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Immobilien: Vermietung Garagen und Stellplätze

Wenn Sie eine Wohnung oder eine Gewerbeeinheit vermieten, ist damit häufig auch die Überlassung einer oder mehrerer Garagen oder Stellplätze verbunden.

Dadurch verbessern Sie die Vermietungschancen und erhalten oft auch eine höhere Miete. Wenn Sie Gewerbeflächen vermieten ist es in vielen Fällen sogar notwendig, dass Parkmöglichkeiten für Kunden und Besucher vorhanden sind.

Vertragsfreiheit bei der Garagen- und Stellplatzvermietung

Viele Vorschriften des Wohnraummietrechts sind für Sie als Vermieter zwingend. Sie können deshalb zum Beispiel nur unter bestimmten, im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) genau geregelten Voraussetzungen im Mietvertrag vereinbaren, dass das Mietverhältnis zum Ablauf einer bestimmten Mietzeit ohne Kündigung endet (Zeitmietvertrag).

Dagegen gibt es keine besonderen gesetzlichen Vorschriften für die Vermietung von Garagen und Stellplätzen. Es gelten hier, ähnlich wie bei der Vermietung von Gewerberäumen, nur die allgemeinen Bestimmungen des Mietrechts.

Besonderheiten bestehen für Sie als Eigentümer einer Immobilie nur, wenn im jeweiligen Einzelfall ein einheitliches Mietverhältnis, etwa für eine Wohnung und eine Garage vorliegt (mehr dazu im Folgenden).


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Der Grundsatz der Vertragsfreiheit bei der Vermietung von Garagen und Stellplätzen ermöglicht Ihnen somit mehr Möglichkeiten für eine ertragreiche Bewirtschaftung Ihrer Immobilie.

In der Praxis gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten zur Überlassung von Garagen und Stellplätzen, die mit unterschiedlichen Rechtsfolgen verbunden sind.

Auch gilt, dass die Vermietung von Garagen und Stellplätzen mit Hinblick auf die Kosten durchaus ambivalent ist: Es fallen Betriebskosten an, gleichzeitig aber ergeben sich auch Steuervorteile.

Betriebskosten für Garagen und Stellplätze

Ihr Mieter ist nur zur Zahlung von Betriebskosten für eine Garage oder einen Stellplatz verpflichtet, wenn eine entsprechende konkrete Vereinbarung im Mietvertrag getroffen worden ist. Ansonsten sind mit der Garagen- oder Stellplatzmiete auch anfallende Betriebskosten abgegolten.

Sie haben wie bei der Vermietung von Wohn- und Gewerberaum die Möglichkeit, mit dem Mieter zu vereinbaren, dass sich die Garagenmiete aus einer Grundmiete und den anfallenden Betriebskosten zusammensetzt.

Für die Betriebskosten können Sie auch eine Pauschale festsetzen. Wenn der Mieter Vorauszahlungen auf die anfallenden Betriebskosten zu leisten hat, müssen Sie eine Betriebskostenabrechnung erstellen.

Praxis-Tipp: Wenn Sie zum Beispiel nur eine oder wenige Garagen vermieten, ohne dass die dafür anfallenden Betriebskosten zu einem Objekt mit vermieteten Wohnungen gehören, sollten Sie nach Möglichkeit eine ausreichende Pauschale vereinbaren, um den mit der Betriebskostenabrechnung verbundenen Aufwand zu vermeiden.

In größeren Objekten ist jedoch aus Gründen der Transparenz gegenüber den Mietern zu empfehlen, auch die auf Garagen und Stellplätze anfallenden Betriebskosten konkret abzurechnen.

Steuervorteile durch die Garagen- und Stellplatzvermietung

Ihre Einnahmen aus der Vermietung von Garagen und Stellplätzen müssen Sie als Einkünfte aus der Vermietung und Verpachtung in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben. Alle Ausgaben, die mit dieser Vermietung zusammenhängen, können Sie als Werbungskosten Steuer mindernd geltend machen.

Anschaffungskosten für eine Garage sind ebenfalls Werbungskosten. Bei einer üblichen Nutzungsdauer von 20 Jahren ist es möglich, jährlich 5% der Anschaffungskosten linear abzuschreiben.

22. Mai 2006

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.