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Immobilienmarkt: Die Zahl der Single-Haushalte steigt drastisch

Die schwindende Zahl der Einwohner in Deutschland allein sagt noch nichts über die tatsächliche Wohnraumnachfrage aus.

Entscheidend ist der Wohnflächenbedarf pro Person.

Hier ist eine Erkenntnis der Soziografie von Bedeutung:

Die Zahl der Single-Haushalte nimmt laufend zu und wird voraussichtlich noch weiter zunehmen.

Davon geht auch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden aus.

Trend: Mehr Singles, mehr arbeitsbedingte Mobilität

Dieser Trend hat zwei wesentliche Ursachen:

Grund 1: Mehr Single-Haushalte

Es gibt mehr Singles und damit auch mehr Single-Haushalte. Hohe Scheidungsquoten untermauern diese Prognose:

Die Zahl der Scheidungen pro Jahr macht aktuell etwa die Hälfte der Eheschließungen aus und ist damit in den letzten Jahren auf ein höheres Niveau gestiegen denn je, auch wenn die Scheidungsquote aktuell wieder eine leicht rückläufige Tendenz aufweist.


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Grund 2: Mehr Zweitwohnsitze

Die moderne Arbeitswelt macht einen hohen Grad an persönlicher Mobilität nötig. Folglich nimmt die Tendenz bei Paaren zu, eine Wochenendbeziehung zu unterhalten.

So gibt es viele Familien, bei denen etwa der Vater sich während der Arbeitswoche eine kleinere Wohnung in der Stadt genommen hat, in der er arbeitet.

Am Wochenende kehrt er dann an den Hauptwohnsitz der Familie zurück. Auch bei Paaren gibt es die Tendenz zur Fernbeziehung, und auch hier ist die Arbeit die Ursache.

Das bedeutet: Viele Paare beziehungsweise Familien unterhalten neben dem Hauptwohnsitz noch eine zweite Wohnung, die ausschließlich der Unterbringung am Arbeitsort dient. Für solche Zweitwohnungen genügt oft eine einfachere Austattung.

Pendler geben sich beispielsweise oft mit einer Pantry- statt einer Einbauküche (Pantryküche = Schrankküche) zufrieden.

Die Menschen brauchen mehr Platz

Aktuell gibt es in Deutschland etwa 40 Millionen Haushalte. Die Tendenz ist steigend. So prognostiziert etwa die Bundeszentrale für politische Bildung: „Die Zahl der Haushalte [steigt] sehr viel schneller an […] als die Zahl der Bevölkerung.“ Zu den Zahlen:

Die „Single-Quote“ liegt bei 38,8%

Aktuell liegt der Anteil der Ein-Personen-Haushalte in Deutschland bei 38,8%. Im Jahr 1995 betrug der Anteil der Single-Haushalte 35,9% und im Jahr 1972 in Westdeutschland lediglich 26,2%. Knapp 40% aller Haushalte in Deutschland waren 2008 bereits Single-Haushalte.

Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass der Anteil der Single-Haushalte im Jahr 2025 in Westdeutschland sogar bei 40,0% liegen wird, in Ostdeutschland bei 40,4%.

In den Städten ist zudem die Tendenz allein zu leben noch deutlicher als auf dem Land: In den Stadtstaaten wie Hamburg wird der Anteil dann sogar bei 54,5% liegen.

Auch in anderen Großstädten wie München, Köln oder Berlin werden voraussichtlich über 50% der Haushalte Single-Haushalte sein.

Gleichzeitig steigt der Wohnflächenbedarf pro Kopf. Aus 2-Zimmer-Wohnungen werden bis zum Jahr 2030 mehr und mehr 3- bis 4-Zimmer-Wohnungen. Genaue Schätzungen verbieten sich allerdings, da auch der Zuzug aus Krisenregionen diese Zahl beeinflussen wird.

Was das für Sie als Immobilieneigentümer bedeutet

Der erhöhte Bedarf an Single-Haushalten wirkt sich unmittelbar auf die Preise von Wohnimmobilien aus. Je mehr Haushalte in unserer modernen Welt erforderlich sind, desto größer ist die Nachfrage nach Bestandsimmobilien – das ist eine logische Konsequenz, die aber von Immobilien-Skeptikern viel zu wenig beachtet wird.

Kleinere Objekte bevorzugen

Berücksichtigen Sie jedoch diese Tendenz bei der Frage, ob Sie lieber in ein Haus oder in eine Wohnung investieren und ob es ein großes Mietobjekt oder doch eher eine kleine Immobilie sein soll.

Wenn Sie die Wahl haben, gilt: Als Vermieter sollten Sie kleinere Objekte bevorzugen. Dies besonders, wenn Ihre Immobilie in einer Ballungsregion angesiedelt ist.

Gleichzeitig sollten Sie auch berücksichtigen, dass – wie oben erläutert – der Wohnflächenbedarf pro Kopf voraussichtlich steigen wird.

Wenn Sie bereits größere Wohnungen im Bestand haben, teilen Sie diese in weniger Räume auf. So werden sie einem Single-Haushalt besser gerecht.

17. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.