von Janne Jörg Kipp

Immobilien-Investments noch rentabler machen: hier die nächsten 3 Hinweise für Alle

Stiften und Rente einnehmen - die Immobilie macht es möglich

Immobilien finanzieren sich aktuell über die Rendite und die niedrigen Zinsen fast von selbst, meint Chefanalyst Janne Joerg Kipp und empfiehlt zusätzlich zwei Vorsorgemodelle.

Baugeld erhalten Sie aktuell immer noch - unter normalen Bedingungen wie einer 60%igen Beleihung etwa - für etwa 4%. Angesichts der aktuellen Preisentwicklungen könnten Sie Immobilien fast komplett kreditfinanziert kaufen und wären abgesichert. Davon raten wir ab, nur: zur Vorsorge brauchen Sie die Beimischung Immobilien. Ich begründe dies - und werde Sie mit weiteren ganz aktuellen Ratschlägen unterstützen.

Preise ziehen deutlich an

Bereits vor einiger Zeit habe ich Ihnen Marktberichte gegeben: die Preise ziehen an. Dies galt vor allem für Wohnimmobilien, auch jenseits der großen “Metropolen” wie München oder Stuttgart allerdings.

Inzwischen stellt sich heraus, dass wie zu erwarten auch die Preise für Büroimmobilien tatsächlich ansteigen. Dies hat sich in ganz Europa dank der etwas anziehenden konjunkturellen Entwicklung in den vergangenen Monaten gezeigt. Der ganze Sektor boomt - und Sie können in der einen oder anderen Form dabei sein. Ich rate dazu sogar.

Immobilien als Beimischung jetzt wichtig - in allen Formen

Sie haben die Entwicklung an den Wirtschafts- und Finanzmärkten der vergangenen Wochen mitbekommen. Unter Anderem habe ich auch hier kommentiert, was in den USA und in Europa derzeit passiert. Die Freude unter Analysten ist regelmäßig groß, wenn tatsächlich neue Schulden gemacht werden können.

Das bedeutet dann in jedem einzelnen Fall, das neue Anleihen herausgegebenund platziert werden. Dies ist der Mechanismus des Gelddruckens, der die Inflation vorantreibt.

Inflation bedeutet im ursprünglichen Sinne einfach nur eine deutlich erweiterte Geldmenge, der weniger Waren - relativ - gegenüberstehen. Dies müssen Sie nicht sofort an der Preisentwicklung sehen.

Offiziell ist noch alles im grünen Bereich

Aktuell haben wir in der Eurozone eine Inflationsrate von offiziell 2,7%. Diese ist um einige Verfahrenstricks geschönt, aber schon recht hoch. Die Zielgröße der EZB, der europäischen Zentralbank, liegt bei 2%. Seit Monaten versucht sie bereits, dieser Zielgröße wieder näher zu kommen. Bis dato vergeblich.

In den USA steigt die so genannte inoffizielle Inflationsrate eines Datenanbieters auf weit über 10%. Dies entspringt einer einfachen Überlegung: er wendet die Verfahren und Vorgaben an, die bereits 1980 gegolten haben. Damit legt er alle Änderungen ab, die von der Bürokratie selbst kommen.

Diese hat die Inflationsrate nach unten geschraubt, indem neue Produkte wie Computer einfach nicht zu deren Preisen, sondern “Als-Ob-Werten” berechnet werden. Höhere Preise mit höherer Leistung werden rechnerisch heruntergenommen. Dieses Verfahren lässt sich natürlich nicht kontrollieren und ist daher Manipulationsinstrument erster Güte.

Inflation steigt - die Mischung macht es

Sie sehen aber bereits, dass und wie die Inflation steigt. In Europa wie auch in den USA. Selbst in China ist die Inflation inzwischen ein großes Thema, wenngleich es die dortige Zentralbank besser im Griff hat als die amerikanische. In China steigen die Zinsen in kleinen Schritten bereits.

Die Inflation hält auch Indien, ein nächstes wachsendes Schwellenland, aktuell fest im Griff. Dort lässt sich die Perisentwicklung nicht mehr durch bürokratische Tricks verschleiern. Etwa 7% bis 9% Kaufkraftverlust muss die dortige Bevölkerung hinnehmen.

Kurz: überall steigen die Preise, entwertet sich das Geld. Daher empfehle ich für Ihre mittel- und langfristige Vorsorge, auf jeden Fall auch Sachwerte in Ihr Vermögen aufzunehmen. Konkret sind dies Aktien, Edelmetalle, Rohstoffe in verschiedenen Investmentformen sowie Immobilien. Die Mischung zwischen diesen Sachwerten macht Ihre perfekte Vorsorge aus.

Immobilien: Anteil in Deutschland muss noch steigen

Immobilien sind dabei der Klassiker in privaten Vermögen. Zumindest gilt dieser Satz in erster Linie für das Ausland, in dem die eigene Immobilie einen höheren Stellenwert als bei uns in Deutschland hat.

Hier haben wir erst eine Eigentumsquote von 41%, mehr als die Hälfte der Bevölkerung wohnt zur Miete. Daher sind Immobilien noch unterrepräsentiert mit zwei Folgen, die sich auch für Sie direkt ergeben:

Immobilien gehören angesichts der Geldflut in Ihr Vermögen. Und: Die Nachfrage nach Immobilien wird dank der Unterpräsentation in Deutschland weiter zunehmen. Niedrige Zinsen und die Unterversorgung werden dafür sorgen.

