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Inflation oder Deflation: Richtige Aktien bieten in beiden Fällen guten Schutz

Zuletzt lag die Teuerungsrate (Inflationsrate) in der EU bei gerade einmal 0,5% und somit deutlich unter dem Zielwert zwischen 1,5 und 2%, der als optimal angesehen wird. Daher geht jetzt teilweise die Angst vor einer Deflation um. Doch was sind überhaupt Inflation und Deflation? Was sind die Folgen? Was ist schlimmer? Und wie können Sie sich davor schützen?

Die gute Nachricht vorab: Mit einem guten Depot sind Sie für beide Szenarien (Deflation oder eine zu hohe Inflation) bestens gerüstet. Warum das so ist, erfahren Sie gleich. Vorher möchte ich Ihnen jedoch zunächst erklären, was überhaupt Deflation und Inflation sind.

Was Deflation ist und wie sie entsteht

Deflation ist das Gegenteil von Inflation. Während in einer Inflationsphase das allgemeine Preisniveau steigt (weil das Geld an Wert verliert), sinkt es in einer Deflation (weil der Wert des Geldes steigt). In deflationär geprägten Zeiten können Sie für Ihr Geld mehr Waren und Dienstleistungen kaufen. Was zunächst einmal gut klingen mag, ist in Wahrheit aber eher schlecht.

Denn wenn der Wert des Geldes immer weiter steigt oder andersherum betrachtet, das Preisniveau für Waren und Dienstleistungen sinkt, werden Konsumenten mit ihren nicht lebensnotwendigen Anschaffungen warten, da sie davon ausgehen, in Zukunft noch weniger dafür bezahlen zu müssen. Das wiederum ist schlecht für die Wirtschaft. Denn: Wenn die Konsumenten weniger kaufen, setzen die Unternehmen im ersten Schritt weniger Waren und Dienstleistungen ab und verdienen dadurch weniger Geld.

Im zweiten Schritt müssen die Unternehmen Mitarbeiter entlassen und dadurch kommt das Unheil schließlich auch bei den Konsumenten an, die zugleich Mitarbeiter der Unternehmen sind, die in Folge des Konsumverzichts und der daraus resultierenden Umsatz- und Gewinneinbrüche Mitarbeiter entlassen müssen. Soweit die Antwort auf die Frage, was Deflation ist.

Kommen wir daher jetzt zu der Antwort auf die Frage, wie Deflation entsteht. Ursachen für eine Deflation können beispielsweise eine zu hohe Produktion oder eine stark gestiegene Produktivität sein. Gibt es dadurch ein Überangebot an Waren und Dienstleistungen, so entsteht eine Deflation, da die Preise durch das Überangebot sinken.

Ist Deflation also grundsätzlich schlecht?

Die Antwort auf diese Frage lautet „Nein“! Es gibt – wenn Sie so wollen – eine gute und eine schlechte Deflation. Die gute Deflation lässt sich sehr gut am Beispiel von Computern oder Fernsehern verdeutlichen. Es ist sicher nicht schädlich, dass die Preise für Computer und Fernseher immer weiter fallen bzw. Sie immer mehr Technologie für immer weniger Geld bekommen.


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Denn die Menschen kaufen heute deutlich häufiger einen neuen Fernseher oder einen neuen Computer als früher. Diese Art von Deflation schadet daher unterm Strich niemandem. Schlecht ist Deflation aber dann, wenn die sinkenden Preise zum Konsumverzicht führen. Die daraus erwachsenden Konsequenzen habe ich Ihnen bereits beschrieben.

Was Inflation ist und wie sie entsteht

Inflation bedeutet im Ergebnis nichts anderes als ein Kaufkraftverlust der Konsumenten. Das bedeutet, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen stärker steigen als der Wert des Geldes. Sie können sich also im Laufe der Zeit weniger Waren und Dienstleistungen für die gleiche Menge an Geld kaufen.

Jetzt zu den Ursachen von Inflation: Häufig wird argumentiert, dass Inflation dann entsteht, wenn die Geldmenge stärker steigt als die Menge der angebotenen Waren und Dienstleistungen. Vereinfacht gesagt: Bleibt beispielsweise die Warenproduktion konstant und die Geldmenge steigt um 10%, würden gemäß der genannten Annahme auch die Preise um 10% steigen.

Das ist allerdings zu kurz gedacht. Denn wie Sie geich sehen werden, führt eine steigende Geldmenge (wie im Augenblick, da die Zentralbanken Unmengen an Geld in Umlauf bringen) bei konstanter Warenproduktion noch lange nicht zu einer steigenden Inflation.

Der Haken an der Annahme, dass allein eine steigende Gedmenge bei konstanter Güterproduktion zu einer steigenden Inflation führt, ist folgender: Zunächst einmal wird davon ausgegangen, dass die im Umlauf befindliche Geldmenge bewusst gesteuert werden könnte, weil die Zentralbank einen wesentlichen Einfluss darauf hätte.

Das ist ein schwerwiegender Irrtum. Die nächste Annahme ist, dass das zusätzliche Geld im gleichen Maß für Konsum verfügbar und demnach genau so verteilt ist, wie das bereits zuvor vorhandene Geld. Oder anders gesagt: Dass also, wenn doppelt so viel Geld im Umlauf ist, jeder doppelt so viel Geld hat und auch doppelt so viel ausgibt.

Das ist offensichtlich Unsinn, denn das Geld wird ja nicht in Umlauf gebracht, indem der Kontostand jedes Bürgers erhöht wird, sondern indem die Banken mehr sogenanntes Giralgeld in Form von Krediten in Umlauf bringen können – falls bei diesen genügend Eigenkapital vorhanden ist. Den Beweis dessen können Sie gerade in der Euro-Zone live miterleben. Denn die Unmengen an Geld, die die Europäische Zentralbank (EZB) in den Markt pumpt und gepumpt hat, führen nicht zu einer stark steigenden Inflation.

Ist Inflation gut oder schlecht?

Eine zu hohe Inflation ist definitiv schlecht. Denn wie wir bereits festgestellt haben, können Sie sich dann durch die steigenden Preise weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Außerdem verlieren Ihre Ersparnisse dadurch täglich an Wert. Inflation ist aber nicht grundsätzlich schlecht.

Im Gegenteil: In der Euro-Zone soll die EZB beispielsweise dafür sorgen, dass die jährliche Teuerungsrate (Inflationsrate) bei 1,5 bis 2% liegt. In diesem Bereich sieht die EZB die Preisniveaustabilität als gegeben an. Und die Wahrung der Preisniveaustabilität gehört bei der EZB (und bei vielen anderen Zentralbanken auch) zum ausdrücklichen Auftrag.

Welche Aktien Ihnen sowohl in einer Deflation als auch in einer Inflation ein hohes Maß an Sicherheit bieten

Bei der Auswahl der Aktien, die Ihnen sowohl in einer Inflation als auch in einer Deflation Schutz bieten, sind die folgenden Kriterien zu berücksichtigen:

  • Möglichst international verteilter Umsatz (dadurch können Schwächen in einzelnen Märkten abgefedert werden)
  • Eine geringe Verschuldungsquote
  • Ein hoher frei verfügbarer Cashflow: Also die Geldmittel, die dem Unternehmen auch nach Investitionen noch zur Verfügung stehen. Denn aus diesen Mitteln können die Unternehmen beispielsweise Dividenden zahlen (ein wichtiges Kriterium bei einer Wertsteigerung des Geldes bzw. einer Deflation) oder eigene Aktien zurückkaufen.

27. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.