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Immobilienfonds-Anteile verkaufen: Es ist Weitsicht gefragt

Wer als Privatanleger in Immobilien investieren möchte, muss nicht direkt eine Eigentumswohnung oder ein Haus kaufen. Immobilienfonds bieten eine interessante Alternative und sind nach dem selbstgenutzten Wohneigentum die wohl beliebteste Immobilienanlage. Einen herben Rückschlag musste die Branche in der Finanzkrise ab 2008 hinnehmen, als viele Immobilienfonds unter Druck gerieten.

Mehr zum Thema: Wirtschaftskrisen: Die Immobilienblase und Finanzkrise

Das Vertrauen der Anleger wurde zwar auf eine harte Probe gestellt, doch es wurde nicht vollends zerstört: Offene Immobilienfonds sind weiterhin eine beliebte Form der Kapitalanlage. Gerade als Privatanleger sollte man sich der Bedingungen und auch Risiken bewusst sein, die man mit einer solchen Investition eingeht. Besonders ein kurzfristiger Verkauf von eigenen Anteilen ist nicht immer problemlos möglich.

Funktionsweise und Vorteile von offenen Immobilienfonds

Grundsätzlich funktionieren offene Immobilienfonds so, dass die Fondsgesellschaft überwiegend in Gewerbeimmobilien investiert und durch Mieteinnahmen und Wertsteigerung Erträge erwirtschaftet.


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Mehr zum Thema: Offene Immobilienfonds: Chancen und Risiken auf einen Blick

Ein Teil des Geldes muss allerdings auch in schnell verfügbare Anlagen investiert werden. Das liegt daran, dass Anleger ihre Fondsanteile zurückgeben können und ausgezahlt werden müssen. Für einen solchen Fall ist es wichtig, dass die Fondsgesellschaft über ausreichend liquide Mittel verfügt und nicht gezwungen ist, sich Fremdkapital zu beschaffen oder Immobilien zu verkaufen.

Seit dem Inkrafttreten des neuen Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) hat sich bezüglich der Rückgabe von Fondsanteilen jedoch einiges geändert, was für interessierte Anleger von großer Bedeutung sein kann.

Immobilienfonds verkaufen: Mindesthalte- und Kündigungsfrist beachten

Um zu verhindern, dass Anleger in einem zu kurzen Zeitraum zu viel Kapital aus Immobilienfonds abziehen, hat der Gesetzgeber neue Regelungen geschaffen. Seit dem 22. Juli 2013 gelten deshalb Mindesthalte- und Kündigungsfristen, bei denen es keinen Freibetrag – wie er zuvor noch üblich war – mehr gibt. Das bedeutet für neue erworbene Fondsanteile, dass diese mindestens 24 Monate lang gehalten werden müssen. Erst dann nimmt die Fondsgesellschaft die Anteile zurück. Zudem ist eine Kündigungsfrist von 12 Monaten zu beachten.

Kauft ein Anleger also beispielsweise am 1. Dezember 2013 Anteile an einem offenen Immobilienfonds und entscheidet sich schon am nächsten Tag wieder für einen Verkauf, so gelten hier die neuen Regeln. Eine Kündigung ist zwar bereits sofort möglich, doch die Rücknahme erfolgt dann erst am 1. Dezember 2015, also nach Ablauf der Mindesthaltefrist.

Alternative: Verkauf an der Börse

Ist ein Anleger kurzfristig auf das Geld aus seinen Fondsanteilen angewiesen, bleibt noch die Möglichkeit eines Verkaufs an der Börse. Dies sichert ein gewisses Maß an Flexibilität, die durch die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen natürlich stark beschnitten wurde. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass sich der Preis natürlich aus Angebot und Nachfrage ergibt. So müssen Anleger hier mitunter große Abschläge gegenüber dem Nettoinventarwert hinnehmen.

Aus diesem Grunde ist es ratsam, offene Immobilienfonds als langfristiges Investment zu betrachten. Ein vorzeitiger Verkauf kann mit zu hohen Verlusten einhergehen. Beachtet man diese Besonderheiten und wählt einen entsprechenden Fonds sorgsam aus, kann ein offener Immobilienfonds aber durchaus passender Bestandteil einer Anlagestrategie sein.

20. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.