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Immobilien-Investitionen: Der „Lage, Lage, Lage“-Irrtum

Da die Inflation inzwischen deutlich erkennbar näher rückt (kaum noch jemand widerspricht angesichts der immer neuen Horrormeldungen über die Schulden des Staates), empfehlen immer mehr Medien auch Immobilien-Investitionen. Schließlich leben wir ja in unsicheren Zeiten.

Immer mehr Anleger sind von den unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten enttäuscht. Aktien, Fonds und andere Anlagemöglichkeiten scheinen momentan nicht sehr beliebt zu sein. In solchen Situationen lässt man sich auch von den Medien beeinflussen.

Immobilien-Investition: Selbstgenutzt oder vermietet scheint gleich zu sein. Hauptsache: die Lage stimmt. Aber handelt es sich dabei tatsächlich um eine sichere Investition? Dieser Gedanke ist nachvollziehbar, aber nicht ganz richtig, meine ich gegen alle Marktweisheiten. Die Lage allein macht eine Immobilie nicht zu einer sicheren Investition.

Enormer Unterschied bei Immobilien-Investitionen: Vermietet, selbst genutzt, Spekulationsobjekt

Wer plant, eine Immobilie zu vermieten, ist auf die Lage angewiesen. Keine Frage: davon wird die Miethöhe abhängen, die Schwierigkeit bei der Mietersuche und schließlich vor allem die Mieterqualität. Das heißt: der gesamte kaufmännische Erfolg hängt an der Lage.


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Aber nicht nur die Lage ist entscheidend: Auch hier – wie bei allen Marktprodukten – ist auch der Einkaufspreis wichtig. Eine gute Lage nutzt wenig, wenn Investoren diese zu teuer einkaufen. Lage/Preis ist die sinnvollste Betrachtungsweise. Da sich die Lage nicht direkt in Geld messen lässt (es zählt auch die künftige Entwicklung), ist dies ein „Ungefähr-Faktor“ mit allen Risiken.

Dasselbe gilt für Spekulationsobjekte. Wer jetzt kauft, um später beim Verkauf größere Gewinne zu erzielen, muss wohl oder übel mit den Risiken der Schätzfehler leben. Auch hier zählt unbedingt der Einkaufspreis zu den Kalkulationsbedingungen.

Immobilien-Investition: Auch eine schlechte Lage kann günstig sein

Ich persönlich habe es daher umgekehrt gemacht: die Lage einer frisch erworbenen Immobilie ist vergleichsweise schlecht – nach den gängigen Kriterien. Es fehlt die Infrastruktur, die drei Kilometer westlich voll vorhanden ist.

Das heißt aber auch: wesentlich schlechter kann die Infrastruktur und mit ihr die Lage nicht mehr werden.

Eine Entvölkerung wiederum steht nicht an, augenscheinlich baut hier die nächste Generation Alteingesessener kräftig. Daher träfe es „Lage, Lage, Lage“ nicht. Eher die Aussicht darauf, dass die Preise aktuell recht günstig – nicht billig – waren.

Lassen Sie sich bei der Geldanlage in Vermietungsobjekte oder Spekulationsobjekte nicht ins Boxhorn jagen. Den genauen künftigen Wert einer Immobilie kann Ihnen kein Immobilienspiegel nennen, ebenso wenig irgendein Soziologe.

Ihre Aufgabe ist „nur“, spekulative Sahnehäubchen im Einkauf zu vermeiden. Morgen werde ich in meinem Kommentar darauf noch einmal eingehen, denn ich meine: selbst genutzte Immobilien zählen zu den besten Anti-Inflations-Instrumenten überhaupt.

26. November 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.