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Immobilienpreisindexe im Vergleich: IMX vs. Immo-Index

Der IMX ist der Immobilienpreisindex des Internetportals Immobilienscout24. Dieser Index wird einmal pro Monat veröffentlicht.

Grundlage: Angebotspreise

In den IMX fließen weder Transaktionspreise getätigter Immobilienverkäufe noch Wertermittlungen gemäß Gutachten ein. Vielmehr bilden die Angebotspreise für Wohnimmobilien die Grundlage der Indexberechnung.

Erfasst werden alle Immobilienanzeigen, die auf der Internetplattform des Betreibers eingestellt wurden. Rund 150.000 neue Immobilienangebote werden nach Angaben von Immobilienscout24 pro Monat auf die Plattform gestellt.

Auch der IMX ist ein hedonischer Index, bei dem der Preiseinfluss von Lage, Zustand und Ausstattung der Immobilien rechnerisch ausgeklammert wird.

Zwei Unterindizes für den IMX

Der IMX wird in zwei verschiedenen Varianten berechnet. Das sind:

  • der IMX Wohnhäuser für Doppel-, Reihen- und Einfamilienhäuser
  • der IMX Wohnungen für Eigentumswohnungen

Zwar ist die Datenbasis gut, und die hedonische Berechnung spricht für eine objektive Ermittlung der Immobilienpreise. Die Schwachstelle dieses Immobilienindex ist jedoch die Berechnung aus Angebotspreisen.


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Die Preisvorstellungen, die ein Makler oder privater Hausverkäufer auf der Internetplattform eingibt, können erheblich von dem abweichen, was der Käufer später tatsächlich für die betreffende Immobilie zahlt.

IMX nur bedingt verwendbar

Der IMX ist zur Beobachtung des Immobilienmarkts nur bedingt geeignet. Beim IMX ist also Vorsicht angebracht.

Immobilienindex der Deutschen Börse (Immo-Index)

Auch die Deutsche Börse AG veröffentlicht einen Immobilienindex, der sich täglich ändert. Er wird kurz „Immo-Index“ genannt.

Datenbasis: Aktienkurse von Immobilien-AGs

Grundlage dieses Index sind keine Immobiliendaten sondern Aktienkurse. Im Immo-Index sind die 10 wichtigsten Unternehmen aus dem Immobiliensektor im deutschsprachigen Raum notiert, also Firmen aus Deutschland, aus der Schweiz und aus Österreich.

Diese Firmen müssen – das ist Voraussetzung für eine Indexmitgliedschaft – selbst Immobilienbestände besitzen, Immobilieneigentum finanzieren oder als Dienstleister im Immobilienbereich tätig sein. Pro Land sind mindestens 2 Unternehmen vertreten. Mitglieder im Immo-Index sind beispielsweise die Schweizer Aareal Bank, die Deutsche Euroshop AG und die österreichische Immofinanz AG.

Index mit und ohne Dividenden

Der Immo-Index wird in 2 Varianten berechnet:

  • In den Immobilienindex (Kursindex) fließen nur die Aktienkurse der im Index notierten Mitgliedsunternehmen ein. Dagegen bleiben die Dividenden, die diese Unternehmen ausschütten, unberücksichtigt.
  • Im Immo-Index (Performance-Index) fließen sowohl die Kurse als auch die Dividenden ein. Der Performance-Index sagt folglich mehr darüber aus, was ein Investment in Immobilienaktien bringt. Denn als Anleger würden Sie ja nicht nur von Kursgewinnen profitieren, sondern auch die Dividenden erhalten.

Nicht alles, was sich Immobilienindex nennt, ist tatsächlich ein Immobilienindex im engeren Sinne. Der Immo-Index der Deutschen Börse AG ist eigentlich ein Aktienindex, der für Börsianer gedacht ist, die ihr Geld in Immobilien-Aktien investieren.

Als Index ist der Immobilienindex eher vergleichbar mit dem DAX als mit einem der oben genannten Immobilienindizes. Im Unterschied zum DAX enthält er aber nur Aktien von Unternehmen, die ihr Geld mit Immobilien-Investments, Immobilien-Verwaltung oder Immobilien-Finanzierung verdienen.

Zur Beurteilung des Immobilienmarkts ungeeignet

Zur Beobachtung des eigentlichen Immobilienmarkts ist der Immo-Index nicht geeignet. Denn die Aktienkurse richten sich nicht unbedingt nach objektiven Gewinnzahlen, die die Mitgliedsunternehmen veröffentlichen.

Vielmehr hängen die Kurse von Angebot und Nachfrage nach Immobilien-Aktien ab. Die Kauflaune der Investoren hängt von ihren Erwartungen und ihrer Gefühlslage ab. Folglich können Sie aus diesem Index allenfalls herauslesen, ob Investoren ein Immobilien-Investment für vielversprechend oder weniger aussichtsreich halten.

Lediglich der Performance-Index berücksichtigt zusätzlich die tatsächlichen Ausschüttungen (Dividenden), die die Mitgliedsunternehmen geleistet haben.

Andere Indizes auf Immobilien-Aktien

Vergleichbar mit dem Immo-Index der Deutschen Börse AG sind auch noch andere Indizes auf Immobilien- Aktien. Dazu gehören beispielsweise:

  • Der Deutsche Immobilienmarkt-Index des Bankhauses Ellwanger & Geiger, kurz E&G-DIMAX. Im DIMAX sind börsennotierte Unternehmen aus Deutschland enthalten, die mindestens 75% ihres Umsatzes und Ertrags mit dem Immobiliengeschäft erzielen (Quelle: www.privatbank.de).
  • Das europäische Gegenstück zum E&G-DIMAX ist der ebenfalls vom Bankhaus Ellwanger & Geiger berechnete E&G EPIX. Er umfasst 50 europäische Immobilienaktien. Auch hier ist die Voraussetzung für eine Indexaufnahme, dass das jeweilige Unternehmen börsennotiert ist und zudem mindestens 75% seines Umsatzes und Ertrags mit Immobilien erzielt (Quelle: www.privatbank.de).
  • International bekannt ist außerdem noch der GPR 250 Property Share Index. Die Abkürzung GPR steht für Global Property Research. Der Index enthält die 250 liquidesten Immobilien-Aktien (Quelle: www.globalpropertyresearch.dom).

11. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.