Welches die richtige Form ist, bleibt Ihnen und Ihrer sonstigen Vermögensgestaltung überlassen. Bei jedem Investment werde ich Sie unterstützen - wie im “Neuen Deutschen Geldanlagebrief”.

Hilfe im Bau: hier die Warnung

Zur Unterstützung zählen - leider - auch Warnungen. Gerade am Immobilienmarkt gibt es a) viele Betrüger, b) falsche Beratungen, die einzelne Investitionen immer wieder zu Verlusten gebracht haben. In Ihrem Bekanntenkreis wird Ihnen der ein oder andere das berühmte “Liedchen davon singen” können.

Eine der aktuellen Warnungen betrifft Versicherungen zur Baufertigstellung oder so genannte Baugewährleistungsversicherungen. Damit versichern Sie sich als Bauherr gegen die ausbleibende Fertigstellung eines Baus. So jedenfalls der erste Eindruck, der aber täuscht.

Nur, wenn ein Bauunternehmer tatsächlich Insolvenz anmeldet, greift diese Versicherung zu Ihren Gunsten. Noch nicht einmal auf die Gewährleistung zugesagter Eigenschaften können Sie sich bei diesen Versicherungen verlassen.

Umkehrung: Bauunternehmer setzt sich gegen Sie durch

Die “Baugewährleistungsversicherung” ist eine Versicherung, die Bauunternehmer wiederum selbst abschließen. Damit versichern diese sich gegen Sie und Ihre Ansprüche. Im Zweifel sind Sie bei vielen Neubauprojekten in der schlechteren Situation. Oft etwa bei fehlerhaften Isolationen, dadurch auftretenden Schimmel und ähnliche Prozesse, die nachweislich die Rendite sofort zerstören.

Der Tipp dazu: Bevor Sie einen Bauunternehmer mit der Fertigstellung eines Baus beauftragen, lassen Sie sich alles in Form einer Bürgschaft absichern. Diese Bürgschaft greift und zahlt, sobald Ihre Ansprüche gegen einen beispielsweise insolventen oder unwilligen Bauunternehmer rechtlich durchsetzbar sind.

Die Bürgschaft hilft daher besonders dann, wenn ein Bauunternehmer wegen der Insolvenz oder aus Organisationsgründen gar nicht leistet. Auch dies passiert oft, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiß.

Verrentung der eigenen Immobilie

Wollen Sie trotz dieses möglichen Ärgers eine eigene Immobilie neu bauen, ergeben sich daraus für die Vorsorge direkt Vorteile. Sie können die eigene Immobilie verrenten. Zwei Modelle dazu sind:

die so genannten “Umkehrhypothek” sowie ein Stiftungsmodell. Bei der “Umkehrhypothek” leihen Sie sich faktisch einfach einen Betrag - also die Rente. Ab dem 60. Lebensjahr, so das Angebot der “Investitionsbank Schleswig-Holstein”, erhalten Sie einen solchen Kredit in monatlichen Raten.

Die Rückzahlung wird durch Ihre Immobilie - und gegebenenfalls Erbschaften darauf - gesichert. Der Wert dieses Kredits ergibt sich aus dem geschätzten Immobilienpreis und dem Lebensalter. Hier zahlt der Anbieter so lange, bis das “statistische Durchschnittsalter” erreicht ist.

Kreditrückzahlung verschoben

Wenn Sie Monat für Monat diese Rente bis zum Erreichen des statistischen Lebensalters erhalten, müssen Sie noch keine Rückzahlung fürchten. Diese setzt erst fünf Jahre nach dem Erreichen dieses Durchschnittswertes an.

Selbst wenn bei einem Ehepaar einer der beiden Partner stirbt, passiert nichts: Der andere Partner bezieht weiterhin die genannte Rente. Renten in Höhe von knapp 300 Euro sind so selbst bei einer “nur” 180.000 Euro drin.

Eine Alternative ist in Krefeld möglich. Dabei stiften Sie Ihr Haus “sofort” und erhalten eine Rendite, ebenfalls der Höhe nach bewertet aufgrund des Immobilienwertes und Ihres Lebensalters. Neben der Rente ist Ihnen dabei unabweisbares Wohnrecht zugesichert - über das Grundbuch.

Meine Empfehlung: allein diese beiden Modelle zeigen, wie attraktiv eine Immobilie als Vorsorge-Modell im Einzelfall sein und werden kann. Vor allem dann, wenn künftig zusätzlich die Geldentwertung Sparguthaben sowie Lebensversicherungen regelrecht vernichten wird.

Nutzen Sie daher Immobilien als Vorsorge-Modell. Ich werde Sie hier regelmäßig unterstützen - auch mit Vorschlägen zu kleineren Lösungen wie “Fonds”. Versprochen. So können Sie Ihre Immobilien-Investments je nach eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten noch rentabler machen. Meine nächsten Hinweise folgen in wenigen Tagen.

Wer offene Immobilienfonds besitzt, kann sich aktuell über eine kleine Marktberuhigung freuen. Mit dem “UniImmo” öffnet der erste größere Fonds wieder. Im “Neuen Deutschen Geldanlagebrief” aber empfehle ich weiterhin ausschließlich den “HausInvest”.

 
 
Bildquelle: m.schuckart - Fotolia

Autor:

Janne Joerg Kipp

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage. Aktuelle Hinweise und Empfehlungen zur Vorsorgeoptimierung erhalten Unternehmer und Entscheider im kostenlosen Newsletter Wirtschaft Vertraulich.