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Immobilien-Kauf vom Bauträger: Was wissen Käufer?

Aus anwaltlicher Sicht ist es sehr erstaunlich, was eine Studie eines Münchener Bauträgers kürzlich zu Tage gebracht hat.

Käufer von Immobilien, die eine Immobilie vom Bauträger kaufen, kennen ihre Rechte nur unzureichend.

Aber nicht nur aus anwaltlicher Sicht, auch aus Sicht jedes Verbrauchers ist das doch ein wichtiges Warnsignal.

Wie gut kennen Sie nach eigener Einschätzung die Rechte & Pflichten eines Bauträgers? (Stichprobe Deutschland)

  • Gar nicht: 12,2 Prozent
  • Schlecht: 20,8 Prozent
  • Weniger gut: 35,4 Prozent
  • Teils/teils: 24,5 Prozent
  • Gut: 4,7 Prozent
  • Sehr gut: 1,7 Prozent

Das ernüchternde Ergebnis: 6,5% der Kunden glauben, die Rechte und Pflichten eines Bauträgers zu kennen.

Die Kehrseite: 93,5% kennen weder ihre eigenen Rechte noch die Rechte und Pflichten eines Bauträgers unzureichend.


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Informieren, informieren, informieren

Was können wir daraus schließen? Kunden, Interessenten für den Erwerb einer Wohnung oder eines Hauses vom Bauträger müssen sich selbst besser informieren.

Wann müssen die Raten überwiesen werden? Was passiert, wenn sich der Einzug verzögert? Darf das fertige Haus anders aussehen als in der Broschüre?

Die allermeisten Interessenten sind sich bei der Beantwortung dieser Fragen nicht sicher.

Das hat eine Online-Studie des Bauträgers Concept Bau GmbH unter insgesamt 600 Teilnehmern ergeben. Die Autoren der Studie haben noch einige weitere wichtige Details bekannt gegeben.

Männer trauen sich etwas mehr zu als Frauen. Auch ältere Befragte und Münchner meinen, bei den Bauträgerrechten, etwas besser im Bild zu sein.

Ein Lichtblick

Dass man sich wirklich informieren kann und sich Fachwissen aneignen kann, das zeigen die Ergebnisse der Umfrage ebenfalls.

Denn diejenigen Befragten, die schon selbst eine Immobilie erworben haben, glauben, dass sie sich wirklich etwas besser auskennen.

Wie gut kennen Sie nach eigener Einschätzung die Rechte & Pflichten eines Bauträgers? (Stichprobe Deutschland, Immobilienbesitzer)

  • Gar nicht: 7,7 Prozent
  • Schlecht: 10,3 Prozent
  • Weniger gut: 29,3 Prozent
  • Teils/teils: 39,6 Prozent
  • Gut: 9,4 Prozent
  • Sehr gut: 3,4 Prozent

Hier sind es also immerhin 12,8%, die meinen, dass sie sich gut oder sehr gut mit den Rechten und Pflichten der Bauträger auskennen.

Wie informieren?

Wie können sich Kunden informieren?

  1. Schon bei der Auswahl des Bauträgers Fragen stellen, wie reagieren die Mitarbeiter auf die Fragen des Kunden? Gibt es die Bereitschaft, sich mit dem Kunden auseinander zu setzen? Werden die Fragen umfassend erläutert? Werden die Fragen leichtfertig abgewiesen? Daraus lassen sich für Verbraucher wertvolle Erkenntnisse gewinnen.
  2. Baubeschreibung lesen, alle Informationen aus der Baubeschreibung auswerten
  3. Vertrag mit dem Bauträger umfangreich erläutern lassen, beim Bauträger selbst nachfragen und Inhalt des Vertrages erläutern lassen
  4. Schwierige Fragen, wie z.B. die Rechte im Fall, dass das spätere Haus/die Wohnung in der Ausführung von der Baubeschreibung abweichen, sich vom Bauträger erklären lassen
  5. Wenn Fragen offen bleiben, im Zweifel Rat eines Experten suchen, Verbraucherzentralen, Rechtsanwälte, aber auch bestimmte Verbände können als Ratgeber angesprochen werden, auch Immobilienmakler oder Bausachverständige können wichtigen Rat geben, wenn es um Erfahrungen bei Kauf einer Immobilie geht
  6. Rücksprache bei der Bank, die finanzierende Bank kann wichtige Hinweise geben, ob es Diskrepanzen in dem Vertrag gibt, die später zu Verzögerungen führen können
  7. 14-Tages-Frist der Vorlage des Notarvertrages ausnutzen, Fragen prüfen, evtl. Rückfrage beim Notar nehmen, wenn eine Formulierung aus dem Vertrag unklar ist, auch im Notartermin selbst können diese Fragen noch gestellt werden
  8. Auf Versicherungen des Bauträgers, Gewährleistung, Insolvenzsicherung, Sicherung der Anzahlung und der bezahlten Raten achten

Für die Verbraucher und Kunden von Bauträgern ist der Kauf vom Bauträger eine Herausforderung. Für Bauträger und Immobilienmakler ist es eine Pflicht, ihre Kunden über Vertragsinhalte, Rechte und Pflichten besser zu informieren.

6. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.