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Hybridanleihen: Eine heterogene Wertpapiergattung

Die Wertpapiergattung „Hybridanleihen“ bezeichnet keine ganz einheitliche Gruppe von Wertpapieren. Vielmehr unterscheiden sich die einzelnen Wertpapiere oft voneinander.

In Grundzügen gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede zwischen einzelnen Hybridanleihen. GeVestor informiert Sie, worauf es bei dieser heterogenen Wertpapiergattung ankommt.

Hybridanleihen: Theoretisch extrem lange Laufzeit

Hybridanleihen sind Anleihen, bei denen meistens kein fester Fälligkeitszeitpunkt festgelegt ist oder deren Laufzeit extrem lange dauert. Die Laufzeit reicht von 100 Jahren bis „endlos“.

Dabei sind Hybridanleihen aber oft mit einem Sonderkündigungsrecht ausgestattet. Der Emittent behält sich vor, die Hybridanleihe zu einem festen, von Anfang an definierten Zeitpunkt zu kündigen.

Großzügiger Zinskupon

Hybridanleihen bieten deutlich höhere Zinsen als normale Anleihen. In der Regel liegt der Zinskupon rund 2%-Punkte über dem erstrangiger Anleihen.


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Wie bei normalen Anleihen zahlen Sie beim Kauf Stückzinsen (also eine zeitanteilige Zinserstattung an den Vorbesitzer als Ausgleich dafür, dass Sie beim nächsten Zinstermin die volle Ausschüttung bekommen). Bei einem vorzeitigen Verkauf stehen die Stückzinsen Ihnen zu.

Höheres Risiko für Anleger

Die Mehrrendite geht mit einem höheren Risiko einher: Die Inhaber von Hybridanleihen werden im Insolvenzfall als nachrangige Gläubiger angesehen. Geht der Emittent pleite, werden die Besitzer der nachrangigen Anleihe erst ganz am Ende der Gläubiger-Reihe bedient.

Die Zinsen werden oft nur ausgezahlt, wenn der Emittent Gewinne erwirtschaftet oder Dividenden auszahlt. In schlechten Jahren kann die Zinsausschüttung – je nach Emissionsbedingungen – auch ausfallen. In vielen Fällen ist jedoch in einer späteren Gewinnphase die Nachzahlung für ausgesetzte Zinsausschüttungen vorgesehen.

Checkliste: Worauf Sie bei Hybridanleihen achten sollten

  • Hybridanleihen sollten Sie nur von Emittenten kaufen, deren Zahlungskraft außer Zweifel steht. Denn: Bei einer Insolvenz werden Inhaber von Hybridanleihen nachrangig behandelt und gehen damit in aller Regel leer aus.
  • Schauen Sie bei der Prüfung der Bonität auf das Rating des Emittenten und nicht nur auf das der Hybridanleihen. Denn Hybridanleihen werden oft mit Abschlägen eingestuft, die ihren Grund darin haben, dass für den Anleiheinhaber größere Ausfallrisiken bestehen als bei normalen Anleihen.
  • Orientieren Sie sich nicht an der regulären Laufzeit – denn üblich sind 100 Jahre bis Endlos-Laufzeiten. Schauen Sie stattdessen auf den frühestmöglichen Zeitpunkt einer Kündigung von Seiten des Emittenten. Höchstwahrscheinlich wird er tatsächlich zu diesem Zeitpunkt kündigen.
  • Kaufen Sie nie eine Hybridanleihe, ohne zuvor die Emissionsbedingungen gelesen zu haben. Informieren Sie sich, in welchen Fällen die Zins-Zahlung ausgesetzt werden kann und ob es dann nachträgliche Zahlungen gibt.
  • Auf keinen Fall sollten Sie sich auf Hybridanleihen einlassen, bei denen die Kriterien für die Aussetzung einer Zinszahlung nicht von vornherein klar definiert sind (Finanzkennzahlen, Bilanzverluste, Verzicht auf Dividendenausschüttungen an die Aktionäre). Liegt die Aussetzung nur im Ermessen des Emittenten, haben Sie als Inhaber einer Hybridanleihe womöglich das Nachsehen.
  • Denken Sie beim Kauf daran, dass Sie zusätzlich zum Nominalbetrag Stückzinsen an den vorherigen Inhaber zahlen müssen. Wenn Sie die Hybridanleihe wieder verkaufen, erhalten Sie im Gegenzug ebenfalls Stückzinsen.

26. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.