von Jan Aalto

IBM Aktie: Erwartungen übertroffen

US-Patentmeister berichtet

Industrial Business Machines (IBM) laufen besser als die meisten Analysten erwarteten

IBM berichtet wie der Chiphersteller Intel in zwei Tagen am 19.1.2011.

Auch für den Computergiganten gilt, was Intel auszeichnet: es ist Wegweiser.

Legt IBM schlechte Zahlen vor, wird dies die Branche wie auch die Aktienkurs-Entwicklung insgesamt beeinflussen. Ist IBM dagegen im schwarzen Bereich, wird die Börse sich freuen und zumindest den Technologie-Bereich weit nach vorne hieven. Die Aussichten sind auch für diesen Bericht gut.

Grundlage dafür ist wie bei Intel die Investitionsbereitschaft, mit der Verbraucher, vor allem aber Unternehmen im Jahr 2011 agierten.

Da die US-Wirtschaft sich stabiler zeigte als zunächst zum Jahresanfang angenommen, sehen die Zahlen für IBM zumindest etwas besser aus als ursprünglich gedacht.

Erwartungen übertroffen

Ein weiterer Impuls geht von den zurückliegenden Jahren aus. IBM hatte mehrere Jahre lang sowohl alle Gewinn- als auch Umsatzprognosen übertroffen. Das bedeutet: die gewaltigen Kursgewinne des US-Giganten hatten einen fundamentalen Hintergrund.

  • IBM hat weiterhin ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) in Höhe von ungefähr 12.
  • Das Unternehmen hat erst kürzlich ein neues Allzeithoch an den Börsen geschafft: am 13.12. schloss der Kurs bei 147,13 Euro und steht damit ungefähr 5% über dem aktuellen Wert.
  • Wer sich den Chart ansieht, bestaunt seit 2009, dem vermeintlichen Ende – und späteren Wiederbeginn – der Finanzkrise einen regelrechten Kursausbruch. IBM galoppierte regelrecht von etwa 50 Euro auf die knapp 150, die das Unternehmen jetzt erreicht hat.
  • Ein Grund für die seit Jahren auch steigenden Kurse ist die Politik der Übernahmen. Erst im Dezember kaufte der US-Gigant Emporis. Dieses Unternehmen ist im „Cloud“-Computing aktiv und besetzt damit ein wichtiges Zukunftsfeld auch für IBM. Diese Technologie erlaubt es, Daten für verschiedenste Anwender server-unabhängig zur Verfügung zu stellen.
  • Aktuell ist IBM im Vorfeld der Zahlen-Bekanntgabe bei den Analysten zudem mehrheitlich bestens aufgestellt. Knapp 60% votieren für „Kaufen“, nur gut 40% für Halten.
  • Eine wichtige Rolle für die Beurteilung der Qualität spielt zudem der Aktienrückkauf, den IBM Ende Oktober 2011 ankündigte. Dabei geht es um die stattliche Summe in Höhe von 7 Milliarden Dollar sowie die noch ausstehende Position von gut fünf Milliarden Dollar.

IBM: 2012 – der Ausblick wird noch besser

Wichtig aber für die Börsen wird vor allem der Ausblick, den IBM auf die Börsen geben kann. Denn: die leicht steigende Konjunkturerwartung wird den Absatz wie beschrieben noch steigern können, indem die Investitionsbereitschaft sich erhöht.

Zudem beflügelt indirekt Präsident Obama die Aktie, indem er kürzlich weitere Schulden für den Staat forderte. Wie bekannt wurde, bat er vor einer Woche um 1,2 Billionen US-Dollar mehr.

Damit müsste die Schuldengrenze wieder nach oben steigen – die Angst vor der Geldschwemme in den USA schwächt wiederum den Dollar massiv – und hilft IBM auf dem Weltmarkt.

GeVestor meint: IBM wird ebenso wenig wie Intel die Börsen enttäuschen. Das bedeutet, das der nächste Donnerstag für Investoren interessant werden sollte. Schon vor Eröffnung der Börsen, gegen Mittag, sollten gute Nachrichten aus den USA herüberkommen.

Wer sich vorbereiten möchte, kann beispielsweise einen ETF auf US-Aktien kaufen – oder auf den MSCI World Index. Der Welt-Aktienmaßstab wird starke Notierungen von IBM oder Intel belohnen.

 
 
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