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Immobilienfonds: Europa mit neuen Gesetzen nach der Krise

Immobilienfonds sind nach wie vor populär in Deutschland. Privatanleger können sich so mit vergleichsweise wenig Kapital an einer Immobilie beteiligen. Immobilien in guter Lage versprechen stabile Erträge und gelten als vergleichsweise sichere Anlage.

So funktionieren die Fonds: Kapitalanlagegesellschaften investieren das Kapital der Anleger in Immobilien, die hohe Mieteinnahmen bzw. Erträge versprechen. Nach Abzug der Bewirtschaftungskosten und anderer Aufwendungen wird der verbleibende Gewinn in der Regel an die Anteilseigner ausgeschüttet.

Dabei ist zwischen zwei Arten von Immobilienfonds zu unterscheiden: Geschlossene Immobilienfonds, die nur in bestimmte Objekte investieren, sowie offene Immobilienfonds, die sich nicht auf ein einziges Objekt beschränken.

Immobilienfonds in Europa weiterhin in der Krise

Zwar hatten viele Immobilienfonds in Europa in den letzten Jahren hohe Mittelzuflüsse verzeichnet, viele offene Immobilienfonds kämpfen aber nach wie vor mit den Folgen der Finanzkrise aus dem Jahr 2008.


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Damals hatten Anleger binnen kurzer Zeit viel Kapital aus den Fonds abgezogen, was viele Immobilienfonds in Schwierigkeiten brachte. Der Grund: Immobilien lassen sich nicht so schnell verkaufen wie etwa Aktien. Dies hatte Liquiditätsprobleme zur Folge, wodurch einige Immobilienfonds eingefroren sind oder inzwischen abgewickelt werden.

Die Abwicklung offener Immobilienfonds in Europa trifft die Anleger gleich doppelt. Die Fonds haben 3 Jahre Zeit, ihr Immobilienportfolio zu verkaufen, ansonsten geht das Sondervermögen an eine Depotbank.

Bei diesem Vorgang wird Grunderwerbssteuer fällig, wodurch viele Immobilienfonds gezwungen sind, Millionenbeträge zurückzustellen. Darüber hinaus wirkt sich der Zeitdruck negativ auf die Preise aus. Durch die starre Frist müssen Fondsmanager Immobilien immer wieder verramschen.

Wird ein Immobilienfonds in Europa eingefroren oder befindet sich in der Abwicklung, kann der Anleger seine Fondsanteile nur über die Börse veräußern. Allerdings muss er dabei mit hohen Abschlägen von etwa 20% bis 40% gegenüber dem von der Fondsgesellschaft ermittelten Preis rechnen.

Neue Gesetze sollen Privatanleger besser schützen

Neue Gesetze sollen Privatanleger und die Branche besser schützen. Neuanleger, die Anteile an offenen Immobilienfonds erwerben, müssen mit einer zweijährigen Mindesthaltedauer rechnen. Auch die Möglichkeit, wonach Fondsanteile in unbegrenzter Höhe täglich an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden können, gibt es so nicht mehr.

Für Investitionsbeträge über 30.000 € gilt eine einjährige Kündigungsfrist. Unabhängig von der Haltefrist dürfen sich Anleger allerdings 30.000 € pro Kalenderjahr auszahlen lassen. Durch diese Neuregelungen soll verhindert werden, dass viele Anleger gleichzeitig ihre Anteile zurückgeben und die Branche so erneut in die Krise stürzen.

Immobilien in Europa bergen nicht nur Chancen, sondern auch Risiken

Zwar sind viele Probleme im Zusammenhang mit offenen Immobilienfonds in Europa behoben worden, dennoch sollte sich der Anleger vorher genau im Verkaufsprospekt über die Anlage informieren. Finanzexperten raten zu einem Blick auf die Liquiditätsquote. Diese gibt an, wie viele Mittel gegebenenfalls für die Rückgabe von Anteilen zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus sollte man als Privatanleger nicht das gesamte Kapital in einem Immobilienfonds investieren, sondern sein Investment streuen. Zudem gelten Immobilienfonds als langfristige Kapitalanlage und sind damit eher für Anleger interessant, die einen Horizont von mehr als 3 Jahren ins Auge fassen.

2. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands