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Immobilien als Krisenschutz: Lehren aus der Vergangenheit

Die Spekulationen rund um eine bevorstehende Wirtschaftskrise reißen nicht ab. Ein instabiles Bankensystem, Niedrigzinspolitik und horrende Staatsschulden sind nur einige der Entwicklungen, die die Befürchtungen der Skeptiker beflügeln.

Doch selbst wenn einer schwerwiegende Wirtschaftskrise bevorsteht, gibt es Anlagen, die sicherer sind, als andere. Während Inhaber von Aktien wohl auch einen Börsencrash zu befürchten hätten, scheint die Gefahr für Immobilieninvestoren eine krisensichere. Das haben die Ereignisse der Vergangenheit gezeigt.

Staatsschulden als Auslöser der Krise

Ein potenzieller Auslöser einer Krise sind die Schulden, die der Staat bei Banken, Lebensversicherungen und anderen Anlegern macht. Schuldner sind im Prinzip wir alle – nur, dass sich kaum ein Bürger für diese Schulden verantwortlich fühlt. Sobald diese Gefahr von den Marktteilnehmern erkannt wird, könnte das Finanzsystem ins Wanken geraten.

Denn der Staat wird seine Schulden loswerden wollen und alles auf Null zurücksetzen. Er behält bei einer Geldentwertung seine Sachwerte, nicht aber seine Schulden, mit denen er die Sachwerte finanziert hat. Er wendet also beispielsweise mehrere Milliarden Euro auf, um eine Infrastruktur aufzubauen, und verkündet später seine Zahlungsunfähigkeit.

Geldentwertung als Chance für Immobilienbesitzer

Angenommen, es käme zu einer Geldentwertung, Hyperinflation oder Abwertung, bei der der Staat neues Geld einführt und zu einem Kurs von 1 zu 20 gegen die bisherige Währung wechselt.

Das würde zwar auf der einen Seite bedeuten, dass vom Bargeld-Guthaben eines Sparers nur noch ein Zwanzigstel übrig blieben – aber auf der anderen Seite blieben von seinen Schulden eben auch nur noch 5%.

Wurde mit den Schulden zuvor der Immobilienbesitz finanziert, könnte es ein sehr gutes Geschäft werden – da der Sparer immer noch die Immobilien besitzt. Während der Krise würde der Wert der Immobilien zwar ein bisschen absinken, weil die Nachfrage einbricht, doch diese Wertminderung würde von der Schuldenreduktion ausgeglichen. Das zeigt ein Rückblick in die 40er Jahre:

Währungsreform 1948: Immobilien als Krisenschutz

Bei der deutschen Währungsreform 1948 wurde im Durchschnitt 1 zu 18,6 getauscht – vereinfacht gerechnet also mit 1 zu 20. Hatte jemand also eine Immobilie im Wert von 1 Million Euro und diese finanziert, wäre die Immobilie im Wert erst mal um 20 – 30% abgefallen, weil es keinen funktionierenden Markt gab. Das Darlehen jedoch hätte nicht mehr eine Kaufkraft von 1 Million Euro, sondern nur noch von 50.000 Euro. Alles in allem also immer noch ein sehr gutes Geschäft.

Fazit: Die Besitzer von Investment-Immobilien sind die Gewinner in der Krise, weil die Reduktion ihrer Schulden den Wertverlust der Immobilie mehr als ausgleicht. Voraussetzung ist jedoch, dass Investoren ohne Liquiditätsengpass durch die Krise kommen. Denn erst wenn die Krise überstanden ist, kann ein Verkauf der Immobilie profitabel sein.

24. September 2016

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Alex Fischer
Von: Alex Fischer. Über den Autor

Alex Fischer ist professioneller Immobilien Investor aus Düsseldorf. Seit 1996 kauft er regelmäßig Immobilien um diese dann im eigenen Bestand zu halten und zu entwickeln. Seit 1998 betreibt er in diversen Gesellschaften den Ankauf, die Projektentwicklung, Sanierung, Aufteilung und den Handel mit Immobilien.

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