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Hyperinflation 1923: Wie Deutschland das Unmögliche schaffte

Dramatische Verwerfungen in der Wirtschaft hat es auch in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Und so viel sei vermutet, diese wird es wohl auch in Zukunft immer wieder geben können.

Eine der schlimmsten Erfahrungen der bisherigen Wirtschaftsgeschichte ist dabei wohl die Hyperinflation von 1923, wie sie Deutschland hat durchleben müssen – und schließlich auch meisterte.

Durch die stark steigende Inflation im Jahresverlauf ließ die Reichsbank dann im November 1923 einen Geldschein mit dem Höchstwert von 100 Billionen Mark drucken. Allein schon das Drucken der gewaltigen Geldmengen, in Folge der Inflation, bedeutete eine große Herausforderung.

Hyperinflation 1923: Deutschland am Abgrund

Im Herbst 1923 waren bis zu 133 Fremdfirmen mit 1.783 Druckmaschinen für die Reichsdruckerei Tag und Nacht beschäftigt. Allein das für diese Druckereien benötigte Papier wurde in 30 Papierfabriken produziert.


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Insgesamt waren zu der Zeit in Deutschland etwa 30.000 Menschen mit der Herstellung der insgesamt etwa zehn Milliarden staatlich ausgegebenen Inflationsscheine beschäftigt.

Doch trotz des immensen Aufwands reichten diese Kapazitäten nicht aus. Mehr als 5.800 Städte, Gemeinden und auch Firmen gaben eigene Notgeldscheine heraus. Am Ende waren über 700 Trillionen Mark als Notgeld und rund 524 Trillionen Mark von der Reichsbank ausgegeben worden – eine schier unvorstellbare Summe.

Die Preise der Waren steigen an, die Löhne werden nicht angepasst

Da dem Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen  die Löhne und Gehälter nicht folgen konnten, verschlechterte sich die Lage der Bevölkerung ständig. Die Unzufriedenheit mit der Lage machte sich vermehrt Luft, die Menschen protestierten.

Der Reallohn sank auf nur noch ca. 40% seines Vorkriegsniveaus. In der Folge verarmten weite Teile der Bevölkerung in Deutschland, was besonders mit dem Blick der Nachgeborenen als massive Belastung für die demokratische Entwicklung des Staates zu rechnen ist.

Wege aus der Inflation: Deutschland gelang das Kunststück

Im November 1923 wurde schließlich die Rentenbank gegründet, die in streng limitierter Menge die Rentenmark herausgab. Da Deutschland aber keine Goldreserven zur Deckung hatte, wurde dazu der landwirtschaftliche Grundbesitz herangezogen.

Insgesamt wurden Grundbesitzer, Handel, Banken und die Industrie mit einer Hypothek von 3,2 Mrd. Rentenmark belastet. Dafür gab die Rentenbank alles in allem 2,4 Mrd. Banknoten heraus.

Durch eine gleichzeitige Steuerreform, die die bis dato in die Wege geleiteten Maßnahmen flankierte, und die Steuerzahlungen indexierte, sowie die Deckung der neuen Währung durch die Industrie, wurde diese in der Bevölkerung schließlich doch noch akzeptiert.

Nach Festlegung des Dollar-Kurses von 4,2 Billionen Papiermark für einen Dollar im November 1923 konnte auch das Vertrauen in die inflationäre Papiermark wieder hergestellt. So konnte die Hyperinflation von 1923 schließlich doch noch erfolgreich eingedämmt werden: Eine herausragende Leistung.

12. März 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.