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Was Sie über Aktienindizes wissen sollten

Die Fachsprache der Börse ist überall- im Fernsehen, im Radio, in Zeitungen und im Netz. Aber was ist eigentlich damit gemeint, wenn es zum Beispiel heißt: „Der Markt hat  sich heute gut entwickelt.“ Was genau ist überhaupt „der Markt“?

Wenn vom „Markt“ die Rede ist, dann ist damit meistens ein Index gemeint. Die Namen von großen Indizes wie z.B. dem DAX und dem Dow Jones sind schon längst in unseren alltäglichen Wortschatz übergegangen, weil die Börse in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Oft spricht man über einen Index, ohne genau zu wissen, was sich dahinter verbirgt.

Was ist überhaupt ein Index?

Ein Index ist der statistische Messwert für die Entwicklungen eines Portfolios aus bestimmten Aktien, die für den gesamten Markt oder für ein Marktsegment repräsentativ sind.

Es wäre heute für viele Privatanleger zu kompliziert, die Entwicklung jedes einzelnen Wertpapiers, das in Deutschland gehandelt wird, zu verfolgen. Um sich diesen Aufwand zu ersparen, nimmt man ein kleineres Segment des Aktienmarktes, das die Entwicklung des gesamten Marktes widerspiegelt.


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So wie Meinungsforscher bei einer bevorstehenden Wahl politische Umfragen durchführen würden, um die Stimmungen der Bevölkerung abzuschätzen, setzen Investoren Indizes ein, wie beispielsweise den ifo-Index, um die Entwicklungen am Aktienmarkt zu verfolgen. Idealerweise ändert sich der Kurs eines Indexes direkt proportional zu den Kursänderungen der einzelnen Aktien, die in ihm enthalten sind.

Der erste Index: Die Geschichte des Dow Jones

Der Amerikaner Charles Dow, der übrigens auch Herausgeber des Wall Street Journal war, erfand den weltweit ersten und daher auch bekanntesten Index im Mai 1896. Damals enthielt der Dow die 12 größten Aktiengesellschaften der USA. Heute hat sich der Dow Jones Industrial Average (DJIA) auf 30 der größten und einflussreichsten Unternehmen der USA erweitert.

Vor dem digitalen Zeitalter musste man die Berechnung des Marktpreises für einen Index so einfach wie möglich halten, um Fehler zu vermeiden. Ursprünglich wurde der DJIA berechnet, indem man die Kurse der 12 Unternehmensaktien addierte und sie dann durch 12 teilte. Somit war der Dow Jones anfangs nichts weiter als ein Durchschnittswert, aber er erfüllte trotzdem seinen Zweck.

Index-Berechnung durch Preisgewichtung

Heute verwendet man zur Ermittlung des Dow eine etwas andere, kompliziertere Methode, die sich Preisgewichtung nennt. Bei dieser Methode ergibt sich die Gewichtung jedes Wertpapiers in einem Index aus dem Preis der einzelnen Aktie, in Relation gesetzt zu der Summe aller anderen Aktienkurse.

Das Problem bei der Preisgewichtung ist, dass sich die Gewichtung eines Unternehmens im Index durch einen Aktiensplit verändern kann.

Ein Aktiensplit liegt immer dann vor, wenn ein Unternehmen entweder den Nennwert seiner Aktien herabsetzt oder die Anzahl der ausgegebenen Aktien erhöht. Damit wird das Unternehmen im Index anders gewichtet, ohne dass sich seine Geschäftslage grundlegend geändert hätte. Aus diesem Grund sind nicht sehr viele Indizes preisgewichtet.

Index-Gewichtung nach Börsenwert

In den meisten Indizes sind die Unternehmen nach ihrer Marktkapitalisierung bzw. ihrem Börsenwert gewichtet.

Ein Beispiel: Wenn der Börsenwert eines Unternehmens eine Million Dollar beträgt und der Wert aller Aktien im Index bei 100 Millionen liegt, dann hätte das Unternehmen  einen Börsenwert von genau 1% des Index.

Computersysteme haben die Anwendung dieser Methode erst möglich gemacht, denn die aktuellen Werte müssen auf die Minute genau berechnet werden, damit sie die Entwicklungen des  Marktes möglichst korrekt widerspiegeln.

Index Investing: Der Herausgeber macht den Unterschied

Man sollte jedoch wissen, dass ein Index nichts weiter als eine Liste von Aktien ist – jeder könnte einen Index aufstellen! Das zeigte sich besonders in Zeiten der Dotcom-Blase, als fast jede Neuerscheinung auf dem Aktienmarkt auch einen neuen Index hervorbrachte, der für einen Teil der New-Economy-Aktien stand.

Der entscheidende Unterschied zwischen den kleinen und den großen Indizes ist immer das Ansehen des Unternehmens, das den Index herausbringt. Der Dow Jones beispielsweise gehört dem Verlagshaus Dow Jones & Company an – demselben Unternehmen, das auch den Wall Street Journal vermarktet.

5. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.