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Immobilien-Investment: 6 Gründe, die dafür sprechen

Sachwerte bieten sich gerade in Zeiten der Finanzkrise an, das eigene Vermögen zu schützen.

Immobilien kommt dabei eine besondere Rolle zu.

Im Folgenden finden Sie sechs Gründe, die für ein Immobilieninvestment sprechen:

Preissteigerung auch bei Immobilien

Grund 1: Steigen die Preise insgesamt an, werden auch die Immobilienpreise steigen. Es gibt keinen Grund, weshalb die immer größere Geldmenge nicht in Immobilien fließen sollte, wenn die Teuerung Nahrungsmittel, Mieten und Energieträger erfasst.

Weniger Neubauten als benötigt

Grund 2: Die Zahl der Neubauten in Deutschland hält seit längerem nicht Schritt mit der Zahl der notwendigen Neubauten. Es werden nach jüngsten Daten in Deutschland nur noch 1,7 Wohnungen pro 1.000 Einwohner gebaut. Dies ist der niedrigste Wert seit Anfang der 60er-Jahre.

Zuwanderung aus Krisenländern wahrscheinlich

Grund 3: Die Finanzkrise wird in Südeuropa eine Fluchtwelle auslösen. In ähnlichen Situationen hat es historisch gesehen allein aus Griechenland schon mehrfach eine Massenflucht auch nach Deutschland gegeben. Der Bedarf an Wohnraum wird hierzulande krisenbedingt weiter steigen.

Niedrige Zinsen, günstige Finanzierung

Grund 4: Die Zinsen werden anders als in sonstigen Inflationsphasen in der Eurozone vergleichsweise niedrig bleiben. Verzweifelt versucht die finanzwirtschaftliche und politische Führung (EZB, Regierungen der Euro-Länder) derzeit, die Wirtschaft in Gang zu setzen und zu halten.

Dies geht nur über die viel zitierte „Notenpresse“. Staaten geben Anleihen heraus und die Eurozone nimmt sich, anders als bei Gründung der Währungsgemeinschaft vertraglich vereinbart, das Recht, genau diese Anleihen aufzukaufen.

Mit der Emission von Anleihen und dem erfolgreichen Vertrieb über die EZB aber wird Geld künstlich geschaffen: Schulden werden sofort mit Bargeld aus der Notenpresse der EZB gemacht.


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Das geht zulasten der Zinsen, die „künstlich“ niedrig bleiben. Zudem können die Zentralbank sowie die übrigen Gremien über die Emission von Anleihen die Zinsen bestimmen – in dem Sinn, dass sie den Zinssatz einfach festlegen und damit den Marktzins beeinflussen.

In Phasen niedriger Zinsen aber werden die Investitionen in Immobilien weiter erleichtert, denn Immobilienkredite sind billig zu haben. Erstes Indiz dafür: Die Preise ziehen in vielen Ballungsgebieten bereits jetzt wieder an.

Renovierungsbedürftige Immobilien: De-facto-Verknappung

Grund 5: Wenig beachtet ist der aktuell laufende „Erbschaftseffekt“. Es gibt gute Gründe dafür anzunehmen, dass vererbte Immobilien aus den 60er- bis 70er-Jahren die erste oder zweite Renovierungswelle noch vor sich haben. Nach Jahrzehnten des Eigentums nimmt die Renovierungswut aller Erfahrung nach immer mehr ab.

Genau diese Immobilien aber werden jetzt vererbt. Nach einer neuen Studie der Postbank werden 14 Millionen Bürger in den nächsten 20 Jahren Erbschaften erhalten. Dabei steigt der Anteil der Erbschaften, in die auch Immobilien fließen, von etwa 32% auf gut annähernd 60%.

Der Zustand dieser Immobilien aber wird dafür sorgen, dass der Immobilienbestand neu bewertet – und daher „knapper“ wird. Die Preise steigen auch aus diesem Grund.

