von Thomas Haak

Immobilien-Investment: Ihre monetäre Brandmauer in der Eurokrise

Immobilien- Investment: Ihre monetäre Brandmauer in der Eurokrise

"Schwarzmaler leben gefährlich", das sagen die US-Psychologen Howard Friedman und Leslie Martin. Also habe ich wohl denkbar schlechte Voraussetzungen, alt zu werden.

Die Inhalte meiner Newsletter sprühen bekanntermaßen nicht gerade vor Glückseligkeit.

Selbst wenn ich nun vom Saulus zum Paulus werde und vom negativen zum positiven Denker mutierte, sind meine Jahre dennoch gezählt. Denn die beiden US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass nicht Sport und gesunde Ernährung für ein langes Leben garantieren.

Besonders alt werden Menschen, die diszipliniert und gewissenhaft sind und ein – Achtung – eher langweiliges Leben führen. Investoren sind diszipliniert und gewissenhaft, doch führen sie angesichts der unruhigen Märkte alles andere als ein langweiliges Leben.

Pessimisten sterben früher

Bemerkenswert an dieser Studie ist ihre Laufzeit. Für die 2 Forscher von der University of California war es wichtig, die Probanden ihr ganzes Leben lang zu begleiten.

Weil dafür ein einzelnes Forscherleben nicht ausreicht, führten die Wissenschaftler einfach eine 1921 begonnene Untersuchung an 1.500 US-Amerikanern weiter.

Nun verfügen sie über Daten, die in über 90 Jahren zusammengetragen wurden. Daraus schlussfolgern sie die zuvor zitierten Ergebnisse. „Sport“ so führen sie zudem aus, „verschiebt kaum das Sterbealter nach hinten“.

Auch verlängert ihrer Meinung nach Optimismus das Leben weniger als vermutet. Dass Pessimisten früher sterben liegt nur daran, dass sie mehr Unfälle und Gewalt gegen sich erleben.

Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass Pessimisten durch ihre Einstellung mehr Unglück und Gewalt auf sich ziehen. Diese Erkenntnis ist für mich nicht wirklich neu. Sie steht schon in der Bibel: „Euch geschehe nach Eurem Glauben“.

Oder wie es einst Max Planck formulierte: „Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so wage ich nach meine Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich …

Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre.“

Vertrauen zerstört

Passt irgendwie zum Euro, oder? Wenn Sie einen 100 Euro-Schein in die Hand nehmen, dann ist dieses Stück Papier keine 100 Euro wert. Den Wert erhält der Schein durch den Geist des Vertrauens.

Solange Sie für diesen 100 Euro-Schein Waren und Dienstleistungen im Wert von 100 Euro erhalten, werden Sie den Kuhhandel eingehen. Droht eine Inflation, werden Sie vorsichtiger oder wechseln ihn sofort in Steine (Immobilien) oder Gold.

Unser aller Bundesfinanzminister, Dr. Wolfgang Schäuble, versprach uns zahlungskräftigen Wählern im Herbst des letzten Jahres, dass es keine nochmalige Ausweitung des Rettungsschirms über das bisher vereinbarte Kreditvolumen hinaus geben wird.

„Eine weitere Aufstockung wäre eine dumme Idee … das macht keinen Sinn“, sagte er in einem Interview.

Wie passt diese seine Feststellung zur jüngsten Forderung „seines“ Unionfraktionschefs Volker Kauder, der eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms von 500 Milliarden auf eine Billion Euro nicht mehr ausschließt? Hier zeigt sich doch, welcher Geist über das deutsche Volk regiert.

Monetäre Brandmauer

Max Plancks obige Feststellung lässt sich in wenige Worte fassen: „Materie folgt Geist“. An diesem Naturgesetz werde ich nicht rütteln.

Als Investor indes sehe ich es anders. Hier folgt Geist Materie. Solange wir uns so geistlos und unverantwortlich vertreten lassen, solange investiere ich nur in Materie, und zwar in handfeste Steine.

Die Tatsache, dass am Wochenende weitere 5 Länder von den US-Ratingagenturen heruntergestuft wurden, verstärkt mein Engagement.

Die Einschüsse kommen immer schneller und näher. Wohl deshalb fordert die Vorsitzende des International Währungsfonds (IWF) von uns Europäern ein noch stärkeres finanzielles Engagement. Damit soll, wie sie sagt, eine Brandmauer errichtet werden.

Es ist an der Zeit, die verdammten Brände zu löschen, statt neue Mauern zu errichten.