die Hotelkette sechs Marken: Park Hyatt, Grand Hyatt, Andaz, Hyatt Regency, Hyatt Centric und Hyatt. Auch Hyatt Hotels plant eine stärkere Expansion außerhalb der USA. So sollen neue Hyatt Regency Hotels in Bulgarien und Australien eröffnet werden. Mit dem Hyatt House Düsseldorf (Eröffnung Januar 2017) expandiert Hyatt erstmals mit dieser Marke in Europa.

Für die Aktionäre hat sich der Expansionskurs noch nicht wirklich ausgezahlt. Hyatt-Aktien notierten in den vergangenen Monaten meist seitwärts, auf 5-Jahressicht ergibt sich ein Kursplus von 18%.

InterContinental Hotels tritt beim Umsatz auf der Stelle

Die in Großbritannien ansässige Hotelkette InterContinental Hotels Group betreibt 5.000 Hotels mit rund 750.000 Zimmern in mehr als 100 Ländern der Welt. Mehr als 1.300 weitere Hotels sind bereits in der Entwicklung.

Zur Hotelgruppe gehören die Marken InterContinental, HUALUXE Hotels and Resorts, Kimpton Hotels and Restaurants, Crowne Plaza, Hotel Indigo, EVEN Hotels, Holiday Inn, Holiday Inn Express, Staybridge Suites und Candlewood Suites.

In den vergangenen 4 Jahren ist InterContinental nicht mehr richtig gewachsen. Setzte die Hotelkette in 2012 noch 1,83 Mrd. US-$ um, waren es in 2015 nur noch 1,80 Mrd. US-$. Auch Aktionäre hatten zuletzt nicht viel Freude am Aktienkurs, denn dieser bewegte sich in den letzten Monaten meist seitwärts. Auf Jahressicht steht ein Kursminus von 8%, auf 5-Jahressicht legte der InterContinental-Aktienkurs um rund 60% zu.

Hilton Worldwide setzt mehr auf Franchise

Hilton Worldwide gilt als eine der ältesten Hotelketten der Welt. Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 1919 unter dem Namen Hilton Hotels gegründet. Zu den Hotelmarken gehören Luxus-Hotels wie das Walldorf Astoria oder das Conrad.

Insgesamt ist Hilton mit 13 Marken und mehr als 4.660 Hotels (765.000 Hotelzimmer) in über 100 Ländern aktiv. 1.729 neue Hotels mit 281.000 Zimmern sind in der Entwicklung.

Die US-Hotelkette setzt verstärkt auf das Franchise-System, um weiter zu wachsen. Dadurch kann die Gesellschaft Franchise-Gebühren einsammeln, hat jedoch keine zusätzlichen Konstruktionskosten oder Ankauf von Immobilien.

Für die Hilton-Aktionäre hat sich der Strategiewechsel bislang noch nicht gelohnt, die Hotelketten-Aktie liegt auf Jahressicht um 17% im Minus, auf 5-Jahressicht liegt der Kurs nur 3% im Plus.

Marriott International: Mega-Fusion mit Starwood soll für mehr Wachstum sorgen

Die in Betashda/USA ansässige Hotelkette Marriott International sorgte Ende 2015 mit seiner Ankündigung für Aufsehen, den Rivalen Starwood Hotels für 12,4 Mrd. US-$ (11 Mrd. €) übernehmen zu wollen. Dadurch entsteht die weltweit größte Hotelkette mit über 5.500 Hotels (30 Marken) und über einer Mio. Betten.

Zum Konzernverbund gehören die bekannten Hotelmarken Ritz-Carlton, Bvlgari Hotels & Resorts, Renaissance Hotels Le Meridien, Sheraton, Courtyard und andere. Durch den Zusammenschluss erhofft sich Marriott Einsparungen von mindestens 200 Mio. US-$ pro Jahr. Bedingt durch die Übernahme dürfte der Umsatz der Hotelkette im kommenden Jahr deutlich über die Marke von 16 Mrd. US-$ steigen.

Für die Aktionäre hat sich die geplante Mega-Übernahme noch nicht so richtig ausgezahlt. Auf Jahressicht steht die Mariott-Aktie noch mit rund 10% im Minus, auf 5-Jahressicht ergibt sich für die Anleger allerdings ein Kursplus von 85%.

22. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands