MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Hypothekenzinsen absetzen – Steuervorteile durch Baufinanzierung

Nach einer Schuldenkrise ist Geld häufig weniger wert, was nicht zuletzt extrem niedrige Zinsen zur Folge hat. Eigenhausbauer können in dieser günstigen Situation gutes Geld sparen. Aber auch Steuerfüchse kommen auf ihre Kosten.

Achtung, Hausbauer und Sparer: Diese Zinsen kann man absetzen

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten beim Zinsensparen – beide sind steuerlich abzugsfähig. Ob man Hypothekenzinsen bei Bankdarlehen zahlt oder bei Bauspardarlehen, ist dabei egal. Ausschlaggebend ist nur, dass das Objekt nicht selber genutzt wird, sondern vermietet ist.

Man muss dabei nicht extra neu bauen oder eine Immobilie kaufen. Auch Renovierungen und Modernisierungen sind von Steuervorteilen betroffen. Hat man bereits eine Immobilie und besteht die Möglichkeit, eine Umschuldung durchzuführen, dann kann man auch von den neuen Zinsen steuerlich profitieren.

Selbst wenn die eigene Wohnung oder das eigene Haus als Sicherheit verwendet wird und der Eigentümer einen Eintrag im Grundbuch macht, bleiben die Vorteile bestehen. Wie man es auch dreht und wendet – solange man die Immobilie nicht selbst bewohnt, kann man immer einen steuerlichen Vorteil aus den Zinsen ziehen.

Tilgung vermeiden

Wenn es darum geht, Hypothekenzinsen abzusetzen, sollte man so wenig wie möglich tilgen. Auch wenn man mit der Bank nur 1% p.a. Tilgung vereinbart, sinken dadurch die Steuervorteile nicht unerheblich. Sondertilgungen sollten deshalb auf jeden Fall vermieden werden. Denn das würde den ganzen Plan zerstören.

Selbstverständlich soll das Darlehen abgezahlt werden, aber in erster Linie geht es um die Schuldzinsen. Je mehr Zinsen man zahlen muss, desto weniger Steuern muss man zahlen.Alle Vorteile von Hypothekenzinsen ausnutzen

Spar-Tipp: Es macht daher mehr Sinn, die Beträge für Tilgungen anzusparen. Dann hat man sie nach Ablauf des Darlehens zur freien Verfügung und kann sich unterdessen über maximale Steuerersparnis freuen.

Hypothekenzinsen absetzen

Stehen Darlehen und Finanzierung fest, ist ein gleichbleibender Betrag monatlich zu zahlen. Wurde eine Tilgung pro Jahr vereinbart, ändern sich die Beträge von gezahlten Zinsen und Tilgung jeden Monat. Wenn auch in geringem Maße – der Anteil der Tilgung steigt und der Zinsanteil fällt.

Ist eine 0%-Tilgung vereinbart worden (das geht oft nur mit ausreichend Sicherheiten für die Bank), kann man noch leichter rechnen. Gezahlt werden hierbei nur die Zinsen und keine monatliche Tilgung. Auf der Steuererklärung kommen die Schuldzinsen in die Anlage V (Vermietung und Pachtung). Dort tragen Sie die Summe der Zinsen als Werbungskosten ein. Eventuelle Tilgungskosten dürfen nicht abgesetzt werden.

Wenngleich hohe Zinsen in diesem Fall eine große Steuerersparnis bedeuten, ist natürlich trotzdem die Zinsrate wichtig. Eigentümer sollten deshalb in jedem Fall darauf achten, einen sehr guten Darlehensvertrag zu bekommen. Das bedeutet, man zahlt möglichst wenig Zinsen, um damit eine Immobilie zu finanzieren, während man zur selben Zeit seine Steuerlast verringert.

31. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.