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Inflationsrate: Definition eines gefürchteten Begriffs

Die Inflationsrate ist ein in Deutschland insbesondere von Verbrauchern gefürchteter Begriff. Vor allem dann, wenn die Inflation besonderen Schwankungen unterliegt. Das liegt daran, dass eine hohe Inflationsrate auch eine hohe Wertminderung des Geldes mit sich bringt. Um der Inflation entgegenzuwirken, werden verschiedene Ziele angestrebt. Dazu gehören zum Beispiel die Stabilität des Preisniveaus sowie die Einrichtung von Zentralbanken, wie der Europäischen Zentralbank.

Inflation und Inflationsrate – eine Definition

Die Inflation wird mithilfe der Inflationsrate gemessen. Auch wenn beide Begriffe nicht exakt das gleiche bedeuten, werden sie in Deutschland als Synonym verwendet. Die Inflationsrate, oft auch als Teuerungsrate bezeichnet, misst das Verhältnis von Geld und Ware und wird mit Hilfe des Verbraucherpreisindex ermittelt.

Die Inflationsrate ist der Prozentsatz, mit der das Preisniveau des Großhandels, der Hersteller, der Verbraucher oder anderer Wirtschaftseinheiten in einer bestimmten Zeit (meist einem Jahr) ansteigt. Wenn das passiert verliert das Geld auch gleichzeitig an Wert. Bei der Inflationsrate handelt es sich also um keine exakt zu bestimmende Größe, sondern um einen wandelbaren Wert. Dieser kann von einigen Faktoren beeinflusst werden und stellt außerdem die Änderung des Preisindex von Verbrauchern dar.

Das liegt vor allem daran, dass sich die Preise für Dienstleistungen, Waren und Güter, die von Verbrauchern und Verbraucherinnen in Deutschland genutzt werden, ständig verändern. Bei einem Anstieg des Preisniveaus wird also von Inflation gesprochen. Sobald das Gegenteil passiert, also das Preisniveau abnimmt, ist von Deflation die Rede.

Messung der Inflationsrate

Das Verhältnis von Geld zu Ware kann über einen Preisindex mithilfe von Warenkörben gemessen werden. Damit die Gütermenge ungefähr errechnet werden kann, beinhalten solche Warenkörbe nur bestimmte Güter. Für eine durchschnittliche Familie – in Deutschland sind das 2,3 Personen – wird also ein bestimmter Warenkorb zusammengestellt, der ungefähr 750 verschiedene Waren und Güter enthält.

Um bestimmen zu können wie viel teurer das Leben für die Verbraucher geworden ist, müssen verschiedene Arten von Gütern für die Berechnung berücksichtigt werden. Dazu gehören unter anderem auch Alltagsprodukte wie zum Beispiel Lebensmittel oder Benzin, Dienstleistungen wie Friseurbesuche oder Mieten sowie Gebrauchsgüter wie beispielsweise Waschmaschinen, andere technische Geräte oder Kleidung.

In jedem Jahr wird neu ermittelt, wie hoch der Preis für diesen Warenkorb sein würde. Das Ergebnis wird anschließend mit den Vorjahren verglichen. Wenn das Leben der Verbraucher trotz gleichbleibendem Einkommen in einem Jahr teurer geworden ist, handelt es sich um eine Inflation.

Falls der Preis des gesamten Warenkorbs gesunken ist, spricht man von einer Deflation. Die Definition der Inflationsrate ist also besonders für Verbraucher von großer Bedeutung. Denn wenn man sie rechtzeitig erkennt, kann man sich auch vor ihren Auswirkungen schützen.

2. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.