In Unternehmen investieren, die die Digitalisierung nicht verschlafen

Ob Start-up oder Traditionsunternehmen – wer in Firmen investieren möchte, sollte darauf achten, dass sie den Sprung ins digitale Zeitalter nicht verpassen. Solche Unternehmen könnten sehr bald von ihrer Konkurrenz überholt werden.

Die nächste industrielle Revolution steht vor der Haustür; gemeint ist die Digitalisierung. Der amerikanische IT-Konzern Dell Technologies veröffentlichte eine Studie, die die Probleme vieler Unternehmen in diesem Bereich unterstreicht. Einige Erkenntnisse aus der Studie: 40 Prozent der deutschen Business-Entscheider können nicht abschätzen, wie ihre Branche in drei Jahren aussehen wird. Der angebliche Grund dafür sind Technologie-Startups, die für sie eine Bedrohung darstellen.

Doch die von Startups ausgehende Bedrohung ist eher die träge Reaktion großer und kleiner Unternehmen, auf die Digitalisierung zu reagieren. 62 Prozent der Befragten geben dies auch zu: Sie sind der Ansicht, dass der digitale Wandel in ihrem Unternehmen weiter fortgeschritten sein müsste.

Investoren müssen zu diesem Zeitpunkt genau hinsehen und in Unternehmen der Digital-Leader-Gruppe investieren – und diese ist mit einem Anteil von fünf Prozent laut Dell Technologies Digital Transformation Index die kleinste.

Investitionskriterium 1: Moderne Bezahlsysteme

Geld regiert nicht nur die Welt, sondern entscheidet heutzutage auch darüber, ob Kunden bei einem Unternehmen einkaufen. Im Zuge der Globalisierung reicht es nicht mehr aus, ausschließlich Zahlungen per Rechnung anzubieten. Viele Kunden bevorzugen Kreditkarten; einige Menschen wollen mit exotischen Mitteln wie Bitcoin zahlen – wer diese Gruppe ignoriert, der verzichtet auf wertvolle Verkäufe.

Doch auch hinsichtlich der Kasse im lokalen Geschäft müssen Unternehmen den Sprung ins 21. Jahrhundert vollbringen. Vielerorts kommt die gute alte Registrierkasse zum Einsatz. Dieses altmodische Gerät kompliziert den Ablauf aus folgenden Gründen:


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  • hoher Aufwand für die Buchhaltung
  • problematische Implementierung von E-Commerce

Ein modernes POS-System vereint alle Features in einer Plattform und spart im selben Zuge Zeit sowie Geld. Viele Unternehmen nutzen Lösungen wie das iPad-Kassensystem von INVENTORUM: Die praktische App für das iPad verwandelt das Apple-Tablet in eine voll funktionsfähige Kasse. Der Vorteil liegt in der Mobilität: Es handelt sich nicht um eine stationäre Kasse, sondern ein multifunktionales Gerät, mit dem sich Angestellte durch das Geschäft bewegen, Kunden beraten und Preise abrufen können.

Investitionskriterium 2: Automatisierung

Neben modernen Bezahlsystemen wird in den kommenden Jahren die Automatisierung eine große Rolle spielen. In diesem Segment gibt es bereits viele verschiedene Hilfsmittel für Unternehmen jeder Branche.

Der Bereich Automation ist nicht einmal an Privatanwender spurlos vorbeigegangen. Dank Dienstleistungen wie IFTTT können sie verschiedene Abläufe ihres Privatlebens automatisieren, zum Beispiel das Garagentor automatisch öffnen, wenn man sich mit dem Fahrzeug nähert.

Solche Prozesse stehen auch Firmen zur Verfügung – und diese sollten sie nutzen, wenn sie die Abläufe in ihrer Firma vereinfachen möchten. Eine simple Lösung ist zum Beispiel die Implementierung eines Live-Chats mit einem Bot auf der Firmenwebseite. Der Bot tritt mit (potenziellen) Kunden in Kontakt und liefert automatisch Antworten zu bestimmten Fragen, zum Beispiel: Fragt der Kunde nach den Versandkosten, nennt der Bot automatisch die Seite, wo diese übersichtlich aufgelistet sind.

Durch den Einsatz intelligenter Bots ersparen sich moderne Unternehmen, wiederkehrende Fragen manuell durch den Kundensupport beantworten lassen zu müssen.

Investitionskriterium 3: IT-Sicherheit

Wer auf den Zug der Digitalisierung aufspringt, um vorne mit dabei zu sein, könnte früher oder später auf die Nase fallen. Nicht nur kleine Unternehmen haben Probleme im Bereich IT-Sicherheit, auch große Firmen bewiesen in den vergangenen Jahren, wie kritisch das Thema ist.

Erst kürzlich kam es zu einem Debakel: Die Online-Kontaktbörse Adult Friend Finder wurde gehackt und die Passwörter der User größtenteils entschlüsselt – nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für viele Nutzer ein Super-Gau.

Auch börsennotierte Unternehmen erlitten in der Vergangenheit Hacks; Yahoo wurde 2014 angegriffen, jedoch wahrte der Konzern das Geheimnis bis vor Kurzem, als es eine Börsenpflichtmitteilung herausgab. Der Grund für die fehlende Offenheit war, dass der amerikanische Gigant Verizon Yahoo für 4,83 Milliarden Dollar übernehmen wollte. Einige Menschen innerhalb des Unternehmens wussten scheinbar von dem Hack. In der Börsenpflichtmeldung teilt Yahoo seinen Anlegern mit, dass Verizon die Sicherheitslücke ausnutzen könnte, um die Verkaufsbedingungen neu zu verhandeln.

Investitionskriterium 4: Datenschutz

Neben der IT-Sicherheit spielt auch der Datenschutz eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung. Seit den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden müssen Unternehmen mit dem Umgang ihrer Firmen- und Kundendaten vorsichtiger sein.

In der Praxis haben viele Firmen Nachholbedarf beim Thema Datenschutz, wie eine Studie von Symantec zeigt. Der Experte für Cybersicherheit hat untersucht, ob und wie sich Unternehmen auf die Europäische Datenschutzverordnung GDPR vorbereitet haben. Das Ergebnis:

  • in Deutschland haben 99 Prozent der Unternehmen keinen Überblick über die Europäische Datenschutzverordnung
  • 91 Prozent sind der Ansicht, ihr Unternehmen könnte die Regelung nicht einhalten
  • jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) will erst in zwei Jahren der Verordnung höchste Beachtung schenken
  • jede vierte Firma glaubt, dass die Forderungen der Datenschutzverordnung nicht umsetzbar sind

Dass bei vielen Firmen Datenschutz keine Priorität hat, ist besorgniserregend. Für 88 Prozent der Verbraucher hat Datenschutz nämlich eine hohe Priorität beim Kauf von Produkten.

Für Sie als Investor sollte das Thema Datenschutz genauso wie alle anderen genannten Kriterien wichtig sein, wenn Sie Ihr Erspartes sicher anlegen möchten.

21. November 2016

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Markus Müller
Von: Markus Müller. Über den Autor

Markus Müller ist Experte für Vermögenaufbau und –absicherung und großem Interesse an genereller Finanzthematik.

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