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Industrie 4.0: Gewinner des neuen Booms

Eines der derzeitigen Top-Themen im Industrie-Bereich istmohne Frage die „Industrie 4.0“, die 4. Stufe der industriellen Revolution.

Dieser Trend wird der Industrie in den kommenden Jahren gewaltige Investitionen abfordern.

Ein guter Grund einmal einen Blick auf die Gewinner dieser Entwicklung zu werfen…

Die bisherigen 3 Stufen der industriellen Revolution

Wenn ich von der 4. Stufe schreibe, möchte ich Ihnen die anderen 3 Stufen allerdings auch nicht vorenthalten:

Neben der eigentlichen industriellen Revolution im 19. Jahrhundert gab es weitere wichtige Innovationen, die für Produktions-Sprünge in der Industrie gesorgt haben. Diese Entwicklung lässt sich in 3 Stufen unterteilen:

1. Mechanisierung der Produktion:

Nach der Erfindung der Dampfmaschine wurden im 19. Jahrhundert erstmals menschliche Arbeitskräfte durch dampf- und wasserbetriebene Maschinen ersetzt.

Auch die Verbreitung der Eisenbahn als revolutionärer Transport-Möglichkeit fällt in diese Zeit. Die Folgen waren ein enormer Produktions-Anstieg sowie die Entstehung zahlreicher Fabriken.

2. Elektrifizierung der Produktion:


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Im 20. Jahrhundert hielt die Elektrizität Einzug in die Fabriken. Sie machte neue Maschinen sowie die Fließband-Arbeit möglich und verbesserte die Spezialisierung der Arbeitskräfte erheblich.

3. Digitalisierung der Produktion:

Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts fand die Mikro-Elektronik den Weg in die Produktion. Sie ermöglichte den Einsatz von Industrie-Robotern und größeren Automatisierungs-Anlagen.

Die 4. Stufe: Vernetzung der Produktion

In der 4. Stufe der industriellen Revolution werden Informations- und Kommunikations-Technologien vollständig in die Produktion integriert.

Durch die Kommunikation von Maschinen untereinander werden Produktions-Prozesse optimiert und beschleunigt, Fehler behoben und Produktions-Kosten gesenkt (z. B. durch Verbesserung der „Just-in-Time“-Produktion).

Das Ziel der sogenannten „Industrie 4.0“ ist die „intelligente Fabrik“.

Das Marktpotenzial für die Industrie 4.0 ist riesig. Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass pro Jahr 40 Mrd. € Investitionen allein in Deutschland notwendig sind.

Weltweit geht es somit um viele 100 Mrd. € pro Jahr – glänzende Perspektiven also für jene Unternehmen, die von der Entwicklung profitieren.

Das sind die Gewinner der Industrie 4.0

Als Gewinner der Industrie 4.0 kommen Konzerne aus einer ganzen Reihe von Branchen infrage:

Da sind beispielsweise die Chiphersteller, denn ohne Chips ist die Vernetzung von Maschinen und Waren undenkbar.

Natürlich läuft aber auch ohne die entsprechende Software nichts. Hier lohnt sich also ein Blick auf die Software-Schmieden, die entsprechende Produkte anbieten.

Sicherlich werden auch die Hersteller der (in Zukunft noch ausgereifteren) Industrie-Roboter profitieren.

Der deutsche Hersteller KUKA hat sich hier bereits eine exzellente Marktposition erarbeitet, welche das Unternehmen in der Zukunft weiter ausbauen könnte.

Auch der 3D-Druck dürfte eines Tages aus der intelligenten Fabrik nicht mehr wegzudenken sein.

Interessant sind zudem Unternehmen, die sich mit Sensorik beschäftigen, beispielsweise Isra Vision.

Langfristig und breit gestreut investieren

Wenn Sie auf die Industrie 4.0 setzen möchten, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass es sich hierbei um einen langfristigen Trend handelt.

Investieren Sie also nur das Kapital, was Sie auch einige Jahre entbehren können! Auf lange Sicht sollte sich ein Investment jedenfalls auszahlen.

Wie immer gilt: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte, sondern investieren Sie in mehrere Werte aus verschiedenen Branchen!

28. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.