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Immobilienkauf: Honorarberatung in der Wohnungswirtschaft

Gerade für den Laien ist es oft schwierig zu durchschauen, was sich hinter der Fachterminologie von Notaren, Maklern, Steuer – oder Bankberatern verbirgt oder wie sie deren Leistung in Qualität und Wert einschätzen sollen.

In vielen Bereichen der Vermögensplanung ist die Honorarberatung eine Alternative.

Ein Modell, das sowohl für Sie als Kunden als auch für die modernen Dienstleister einige Vorteile bringt.

Honorarberatung versus Provision bei Kaufabschluss

Wir gehen grundsätzlich einmal davon aus, das wir nur redliche Dienstleister kennen, ebenso nur mit redlichen Kunden zu tun haben, auch wenn die Realität vielfach anders aussieht.

Als Kunde erhalten Sie von allen Dienstleistern umfangreiche Beratung als Vorleistung auf einen eigentlichen Vertragsabschluss. Für die Rechts- und Steuerberatenden Berufe ist es dabei selbstverständlich, dass diese Beratung nach Stunden abgerechnet wird, ebenso bei Architekten.

Es liegt auf der Hand: Würde Ihr Anwalt nur vergütet, wenn er einen Prozess für Sie gewinnt, so wäre er praktisch aus Gründen der eigenen Überlebensfähigkeit gezwungen, Ihnen einen Prozess zu empfehlen und für Sie zu führen. Das ist nicht unbedingt sachdienlich. In den USA ist dieses Modell neben dem zweiten, das ich Ihnen vorstelle, gängig.

Eine zweite Variante ist ein Honorar für die Grundberatung und eine Provision im Erfolgsfall. Im amerikanischen Anwaltssystem ist das die etablierte Variante, es geht immer darum den besten Vergleich auszuhandeln.


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Für den deutschen Makler könnte das theoretisch genauso aussehen. Doch leider funktioniert es nicht, weil in Deutschland überwiegend der Teilnehmer den Makler vergütet, der auf der anderen Interessenseite steht. (Wobei  Innenprovisionen langsam stärker vertreten sind.)

In Portugal z. B. handeln der Makler des Käufers und der Makler des Verkäufers einen Deal aus und jeder wird von seinem Auftraggeber bezahlt.

Auch in der Unternehmensberatung haben Sie regelmäßig ein zwei stufiges Vergütungsmodel aus Stunden- bzw. Tagessatz und prozentualer Beteiligung um Erfolg. Diese Model eignet sich auch für Immobilien Investments.

Sie zahlen einmal für die Beratung, wie Ihr ideales Portfolio aufgestellt sein sollte sowie eine anteilige Provision für einen besseren Einkauf, als am Markt üblich.

Ein Vergleich:

Wir gehend davon aus, dass Ihr Honorarberater aufgrund seiner Ausbildung und Expertise einen Stundensatz von 180 € berechnet und damit unter den Sätzen eines Anwaltes oder Steuerberaters liegt.

Eine Eigentumswohnung soll 100.000 € kosten. Ein Makler  nimmt eine Vermittlungsprovision von 7%. Die Immobilie hat eine Rendite von 4%. Sie als Käufer zahlen 107.000 € für einen 4%er, falls sie einen Kaufvertrag schließen. (zzgl. der übrigen Nebenkosten) Die Preisvorgabe kommt vom Verkäufer, der den Makler beauftragt hat.

Eine Eigentumswohnung im Wert von 100.000 € bei 4% wird von Ihrem Honorarberater für Sie zu 80.000 € eingekauft.

Die Rendite erhöht sich dadurch per anno auf 5%, Sie haben einen direkten Vorteil von 20.000 €. Hiervon erhält der Honorarberater 30%, also etwa 6.670 € für dem Fall, dass ein Kauf erfolgt sowie ein Vergütung gemäß abgerechneter Stunden, z. B. 25 Stunden. Die Kosten seiner Tätigkeit liegen dann bei insgesamt 11.170 €.

Aus Kundensicht:

In Variante A zahlen Sie 107.000 € und erhalten Informationen die auf eine Motivation zum Kauf hinarbeiten, da der Makler auf den Verkauf angewiesen ist. In Variante B zahlen Sie 91.170 € . das Objekt wurde objektiv von Ihrem Fachmann in Ihrem Sinne recherchiert und verhandelt.

Entscheiden sich die Käufer gegen das Investment, obwohl es die vorab definierten, objektiven Kriterien erfüllt, wird dennoch ein Honorar fällig.

Dieses beläuft sich bei einem typischen Aufwand von ca. 25 Stunden je Objekt auf 25 x 180 € = 4.500 €. Dieser Aufwand wird selbstverständlich offen gelegt, wie Sie das auch bei einem Steuerberater oder Rechtsanwalt kennen. (Die MwSt. wurde in den Beispielen nicht berücksichtigt).

Mein Tipp: Setzen Sie auf unabhängige Beratung und scheuen Sie sich nicht, diese auch zu vergüten. Der Preis ist selten das Maß der Dinge und auch wenn Ihnen 180 € pro Stunde hoch vorkommen, bedenken Sie was dahinter an Ausbildung und Erfahrung steht.

Und noch mehr: Was Ihnen dieser kleine Aufwand am Anfang über die Laufzeit Ihres Investments an Vorteilen bringt. Sie wissen ja, wichtig ist, was hinten rauskommt.

7. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.