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Index-Aufsteiger: Kaufinteresse für mehr Gewinne nutzen

Für Privatanleger ist die Beobachtung von potenziellen Index-Aufsteigern mit guten Investitionschancen verbunden. Das Unternehmen ist meist günstig bewertet und bietet auch Kurspotenzial, falls es letztendlich nicht für den Index-Aufstieg reicht. Nur wenige Investoren kennen überhaupt den Vorteil von Aufsteiger-Aktien, obwohl eine genauere Betrachtung gewinnbringend ist.

Denn wenn ein Unternehmen in einen höheren Index aufsteigt, hat dies sehr positive Auswirkungen. Allein das bloße Listing in einem höheren Index zieht mehr Investoren- Aufmerksamkeit an, da das Unternehmen bei Suchenden präsenter ist und die Reputation steigt. Zudem gerät das Unternehmen stärker in das Blickfeld der Analysten. Viele detaillierte Analysen schaffen ein größeres Vertrauen, da dadurch die Geschäftsentwicklung besser einzuschätzen ist. Die Prognosen werden genauer, und das zieht neue Investoren an.

Geldzuflüsse durch Investment- und Indexfonds

Der größte Vorteil ist jedoch, dass vermehrt Fonds in das Unternehmen investieren. Gerade der Aufstieg in den Nebenwerte-Index SDAX hat einen enormen Vorteil. Für verschiedene Fonds ist das Listing in einem größeren Index ein Pflichtkriterium, damit überhaupt investiert werden darf.

Indexfonds sind sogar per Strategie zum Kauf der Aktie des neu aufgenommenen Unternehmens verpflichtet. Index-Fonds kaufen Aktien von allen im Index gelisteten Unternehmen gemäß ihrer Gewichtung. Für Sie ein idealer Investitionsansatz, da die Käuferseite gestärkt wird und sich die Verkaufsseite nicht ändert. Die Folge: Der Aktienkurs steigt.

Gründe für Index-Anpassungen

Ein Unternehmen, das sich in einem der wichtigsten Indizes Deutschlands befindet, hat keinen Anspruch auf ewiges Listing. In regelmäßigen Abständen wird überprüft, ob die Kriterien der Index-Zugehörigkeit weiterhin erfüllt sind. Wird festgestellt, dass ein Unternehmen nicht mehr die Kriterien erfüllt, muss es den Index verlassen und wird durch ein anderes Unternehmen ersetzt. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Index-Kandidat übernommen wird oder durch schlechte Geschäftsentwicklung an Wert verliert.

Regulärer Wechsel und Schnelleinstieg

Bei der Index-Anpassung wird zwischen 2 verschiedenen Methoden unterschieden: dem regulären Aus- oder Eintritt und dem Schnellaustritt oder -einstieg (Fast-Exit/Fast-Entry) eines Unternehmens. Der reguläre Aus-/Eintritt erfolgt bei der jährlichen Überprüfung der Index-Zusammensetzung im September. Ein Fast-Exit/Entry ist quartalsweise möglich, und zwar im Dezember, März und Juni.

In Ausnahmefällen, wie beispielsweise der Insolvenz eines Unternehmens, kann auch eine Index-Anpassung zwischen den Terminen erfolgen. Ansonsten gilt: Börsenumsatz und Marktkapitalisierung der im Index gelisteten Unternehmen entscheiden, ob eine Veränderung stattfinden muss.

Überblick der Anpassungskriterien beim deutschen Leitindex DAX

Für den deutschen Leitindex gelten bei der Index-Aufnahme bzw. dem Index-Rauswurf folgende Bedingungen:

Fast-Exit (45/45)


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Ein Unternehmen wird aus dem DAX genommen, wenn es nach einem der beiden Kriterien (Börsenumsatz oder Marktkapitalisierung) nicht mehr zu den 45 größten Unternehmen gehört, ein Nicht-Index-Wert aber bei der Marktkapitalisierung mindestens Rang 35 und beim Börsenumsatz mindestens Rang 45 erreicht.