Erbschaften sorgen für Immobilienkäufe

Grund 6: Das geerbte Geld muss investiert werden. Da Aktien wie geschildert nicht mehr sonderlich beliebt sind, Lebensversicherungen kaum noch verkauft werden können – es gibt bereits fast 100 Millionen Verträge in Deutschland – bleiben als Investitionsmöglichkeit vor allem Immobilien.

Die Nachfrage steigt – und damit letztlich auch die Immobilienpreise.

4 Gründe, die gegen Immobilienbesitz sprechen – und warum sie nicht so wichtig sind

Gegen die Sachinvestition „Immobilien“ spricht, dass es bereits nach dem 2. Weltkrieg eine Zwangsabgabe auf Immobilien gegeben hat und sich eine solche Maßnahme theoretisch wiederholen könnte.

Nur: Diese Befürchtung ist keine Warnung und kein sehr wahrscheinliches Szenario für die kommenden Jahre. Denn mehrere Gründe sprechen dagegen, dass Immobilieneigentümer schlechter dastehen werden als andere Investoren:

Bestandsschutz: Immobilien (noch) günstig besteuert

Grund 1: Eine Zwangsabgabe müssen auch die Eigentümer anderen Vermögens zahlen. Bei Aktien, Anleihen oder Sparguthaben ist dies die Abgeltungsteuer. Im Vergleich dazu können Sie mit Immobilien heute immer noch Steuern sparen.

Nach 10 Jahren Haltefrist sind die Gewinne aus einem Immobilienverkauf steuerfrei. Bei selbst genutzten Immobilien beträgt die Frist nur 3 Jahre. In Deutschland können Sie zumindest bezogen auf diese Spekulationssteuer oder auf die Einführung einer Abgeltungsteuer auf Immobilien von einem Bestandsschutz ausgehen. Daher lohnen sich Investitionen, bevor neue Regelungen eingeführt werden.

Bestandsschutz bedeutet, Sie müssen sich auf die zum Zeitpunkt des Kaufs geltenden Bestimmungen verlassen können.

Keine Benachteiligung von Immobilien zu erwarten

Wenn es zu weiteren Zwangsabgaben kommt, werden sie nicht oder nur unwesentlich höher sein als für andere Vermögensarten.

Die Rechtsprechung in Deutschland legt inzwischen viel Wert auf die Gleichbehandlung verschiedener Einkunftsarten, weil sachliche Unterschiede bis auf politisch gewünschte Sondereffekte zum privaten Vermögensaufbau nicht zu rechtfertigen sind.

Immobilien als Altersvorsorge staatlich gewollt

Grund 2: Die private Altersvorsorge inklusive Immobilieninvestitionen hat in Deutschland mittlerweile einen anderen Stellenwert als noch vor Jahrzehnten.

Da die Altersrente inzwischen durchschnittlich bei weniger als 1.000 € monatlich liegt, ist schon der Staat auf einen möglichst hohen Eigenheimanteil angewiesen. Sonst fällt die Vorsorge-Last für spätere Altersrentner automatisch wieder an den Staat zurück.

Entscheidungsträger selbst Immobilienbesitzer

Grund 3: Der Anteil an Immobilien in der politischen Klasse ist wesentlich höher als vor Jahrzehnten. Mit anderen Worten: Politiker, die eine Entscheidung über eine mögliche Besteuerung von Immobilien fällen, haben selbst Wohneigentum.

Der Wohlstand hat dazu geführt, dass sowohl die politische Führungsriege als auch weite Teile der Bürokratie Immobilien besitzen. Diese Entscheidungsträger werden sich hüten, mit zu hohen Zwangsabgaben das eigene Vermögen zu stark zu belasten.

Immobilienkäufe als Inflationsschutz

Grund 4: Selbst der Glaube an eine kommende Inflation und die Notwendigkeit, sich mit Sachwerten davor zu schützen, wird reichen, um die Preise für Immobilien in die Höhe zu treiben. Ein sich selbst verstärkender Effekt.

7. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.