Immobilien als Anlagegut

Immobilien als Anlagegut

Immobilien sind ein wesentlicher Bestandteil des optimalen Depotmix.

Je nach persönlicher Risikobereitschaft sollten Immobilien bis zu etwa 15 % der Depotsumme ausmachen.

Eine Immobilie als Anlagegut – und diese Meinung wird von vielen Experten geteilt – ist dabei aufgrund des hohen Klumpenrisikos nicht ideal. Besser dafür geeignet sind beispielsweise Immobilienfonds, vorzugsweise offene Immobilienfonds.

Neben der Tatsache, dass diese mehrere Immobilien vereinigen, können Immobilienfonds bei Bedarf schnell veräußert werden.

Eine Anlage in börsennotierten Immobiliengesellschaften ist aber auch eine Option. Um eine größtmögliche Stabilität zu erreichen, sollten es bevorzugt Bestandshalter sein. Denn die börsennotierten Gesellschaften, die sich auf Projektentwicklungen spezialisiert haben, unterliegen großen Schwankungen.

Es gibt Immobiliengesellschaften, wie beispielsweise der Betreiber und Eigentümer eines Gewerbe- und Medienparks in Ismaning, die AGROB Immobilien AG, welche viele Vorteile bietet.

Sehr solide Entwicklung der Mieteinnahmen

Da wäre beispielsweise der homogene Immobilienbestand, welcher in den letzten Jahren von nur sehr geringen Änderungen geprägt war. Aufgrund der hohen Auslastungsquote weist die Gesellschaft äußerst solide Mieteinnahmen und damit auch eine solide Ergebnisentwicklung auf.

Bemerkenswert dabei ist, dass die AGROB derzeit an der Börse mit rund 33 Mio. Euro bewertet wird und dies bei einem bilanziellen Immobilenbesitz von etwa 90 Mio. Euro.

NAV je Aktie von 14,59 Euro

Bricht man das Eigenkapital zuzüglich stiller Reserven auf eine Aktie herunter, so verfügt das Unternehmen über ein so genanntes Net Asset Value (NAV) von 14,59 Euro. Aktuelle Kursniveaus der Stammaktie von 8,55 Euro zeigen auch hier eine eklatante Unterbewertung auf.

Hierfür kann es für mich nur einen richtigen Erklärungsansatz dafür geben: Das Unternehmen ist derzeit einfach nicht im Fokus der Anleger. Es könnte aber auch an der vermeintlich hohen Fremdkapitalquote des Unternehmens liegen.

Aber hier sollte jedoch beachtet werden, dass das Unternehmen konservativ nach
HGB-Grundsätzen bilanziert und dadurch die Wertsteigerungen der Immobilien in der Bilanz nicht berücksichtigt werden.

Nahezu alle anderen börsennotierten Immobiliengesellschaften bilanzieren nach IFRS und damit nach dem Marktwertprinzip. In dem Fall werden die stillen Reserven sofort offengelegt und wirken sich so positiv auf die Ergebnisse aus.

Hätte die AGROB auch nach diesem Prinzip bilanziert, so ergäbe sich eine deutlich höhere Eigenkapitalquote, die mit +44 % sogar erheblich über dem Durchschnitt der deutschen Immobilienunternehmen läge.

 

Auch operativ kann die AGROB überzeugen

Operativ präsentiert sich das Unternehmen ebenfalls von einer guten Seite. Insgesamt konnten die Umsätze in den ersten 6 Monaten um +3 % angehoben werden; diese wurden von einem Ergebnisanstieg in Höhe von +8 % komplettiert.

Legt man die teils langfristigen Mietverträge des Unternehmens zugrunde, so sieht man, dass auch die künftigen Erträge gesichert sind. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die aktuellen Kursniveaus wieder anziehen.

Flankiert wird diese gute Entwicklung von der Dividendenpolitik der AGROB. Es wird erwartet, dass die Stammaktionäre eine Dividende von 0,14 Euro je Aktie und die Vorzugsaktionäre von 0,19 Euro je Aktie ausgezahlt bekommen.

 
 
Bildquelle: Kzenon - Fotolia

Autor:

Cosmin Filker

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.