Fast-Entry (25/25)

Ein Unternehmen wird neu in den DAX aufgenommen, wenn es nach beiden Kriterien mindestens zu den 25 größten Unternehmen zählt. Aus dem DAX scheidet dann jener Wert aus, der in mindestens einem der beiden Kriterien einen Rang schlechter als 35 (falls ein solcher existiert) ist und die niedrigste Marktkapitalisierung aufweist.

Regular-Exit (40/40)

Ein Unternehmen wird aus dem DAX genommen, wenn es nach einem der beiden Kriterien nicht mehr zu den 40 größten Unternehmen gehört, ein Nicht-Index-Wert aber in beiden Kriterien mindestens Rang 35 erreicht.

Regular-Entry (30/30)

Ein Unternehmen wird neu in den DAX aufgenommen, wenn es nach beiden Kriterien mindestens zu den 30 größten Unternehmen zählt und sofern ein Indexwert existiert, der nach mindestens einem Kriterium nicht mehr zu den 35 größten Unternehmen zählt.

Beispiele VW und MAN

Hierzu 2 Beispiele: Als VW im vergangenen Jahr den Lkw-Bauer MAN übernommen hat, sank die Anzahl der frei handelbaren Aktien stark ab. MAN gehörte daraufhin nicht mehr zu den 30 größten Unternehmen Deutschlands und musste den DAX verlassen. Seitdem notiert MAN im MDAX. Das Leverkusener Chemieunternehmen Lanxess nahm den Platz des Index Absteigers ein, da es jetzt zu den größten 30 Unternehmen zählte.

Der Handelskonzern Metro musste ebenfalls den DAX im Vorjahr verlassen. Im Zuge einer schlechten Geschäftsentwicklung verlor die Aktie an Wert und wurde vom MDAXMitglied Continental überholt. Continental ersetzte daraufhin Metro, die den Continental-Platz im MDAX einnehmen.

Checkliste: Das müssen Sie bei Aufsteiger-Aktien beachten

  • Kaufen Sie Aufsteiger-Aktien bereits vor dem Aufstieg. Die Entscheidung, wer auf- oder absteigt, wird vorab bekanntgegeben. Sie können direkt zugreifen – Index- Fonds können Sie erst ab 48 Stunden vor der Anpassung kaufen.
  • Absteiger-Aktien geraten schnell unter Druck, da Fonds verkaufen müssen. Meiden Sie Aktien, bei denen ein Index-Abstieg droht.
  • Kaufen Sie auch Aufsteiger-Aktien nicht blind. Zwar sind die Unternehmen in der Regel gut aufgestellt, doch ist ein Blick auf die Fundamentaldaten auch bei Aufsteiger-Aktien Pflicht. Ansonsten kann die Aufsteiger-Aktie schon ein Jahr später wieder eine Absteiger-Aktie sein.
  • Den größten „Aufsteiger-Bonus“ haben Aktien der großen Indizes wie etwa DAX oder EuroStoxx 50. Dort regiert das große Geld der Fonds, und Aufsteiger profitieren besonders stark.
  • Erfahrene risikofreudige Anleger können bei potenziellen Index-Absteigern vor Index-Anpassung auf fallende Kurse setzen, um die Gewinne zu hebeln.
  • Wenn Sie eine Aufsteiger-Aktie erst nach der Index- Anpassung kaufen, sollten Sie zunächst 2 bis 3 Wochen warten. In den ersten Tagen nach der Index-Anpassung nehmen einige Investoren die erzielten Gewinne bereits mit. Auch Fonds warten häufig kurz, bevor sie zugreifen.
  • Sie können auch auf MDAX- und SDAX-Absteiger setzen. Kaufen Sie direkt nach der Index-Anpassung, da die Aktien meist überverkauft und günstig sind. Aber auch hier

13. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.