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Indikatoren und Oszillatoren: technische Hilfsmittel für Ihre Aktienwahl

Indikatoren dienen nicht nur professionellen Händlern sondern auch Privatanlegern als Hilfsmittel die für sie richtigen Aktien oder Zertifikate auszuwählen.

Da das Marktgeschehen schnell und dynamisch verläuft, lassen sich mit Hilfe von berechneten Indikatoren oder Oszillatoren bestimmte Aussagen zu Aktien treffen. Dadurch wird eine Kauf- oder Verkaufsentscheidung etwas einfacher.

Während Indikatoren eher das große Ganze betrachten und langfristige Trends anzeigen oder eine mögliche Trendumkehr aufzeigen, beschreiben Oszillatoren die gegenwärtige Intensität des Marktes.

Angezeigt werden z. B. extreme Über- oder Unterverkaufte Situationen. Kurzfristige Marktextreme werden ebenfalls deutlich gemacht und können Anleger in ihrer Handelsentscheidung unterstützen.

Wie unterstützen Indikatoren die Handelsentscheidung?

Die Darstellungsform  eines Indikators kann hierbei in zwei verschiedene Möglichkeiten unterteilt werden. Entweder wird der Indikator direkt in den Chart des jeweiligen Titels gezeichnet (wie beispielsweise gleitende Durchschnitte, Bollinger Bänder usw.) oder aber als separate Anzeige unterhalb des Charts.

Ein Indikator alleine betrachtet stützt die Anlageentscheidung so gut wie gar nicht. Eine einfache Anzeige einer Kurve auf einem Chart sagt ohne die zugehörige Hintergrundinformation nichts aus.

Wichtig ist zu wissen, wonach man sucht. Wird nach einem passenden Einstieg, Ausstieg, Stopp-Loss oder Stopp-Buy-Marke gesucht? Je nach Ziel der technischen Analyse kommen dann die geeigneten Indikatoren ins Spiel deren Interpretation verinnerlicht werden sollte um sie sinnhaft zu nutzen.

Ein Beispiel:


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Die Aktie der Commerzbank AG bewegt sich seit längerer Zeit in einer stetigen Seitwärtsbewegung. Eingezeichnet ist hier ein gleitender Durchschnitt der letzten 38 Tage. Diese Linie benutzen viele Investoren als Indikator für eine beginnende Aufwärts- oder Abwärtsbewegung.

Sollte der Kurs nun weiter ansteigen und die Durchschnittslinie von unten nach oben durchschneiden, kann dies ein Kaufsignal sein. Dies werden wahrscheinlich auch andere Trader in Erwägung ziehen die den gleitenden Durchschnitt für ihre Handelsstrategie benutzen.

Indikatoren dienen nur als Unterstützung

Indikatoren können verschiedene Dinge anzeigen: Die Nachhaltigkeit eines Trends, eine mögliche Trendumkehr oder aber auch günstige Stopp-Loss-Marken, die Tradern einen automatisierten Ausstieg ermöglichen. Allerdings werden Indikatoren nur aufgrund von historischen Daten berechnet und liefern keinen Aufschluss über zukünftige Kursbewegungen.

Aber es existieren wiederkehrende Muster. So sollten Privatanleger individuell überlegen, welche Indikatoren sie verstehen und anwenden können. Es ist zum Beispiel nicht zu empfehlen die Bollinger Bänder zu nutzen, wenn Freunde oder Kollegen damit arbeiten, man selber aber die Berechnung und Anwendung nicht nachvollziehen kann.

Was sind Oszillatoren?

Oszillatoren sind Indikatoren gar nicht so unähnlich. Ebenfalls können diese im Chart oder – das ist noch häufiger der Fall – als separate Anzeige unterhalb des Charts dargestellt sein. Zudem werden sie auch mit historischen Daten berechnet.

Da sie für jedermann offen zugänglich sind, sollte man sie auch als Privatanleger nutzen. Aber wie auch bei den Indikatoren gilt, nur die Oszillatoren anzuwenden, die man vollständig begreift.

Oszillatoren werden grafisch entweder um eine Nulllinie angezeigt, können also auch in den Negativbereich gehen. Andernfalls können sie zwischen 0 und 100 schwanken oder aber auch in einer fest definierten Zone.

Hier unterscheiden sich besonders der Relative-Stärke-index (RSI), der auch zu den Indikatoren gezählt werden kann, die Rate of Change (ROC) und Momentum-Oszillatoren, welche die Schwungkraft eines Marktes analysieren.

Wozu dienen Oszillatoren?

Ein Beispiel:

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Die Adidas Aktie verzeichnet auf 3-Monats-Sicht einen nicht eindeutig identifizierbaren Trend. Der Abwärtstrend ab Mitte Dezember bis Anfang Januar scheint vorbei und der Chart bewegt sich eher seitwärts.

Der hier abgebildete Oszillator stellt das Momentum dar – der Versuch die Schwungkraft eines Trends anzuzeigen. Verläuft er oberhalb „0-Linie“ so ist ein Aufwärtstrend intakt, unterhalb der „0-Linie“ gilt der Abwärtstrend als bestätigt.

Nun könnte man bei dieser Chartansicht von einem beginnenden Aufwärtstrend ausgehen, da der Indikator sich oberhalb der „0-Linie“ bewegt und der Chart aus seinem Seitwärtsmuster ausgebrochen ist. Ein Stopp könnte bei etwa 54,50 € gesetzt werden. Der Einstieg erfolgt in diesem Fall bei etwa 58 €.

Indikatoren und Oszillatoren – die Mischung machts

Eine gute Mischung aus Indikatoren und Oszillatoren kann nicht nur für professionelle Händler ein Werkzeug darstellen, sondern auch für private Anleger eine Unterstützung sein. Bei der Vielzahl von technischen Hilfsmitteln erscheint es sinnvoll, sich zunächst mit den gängigsten Indikatoren und Oszillatoren auseinanderzusetzen.

Aber erst wenn die Funktionsweise dieser verstanden ist und sie in einem virtuellen Musterdepot mehrheitlich mit Erfolg angewendet wurden, steht einem Trade im realen Depot nichts mehr im Wege.

Trotzdem sollte jeder Privatanleger nicht nur blind auf Formeln und Graphen vertrauen. Die fundamentalen Daten und übergeordnete konjunkturelle Werte sind nicht zu vernachlässigen.

10. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.