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Index-Zertifikat vs. Basket-Zertifikat – ähnlich und doch anders

Index-Zertifikat oder Basket-Zertifikat? Die Gegenüberstellung zeigt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Zertifikate-Formen. Ihr Grundprinzip ist gleich, ihre Einsatzmöglichkeit jedoch verschieden.

Index-Zertifikat vs. Basket-Zertifikat

Das Schöne an Zertifikaten: Ein Anleger kann sich aus der großen Angebotsvielfalt ein Depot zusammenstellen, das genau auf seine Vorlieben, seine Strategien und sein Chance-Risiko-Profil zugeschnitten ist. Mit dem Investment in ein Zertifikat profitiert er von der Wertentwicklung des von ihm ausgewählten Basiswerts. Mit vergleichsweise geringem Einsatz kann man auf ganze Indizes oder wahlweise bestimmte Titel setzen.

Index-Zertifikat

Der Klassiker ist ein Index-Zertifikat. Es ist denkbar einfach und überschaubar. Mit einem einzigen Investment kann auch ein weniger erfahrener Anleger von der Performance ganzer Indizes profitieren.

Das Spektrum reicht von breiten Indizes weltweit wie S&P 500 über Stoxx50 oder dem Dax bis zu speziellen Branchen- oder Sektorenindizes. Damit kann sich ein Privatanleger Märkte erschließen, zu denen er normalerweise keinen Zugang hat.

Alle in einem Index vertretenen Titel werden mit einem Wertpapier, dem Index-Zertifikat, abgedeckt. Damit entfallen hohe Transaktionskosten wobei zugleich das Risiko breit gestreut ist. Die Index-Entwicklung wird 1:1 nachvollzogen. Eine regelmäßige Anpassung in der Gewichtung erfolgt automatisch. Je besser sich ein Index entwickelt, desto höher die Rendite. Der jeweilige Indexstand ist jedermann zugänglich.

Wer will, kann sich zwischen Index-Zertifikaten mit einer festgelegten Laufzeit und einem Open-End-Produkt entscheiden. Bei Letzteren jedoch hat der Emittent in der Regel die Möglichkeit, zu einem bestimmten Termin zu kündigen.

Sicherheitsbewusste Anleger suchen sich marktbreite Indizes aus, bei der die hohe Zahl der vertretenen Aktien das Risiko ausreichend streut. Nützlich ist es, auf Indizes aus verschiedenen Assetklassen zu setzen, die wenig korrelieren.

Geht es in einer Klasse oder Branche bergab, werden die Verluste durch den Aufwärtstrend im anderen Bereich ausgeglichen. Nicht zu vergessen: Bei Performance-Indizes fließen die Dividenden in die Wertentwicklung mit ein. Für Dividenden-Strategien jedoch gibt es eigene Basket-Zertifikate.

Basket-Zertifikat

Sie funktionieren im Prinzip so wie ein Index-Zertifikat. Der Unterschied: Sie beziehen sich auf einen speziellen Aktienkorb (Basket). Für die Zusammenstellung eines Korbs gibt es verschiedene Wahlmöglichkeiten. Die können sich etwa nach Regionen oder Branchen ausrichten.

Ein Anleger kann beispielsweise auf die Wertentwicklung rein von Automobil-Titeln setzen. Es können auch Rohstoff-Produzenten oder IT-Unternehmen sein. Die Vielfalt ist groß. Damit lässt sich günstig von unterschiedlichen Anlagetrends profitieren.

Das ganze geht auch mit Dividendentiteln. Da Basket-Zertifikate normalerweise keinen Anspruch auf Dividenden enthalten, gibt es hierfür gibt es eigene Basket-Strategie-Zertifikate. Bei Strategie-Zertifikaten auf Dividenden-Baskets geht es um die dividendenstärksten Aktien aus einem Index. Sie sind auch in unsicheren Phasen stabil und zeigen in der Regel eine zuverlässige Gewinnentwicklung.

Vergleich: Index-Basket-Zertifikat

Beide Zertifikate-Formen sind vergleichsweise einfach und transparent. Bei Spezialindizes und Basket-Zertifikaten allerdings sollte man sich zuvor etwas näher mit den Basiswerten beschäftigen. Es bringt wenig, wenn man auf irgendwelche kurzlebigen Trend setzt und den Zeitpunkt zum Ausstieg verpasst.

Verschiedene Baskets

Basket-Zertifikate bieten wegen der ausgesuchten Aktien meist die höheren Renditechancen, haben aber eine geringere Risikostreuung. Hinzu kommt:  Es gibt passive Baskets, die ihren Urzustand weitgehend beibehalten. Es gibt aber auch aktive Baskets, bei denen die Titel regelmäßig neu gewichtet und ausgetaucht werden. Die sind aber wegen des Aufwands teuerer.

Insgesamt kann man mit Index-Zertifikaten und Basket-Zertifikaten ein Depot zusammenstellen, das Langzeitperformer, Renditebringer und Strategien bei geringer Korrelation und breiter Risikostreuung in sich vereint.

6. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.