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Ifo-Index-Chart – die Fieberkurve der deutschen Wirtschaft

Jeden Monat stehen in Deutschland 7000 Unternehmen Rede und Antwort und geben ihre Einschätzungen zum Geschäftsklima zum Besten. Es ist das Ifo-Institut mit seinen Mitarbeitern an der Universität in München, das die Umfragen seit Jahrzehnten bereits verschickt und deren Daten auswertet.

Heraus kommt der viel beachtete Ifo-Geschäftsklimaindex. Für sich genommen ist der Index eine einfache Zahl. Diese Zahl sagt etwas aus über die aktuelle Beurteilung der Lage der Unternehmen und deren Perspektiven, das heißt deren Erwartungen für die Geschäfte in den folgenden 6 Monaten. Nicht zuletzt beeinflusst das die Börsenkurse – ist somit ein wichtiges Handelssignal für alle Anleger.

Ifo-Index als Stimmungsindikator

Gemessen wird das Ergebnis an einem Niveau des Indexes in der Vergangenheit, das mit 100 Punkten fixiert ist. Im Vergleich dazu kann der Index darüber oder darunter liegen, gemessen an diesem Zeitpunkt ist die Stimmung zum aktuellen Erhebungszeitpunkt also schlechter oder besser. Steigt der Index im Vergleich zum Vormonat, herrscht in der Summe ein positives Geschäftsklima. Fällt der Index, hat sich die Beurteilung der aktuellen Lage und/oder der zu erwartenden Geschäfte eingetrübt.

Trägt man die monatlichen Daten des Ifo-Indexes nun in ein Diagramm, also ein Chart ein, so ergibt sich eine Zeitreihe der Daten, die sich durch einen Graphen verbinden lassen. Heraus kommt eine Kurve, der Ifo-Index-Chart.

Ifo-Index-Charts

Das Ifo-Institut in München stellt solche Charts auf seinem Internet-Auftritt zur Verfügung. Es weist darin grafisch das Geschäftsklima insgesamt aus, aber auch die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage und die Beurteilung der Geschäftserwartungen. Am Verlauf der Kurve mit seinen Höhen und Tiefen über das vergangenen Jahrzehnt lässt sich gut und einfach ablesen, in welchen Phasen sich die Konjunktur befunden hat.

Höhe- und Tiefpunkte

So hat das Geschäftsklima zum Beispiel Ende 2006 einen Höhepunkt erreicht – um dann Ende 2008 nach der Pleite von Lehman Brothers an einem Tiefpunkt anzukommen. Aus diesem Tal hat sich der Ifo-Index in dem Chart dann bis Herbst 2011 herausgearbeitet und einen neuen Höchstwert erklommen.

Die Umfrage des Ifo-Institutes, die diesen Daten und Graphen zugrunde liegt, erstreckt sich über unterschiedliche Wirtschaftsbereiche in Deutschland. Befragt werden Unternehmen aus den Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes und des Groß- und Einzelhandels. Entsprechend stellt das Ifo-Institut auch Index-Charts für die einzelnen Bereiche der Wirtschaft zur Verfügung.

Chart in Form einer Konjunkturuhr

Anders geordnet lassen sich die Daten der Ifo-Umfrage auch in Form einer Konjunkturuhr grafisch darstellen. An ihr lässt sich im Prinzip bildlich ablesen, in welcher Phase des Konjunkturzyklus (Aufschwung, Boom, Abschwung, Rezession) sich die deutsche Wirtschaft gerade befindet, zum Beispiel, dass zum Jahresende 2013 alle Zeichen auf Wachstum standen.

Die Zahlenreihen des Ifo Geschäftsklimaindex reichen über mehrere Jahrzehnte zurück. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist einer der meist beachteten Frühindikatoren für die konjunkturelle Lage in Deutschland.

7. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.