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Immaterieller Firmenwert: Wichtige Infos auf einen Blick

Der Geschäfts- oder Firmenwert gehört zu den immateriellen Vermögensgegenständen und verkörpert sozusagen die Aussicht eines Unternehmens auf zukünftige Gewinne.

Der Firmenwert drückt also die Gewinnchancen eines Unternehmens aus. Er wird durch das Unternehmen gebildet und ist untrennbar mit diesem verbunden.

Immaterielle Vermögensgegenstände: Definition und Erklärung

Immaterielle Vermögensgegenstände gehören zum Anlagevermögen und müssen immer bilanziert werden.

Man kann immaterielle Vermögensgegenstände zum besseren Überblick in drei unterschiedliche Kategorien unterteilen.

Unter die erste Kategorie fallen Konzessionen, Rechte, Lizenzen und Patente, die ein Unternehmen besitzt.

Zur zweiten Kategorie gehören der Geschäfts- und Firmenwert als immaterieller Firmenwert.

Als dritte Art der immateriellen Vermögensgegenstände gelten die geleisteten Anzahlungen eines Unternehmens.

Unter einem immateriellen Vermögenswert muss man sich immer einen nicht-physischen Vermögenswert vorstellen, der sich im Eigentum eines Unternehmens befindet.

Ein immaterieller Vermögensgegenstand ist also immer von nicht-stofflicher Art und sorgt daher oft für Verwirrung.

Immaterieller Firmenwert: Beispiele

Einige Beispiele schaffen Klarheit: Immaterielle Vermögenswerte können der Standort, der Kundenkreis oder der Firmenname eines Unternehmens sein.

Für Konsumgüterproduzenten sind Markennamen beispielsweise von großer Bedeutung. Eine Marke verleiht einem Unternehmen meistens einen höheren Bekanntheitsgrad, erhöht seinen guten Ruf und steigert damit auch die Gewinne.

Für Handelsunternehmen sind immaterielle Vermögenswerte wie das Beschaffungssystem und die Logistik sehr wichtig.

Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich also je nach Unternehmen um sehr unterschiedliche Sachverhalte, die oft schwer greifbar und bewertbar sind.

Mehr zum Thema: Fair Value – Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Angesichts des rasant ansteigenden technologischen Fortschritts werden immaterielle Werte, wie zum Beispiel eine Software, an Bedeutung immer weiter zunehmen.

Immaterieller Firmenwert: Wichtig für ein Unternehmen

Je höher der immaterielle Firmenwert eines Unternehmens ist, desto höher ist logischerweise sein Ansehen und dadurch auch seine Gewinneinnahmen.

Den Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnet man auch als „Goodwill“, einen negativen Firmenwert als „Badwill“.

Den Firmenwert kann man sich folgendermaßen vorstellen: Er ist sozusagen der immaterielle und ideelle Wert eines Unternehmens. In der Regel entspricht er dem Betrag, den ein Käufer bei der Übernahme eines Unternehmens unter Berücksichtigung zukünftiger Gewinnaussichten und nach Abzug der Schulden bereit wäre zu zahlen.

Der immaterielle Firmenwert ist losgelöst von Einzelpersonen des Unternehmens. Es kann vorkommen, dass der immaterielle Firmenwert aufgrund von gewissen Vorteilen, die ein Unternehmen hat, höher und gesicherter ist als bei einem anderen Unternehmen mit gleicher Kapitalausstattung.

Der immaterielle Firmenwert ist also sehr wichtig und kann bei einem Kauf oft das Zünglein an der Waage sein.

Mehr zum Thema: Sechs Methoden, mit denen Sie den Unternehmenswert berechnen können

Faktoren, die den Firmenwert bilden, sind unter anderem die Einkaufs- und Absatzorganisation eines Unternehmens, die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Professionalität des Personals, die infrastrukturelle Lage und der Bekanntheitsgrad beziehungsweise der Ruf des Unternehmens.

2. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.