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Implizite Volatilität berechnen

Die sogenannte „Implizite Volatilität“ ist eine Kennzahl zur Bewertung von Optionsscheinen im Hinblick auf deren Attraktivität. Sie wird seltener auch als ’Erwartete Schwankungsstärke’ bezeichnet.

Was ist Implizite Volatilität?

Bei der Berechnung spielen sowohl der Basispreis des Optionsscheins als auch dessen Restlaufzeit eine wichtige Rolle. Als statistisches Maß gibt die Volatilität die Intensität der Schwankungen eines Basiswertes an. Somit kann sie ein Hinweis darauf sein wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich ein Kurs zu Ihren Gunsten verändert.

Die Implizite Volatilität ist nun im Grunde die erwartete Schwankungsbreite eines Wertes.

Also die zukünftige Abweichung, die der Markt und die Banken einkalkulieren. Da nun jede Kursschwankung natürlich auch zu Gunsten des Anlegers ausfallen kann, werden Optionen mit höherer Volatilität von den Banken zu höheren Konditionen gehandelt. Allgemein ist es also so, dass die Optionsscheine mit der niedrigsten Impliziten Volatilität die besten Käufe sind, da sie am günstigsten bewertet werden.


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Die Auswirkung der impliziten Volatilität

Manchmal kann es passieren, dass die erwartete Schwankungsstärke steigt, etwa weil bestimmte Neuigkeiten den Markt dazu bringen, von starken Veränderungen auszugehen.

Wenn das passiert, obwohl alle anderen Werte gleich bleiben, also sowohl der eigentliche Kurs des Basiswertes sowie die Dividende und die Zinserwartungen, dann wird diese Konstellation den Kurs des Optionsscheins letztlich nach oben treiben.

Andererseits kann es aber auch geschehen, dass der Wert trotz konstantem Börsen-Kurs sinkt. Dies ist dann der Fall, wenn die Implizite Volatilität sinkt, während Sie das Wertpapier bereits halten.

Implizite Volatilität berechnen: Was Sie beachten müssen

Natürlich kommt es bei all dem auch darauf an, welche Art von Optionsschein Sie besitzen. Denn davon hängt ab, welche Art von Kursbewegung sich zu Ihren Gunsten auswirkt.

Halten Sie eine Put-Option, also einen Verkaufsschein, muss der Basiswert sinken, bei einem Kauf-Schein, also einer Call-Option, sollte er steigen.

Sollten Sie eine Investition in Optionsscheine planen, dann lohnt es sich, diese vorher gründlich miteinander zu vergleichen und zwar sowohl unter Einbezug der Impliziten Volatilität als auch anderer Kennzahlen wie zum Beispiel der Restlaufzeit. Bei vergleichbaren Optionsscheinen, also bei Scheinen mit ähnlichen Eigenschaften, kann Ihnen dies so einiges über die mögliche Rendite der verglichenen Anlageoptionen verraten.

Um die mögliche Schwankung eines Kurses zu berechnen, geben Sie in den folgenden Rechner einfach den Kurs des Basiswertes in Dollar, die Implizite Volatilität sowie die Laufzeit in Tagen ein. Klicken Sie im Anschluss auf Ergebnis berechnen.

Formel  

Kursbewegung berechnen

$$(a*2*b)/100*√(c/365)$$
Ergebnis berechnen

Volatilität des DAX

Natürlich unterliegt auch der Deutsche Aktien Index unterschiedlich intensiven Schwankungen. Die Deutsche Börse berechnet daher auf Basis von Optionskontrakten den so genannten Volatilitätsindex, oder kurz V-DAX. Der Kennwert ist immer für die nächsten 30 Tage gültig und gilt somit für den gesamten DAX allgemein.

Zusammengefasst: Die implizite Volatilität berechnen oder zumindest korrekt interpretieren zu können, ermöglicht es Anlegern, die Attraktivität ihrer jeweiligen Optionsscheine ins richtige Licht zu rücken.

26. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.