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Indikatoren für Anleger: Arten, Eigenschaften und Anwendungsgebiete

Es existieren verschiedenste Indikatoren für Privatanleger: Für die einen gibt es eine Vielzahl an Indikatoren, die als technisches Analysewerkzeug dienen. Andere Anleger orientieren sich eher an veröffentlichten Kennzahlen, die bestimmte Marktgeschehnisse oder volkswirtschaftliche Entwicklungen in Zahlen und Tabellen verdeutlichen.

Ihre Vielfalt und ihre unterschiedlichen Anwendungsgebiete sind enorm, eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie sollen Anleger bei ihren Investitionsentscheidungen unterstützen.

Indikatoren als technisches Analysewerkzeug beim Trading

Im Trading werden technische Indikatoren für unterschiedliche Szenarien angewendet. Der stets gesuchte Indikator ist der, der exakt angibt, wie sich ein Kurs zukünftig entwickeln wird. Von diesem Märchen sollte man sich verabschieden.

100% zuverlässige Frühwarnsysteme gibt es nicht. Vielmehr nutzen professionelle Händler Indikatoren, um die gegenwärtige oder die vergangene Marktlage zu untersuchen und eindeutig einzuordnen.

So sind wichtige Indikatoren mit der Trendidentifikation beschäftigt. Sie geben etwa Auskunft darüber, ob ein sich gerade entwickelnder Trend Potenzial für eine Fortsetzung hat. Andere Indikatoren beschäftigen sich mit durchschnittlichen Entwicklungen in der Vergangenheit, um eine Aussage darüber treffen zu können, ob die aktuelle Marktsituation einer vergangenen ähnelt und ein ähnlicher Effekt eintreten kann.

Indikatoren in der allgemeinen Volkswirtschaftslehre

Die allgemeinen Wirtschaftsindikatoren lassen Interpretationen über eine vergangene, gegenwärtige oder zukünftige Entwicklung einer Volkswirtschaft zu. Hierzu werden verschiedene Szenarien an unterschiedlichen Märkten oder statistischen Werten betrachtet und in einer Zahl ausgedrückt. Diese kann dann als Maßstab für eine Entwicklung angesehen werden.


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Unterschieden werden diese Indikatoren nach 3 Kategorien: Mengenindikatoren (zum Beispiel Arbeitslosenzahlen), Preisindikatoren (etwa Inflationsrate oder Aktienkurse) und zeitlich eingegrenzte Indikatoren. Die zeitliche Eingrenzung der Indikatoren kann dabei nochmals unterteilt werden

Frühindikatoren: ein Blick in die Zukunft?

Ein Blick in die Zukunft wünscht sich jeder Anleger für seine Aktiengeschäfte. Bei Frühindikatoren geht es jedoch vielmehr darum, eine Interpretation über eine zukünftige Entwicklung einer Volkswirtschaft zu ermöglichen – ohne garantierten Anspruch auf Richtigkeit. Als Frühindikatoren für die zukünftige Entwicklung einer Volkswirtschaft gelten zum Beispiel:

  • Aktienmarktentwicklungen
  • Auftragseingänge in der Industrie
  • Einkaufsmanagerindex
  • Konsumklimaindex

Wenn alle diese Indikatoren positivere Werte als in der Vergangenheit aufweisen, gehen Wirtschaftstheoretiker von einer steigenden Wirtschaft aus. Dennoch kann trotz aller positiven Werte ein wirtschaftlicher Einbruch oder eine Stagnation nicht ausgeschlossen werden.

Präsenzindikatoren: die Gegenwart

Präsenzindikatoren geben durch aktuelle Zahlen Auskunft über die gegenwärtige Entwicklung der Wirtschaft. Hierzu zählen neben dem Bruttoinlandsprodukt etwa auch aktuelle Lagerbestände oder gegenwärtige Preise und Zinsen. Auch aktuelle Verkäufe und Konsumzahlen sind eindeutig identifizierbar und werden öffentlich bekanntgegeben.

Diese Arten von Indikatoren bestätigen oder dementieren die Annahme der Frühindikatoren. Ein halbes Jahr zuvor könnten die  Aktienmärkte stark gestiegen, die Auftragsbücher voll und der Konsumklimaindex ein neues Hoch erreicht haben. Je nachdem wie sich anschließend die wirtschaftliche Lage darstellt, liefern die Präsenzindikatoren die entsprechenden Kennahlen und geben Auskunft über die Entwicklung der Konjunktur.

Neben den genannten Indikatoren existieren zudem Spätindikatoren, die sich auf nachgelagerte Entwicklungen spezialisieren. Hierzu zählen unter anderem die Arbeitslosenquote, die Inflationsrate und die Zahl der Insolvenzen – also alle Werte, die erst nach ihrem Eintreten in einem bestimmten Zeitraum berechnet werden.

Fazit: Indikatoren nützlich und hilfreich – aber nicht alles

Je nach Ausprägung und Anwendung sind Indikatoren nicht nur hilfreich bei der technischen Analyse, sondern auch bei der Betrachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Privatanleger können mit Hilfe von Indikatoren bessere Investitionsentscheidungen treffen.

Dabei gilt allerdings zu beachten, dass es keine Garantie für eine bestimmte Entwicklung gibt. Als Anleger sollte man zudem nicht nur einen Indikator betrachten. Eine Mischung aus verschiedenen Indikatoren ist ratsam – bei der technischen Analyse ebenso wie bei den Wirtschaftsindikatoren.

9. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.