Dachfonds auf Immobilien: weitere Gefahr, weitere Schließung
Wer seine Vorsorge mit Immobilien betreiben möchte, wird in den nächsten Jahren richtig liegen. Davon sind wir überzeugt, wie oft beschrieben. Sie haben die freie Wahl zwischen Aktien, selbst genutzten Immobilien, vermieteten Immobilien oder etwa Beteiligungen. Wir begleiten Sie - und warnen vor einer weiteren Gefahr.
Dachfonds auf Immobilien sind uns seit Jahren ein Dorn im Auge. Diese setzen einfach auf mehrere offene Immobilienfonds und darüber hinaus vereinzelt auf Pfandbriefe oder Immobilienaktien. Die Auswahl mag sorgfältig getroffen sein, das Risiko für Ihre Vorsorge ist und bleibt jedoch beträchtlich.
Die nächsten Schließungen sind möglich - so dass aktuelle Investoren ihre Anteile noch nicht einmal mehr zurückgeben können. Die Dachfonds haben Fondsvermögen in bereits "geschlossene" offene Immobilienfonds investiert. Einen neuen Run auf das Fondsvermögen können sie nicht verkraften.
Ein Beispiel: 43% in "eingefrorenen" Fonds
So gibt es einen Dachfonds namens "LBB Invest", der 43% seines Vermögens in eingefrorenen Fonds investiert hat. Das bedeutet für Investoren, von 100 Euro Fondsvermögen bleiben nur 57 Euro, über die "LBB" überhaupt relativ frei verfügen kann.
Relativ frei ist allerdings stark einzuschränken: hier darf "LBB" die Anteile zurückgeben. Bei einem Run auf den eigenen Dachfonds und das Geld der Investoren müsste eine Gesellschaft wie "LBB" die Anteile zum jeweils aktuellen Tagespreis zurückgeben.
Auch dies schränkt die Renditechancen und damit die Sicherheit stark ein. 43% allerdings sind kaum noch greifbar. Kommt es zum Run oder "Ausverkauf" des Dachfonds, muss die Gesellschaft Anteile über die Börse verkaufen. Da der Börsenhandel nicht schwungvoll ist, kann dies teuer werden.
Rettung Börsenhandel ist für Dachfonds zu teuer
In diesem Fall sind es ungefähr 150 Millionen Euro Fondsvermögen, die an der Börse gehandelt werden müssten. Zu viel, meinen wir. Die Börsen nehmen dieses Vermögen aktuell nicht auf. Damit aber fallen die Preise stark - zu Lasten des Fondsvermögens und zu Lasten der Anteilseigner. Schnell kommen auch Dachfonds dann zum Ergebnis:
Es lohnt sich nicht mehr, der Dachfonds muss geschlossen werden. Gegenmaßnahmen einzuleiten ist aktuell aus unserer Sicht deutlich zu spät. Einige der Fondsgesellschaften und -manager haben angekündigt, die Struktur im Fonds ändern zu wollen. Mehr Pfandbriefe und Aktien, weniger offene Immobilienfonds.
GeVestor.de meint: die Ankündigung ist aller Ehren wert, aber kommt zu spät. Hängen zu viele Anteile in eingefrorenen Immobilienfonds fest, würde ein plötzlicher Verkauf zu teuer. Daher empfehlen wir Ihnen: falls Sie einen Anteil an einem Dachfonds haben - verkaufen Sie.
Kaufen Sie stattdessen selbst Anteile an einem Fonds. Wir haben hier oft den "HausInvest" genannt - der funktioniert, auch für Ihre Vorsorge und gegen die Risiken 2011.



