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Inflationsrate 2012 in Deutschland: Alle Faktoren berücksichtigen

Es ist ja bekanntlich wichtig, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Darum sollte man auch nicht die Augen vor der Inflations-Entwicklung im kommenden Jahr verschließen.

Die Inflation wird steigen – aus mehreren Gründen

Insgesamt ist von einer weiteren Zunahme der Inflationsrate auszugehen. Verschiedene Faktoren wirken sich hier negativ aus.

Zunächst einmal natürlich die hohe Staatsverschuldung, denn sie führt bei fast allen wirtschaftsrelevanten Ländern zu extremen Sparkursen. Alleine dadurch wird ein Anstieg der Inflationsrate in 2012 auf über 3% erwartet.

Der Sparkurs-Teufelskreis

Das Dauer-Sparen wiederum lässt Konsum und Investitionsvolumen zurückgehen und 2012 wird sich das Bruttoinlandsprodukt nicht entscheidend verbessern.

Es steht dann bei 1,8% statt 1,6% heute, was viel zu wenig ist, um den Schuldenberg zu meistern. Ein grausamer Teufelskreis, der sich bereits in Griechenland offenbart hat und der dortigen Unfähigkeit, die Schulden trotz immenser Sparmaßnahmen zu bedienen.

OECD gibt den hohen Energiepreisen Mitschuld

Ein anderer entscheidender Faktor sind die stetig steigenden Energiepreise.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat gemeinsam mit der internationalen Energieagentur errechnet, dass auch 2012 der steigende Energieverbrauch der Industriestaaten und besonders der Schwellenländern zu weiteren Anstiegen der Öl- und generellen Energiepreise führen wird.

Dies lässt dann wiederum die Inflationsrate wachsen.

Deutsches Finanzsystem muss stabil bleiben

Ebenfalls von besonderer Bedeutung wird sein, ob die Unternehmen die Preise für ihre Produkte trotz der allgemeinen Sparwellen werden halten oder gar anheben können.

Experten gehen davon aus, dass die Notenbanken in 2012 ihre expansive Geldpolitik einstellen und die Zinsen steigen, die Inflationsrate in 2012 wird in Deutschland also auch von der Stabilität des europäischen Finanzsystems abhängen.

Wirtschaftsprofessor warnt vor Inflation in 2012

Auch der bekannte Ökonom Professor Lüder Gerken hat sich vor kurzem skeptisch im Bezug au die Inflationsentwicklung der Euro-Zone geäußert. Er warnte sogar vor einer knapp 10%igen Inflationsrate im Jahre 2012.

Gerken rechnet damit, dass diese alarmierende Zahl von den meisten europäischen Regierungen und der Europäischen Zentralbank billigend in Kauf genommen werden würde.

Besonders den Ankauf von Staatsanleihen hilfsbedürftiger Länder – wie zuletzt zum Beispiel Griechenland – sieht der Wirtschaftsprofessor als Katalysator für die Mega-Inflation, so teilte es der Vorsitzende des Freiburger Centrums für Europäische Politik der Neuen Osnabrücker Zeitung mit.

Die Ausgabe von Euro-Bonds kann gefährlich werden

Gerken warnte zudem vor einer Ausgabe gemeinsamer europäischer Staatsanleihen, den sogenannten Euro-Bonds.

„Damit würden die Anreize in den hilfsbedürftigen Staaten deutlich gesenkt, sich zu reformieren und wettbewerbsfähige Wirtschaftsstrukturen aufzubauen“, sagte Gerken, der auch Vorstandsvorsitzender der Stiftung für Ordnungspolitik ist.

Mehr zum Thema: Inflation: Was das bedeutet und wie Sie sich schützen

6. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.