Indonesien – wie Anleger vom neuen Aufschwung profitieren können

Wer in die indonesische Wirtschaft investiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er seine Geldanlage öfter und regelmäßiger beobachten muss als andere Engagements. Denn wenn man sich den Kursverlauf des Aktienmarkts des südost-asiatischen Landes anschaut, kann man sich eines Eindrucks nicht erwehren – nämlich den einer Achterbahnfahrt.

Investoren, die sich beispielsweise in den zurückliegenden Jahren in einen Aktienfonds mit Schwerpunkt Indonesien engagiert hatten, konnten davon ein Lied singen. Von Ende des Jahres 2013 bis Anfang 2015 verzeichnete die Börse des Landes Gewinne bis zu 70 %, um dann bis zum Herbst des gleichen Jahres diese Zuwächse wieder abzugeben. Etwa ab Oktober 2015 erlebte die indonesische Wirtschaft allerdings einen neuen Aufschwung, der die Börsenkurse erneut um mehr als 50 % zulegen ließen.

Indonesiens Wirtschaft: Woher kommt der neue Boom?

Noch immer gilt Indonesien als klassisches Schwellenland, also als ein Staat, dessen Wirtschaft auf der Schwelle zur Industrienation steht. Das bedeutet, dass den großen Möglichkeiten der aufstrebenden indonesischen Wirtschaft auch enorme Risiken wegen plötzlich auftretender Konsolidierungen gegenüberstehen. Und es heißt, dass die indonesische Ökonomie derzeit durch einen hohen Bedarf an Infrastruktur-, Investitions- und Konsumgütern geprägt ist.

In Indonesien sind die Kapitalzuflüsse ausländischer Investoren nach einer längeren Phase, die durch politische Unsicherheiten und Wachstumssorgen bestimmt war, zuletzt stark angestiegen. Das ist auch  daran zu erkennen, dass die besten Aktienfonds mit Schwerpunkt Indonesien (z.B.: FIDELITY INDONESIA FUND A (USD) ) seit Herbst 2015 in etwa einem Jahr um über 50 % geklettert sind.

Die Aussichten der indonesischen Wirtschaft werden von internationalen Finanzmarktspezialisten durchaus freundlich beurteilt. Das Land habe in der jüngsten Vergangenheit eine umsichtige Geld- und Wirtschaftspolitik verfolgt, so dass Indonesien nun besonders viel Kapital anziehe. Seit Anfang 2016 seien 21 Mrd. US-$ in Indonesien angelegt worden.

Indonesien hebe sich gegenüber anderen vergleichbaren Ländern durch hohe Investitionen in der Infrastruktur und einer gleichzeitigen Reduzierung der Bürokratie hervor. Somit hätten sich die Rahmenbedingungen für ein stabiles Wirtschaftswachstum deutlich verbessert. Die indonesische Regierung verfolge darüber hinaus eine anlegerfreundliche Außenhandelspolitik.

Können auch Privatanleger vom Boom der indonesischen Wirtschaft profitieren?

Europäische Privatanleger können am Aufschwung die indonesische Wirtschaft auf verschiedene Art und Weise partizipieren. Z.B. in Form eines Einzelinvestments in die Aktie eines indonesischen Unternehmens oder auch in einen erheblich breiter streuenden Aktienfonds bzw. ein kostengünstiges ETF.

Einzelinvestments in Aktien von Schwellenländern sind mit einem ein sehr hohen Risiko verbunden, da beispielsweise Anleger aus Deutschland die Situation indonesischer Unternehmen kaum exakt einschätzen können. Um dennoch von dem guten Chance/Risiko-Verhältnis der Börse Indonesiens profitieren zu können, bietet sich ein Investment in ein breiter streuendes Finanzprodukt an.

ETF wie DB X-TRACKERS MSCI INDONESIA INDEX UCITS ETF oder LYXOR ETF MSCI INDONESIA C-EUR  sind neben zufriedenstellenden performenden indonesischen Aktienfonds durchaus interessant. Denn diese liefern ein sehr gutes Abbild des gesamten indonesischen Aktienmarktes.

Nach der Meinung von internationalen Finanzmarktexperten weist die Wirtschaft Indonesiens großes Potenzial auf. Private Anleger können mit einem Engagement in einen Aktienfonds oder ein ETF mit Schwerpunkt Indonesiens davon profitieren – sollten dabei aber die erhöhten Risiken und die großen Schwankungen nicht aus den Augen verlieren.

25. Oktober 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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