MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Inflationsrate in Deutschland zeigt Veränderung des Preisniveaus

Die Inflationsrate in Deutschland ist 2013 überraschend deutlich gesunken.

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes stiegen die Verbraucherpreise nicht mehr so schnell wie eigentlich erwartet.

Doch was bedeutet das für den Privatanleger? Ist die Gefahr des Wertverlustes der Kapitalanlage nun weniger gegeben?

Inflationsrate in Deutschland: Maßstab für Lebenshaltungskosten

Die Inflationsrate in Deutschland gibt Auskunft über das Preisniveau der Verbraucher, des Handels oder anderer Wirtschafteinheiten.

Mit Hilfe eines repräsentativen Warenkorbs an Waren und Dienstleistungen, die deutsche Haushalte konsumieren, drückt sie aus, um wie viel Prozent sich die Preise innerhalb eines bestimmten Zeitraums erhöht haben.

Somit kann die Inflationsrate als Maßstab für den Anstieg der Lebenshaltungskosten gesehen werden.

Die Höhe der Inflation wird von den Verbrauchern jedoch unterschiedlich wahrgenommen.

Dies liegt an der verstärkten Wahrnehmung der Konsumenten von Preissteigerungen des täglichen Bedarfs, wohingegen langlebige Konsumgüter wie zum Beispiel Autos eher vernachlässigt werden.

Diese subjektive Wahrnehmung wird auch als „gefühlte Inflation“ bezeichnet.

Mehr zum Thema: Was ist die gefühlte Inflation und wie entsteht sie?

Inflationsrate zeigt Bezug zum Vorjahr

Die Verbraucherpreise sind in den vergangenen Jahrzehnten fast immer gestiegen.

Nahrungsmittel, Warenpreise und Kraftstoffe verteuerten sich im Vergleich zum Vormonat oder zum Vorjahr. Die Veränderung dieser Preise wird quantitativ durch die Inflationsrate ausgedrückt.

Der Bezug der Inflationsrate ist jeweils das Vorjahr. Liegt zum Beispiel die Inflationsrate im April 2013 bei 1,4%, bedeutet dies eine Zunahme der Verbraucherpreise um diesen Prozentsatz gegenüber den Preisen von April 2012.

Das Statistische Bundesamt ermittelt monatlich die aktuelle Inflationsrate und veröffentlicht diese vorab am 28. eines jeden Monats.

Anlagen vor Wertverlust schützen

Die Angst vieler Investoren vor dem Wertverlust ihrer Anlage ist gekoppelt an die Inflationsrate in Deutschland. In Zeiten der Finanzkrise gehen niedrige Zinsen und eine hohe Teuerungsrate Hand in Hand.

Die Inflationsrate lag zeitweilig beispielsweise über den Renditen von Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit. Andere Möglichkeiten wie etwa Aktienanlagen boten da bessere Chancen.

Inflationssorgen der nächsten Jahre

2013 liegt die Inflationsrate in Deutschland mit 1,4% bisher deutlich unter den Werten von bis zu 2,2% im letzten Jahr. Doch Experten befürchten für die kommenden Jahre wieder steigende Inflationsraten.

Um eine Geldentwertung der Kapitalanlage zu vermeiden, sollten die Inflationsrate immer mitberücksichtigt werden.

Die Rendite sollte demnach so hoch sein, dass der Wertverlust durch Inflation in jedem Fall aufgefangen werden kann.

Mehr zum Thema: Inflation: Der große Feind Ihrer Gewinne

Als Inflationsschutz scheint für manche die eigene Immobilie geeignet zu sein. Wohneigentum macht unabhängiger von Inflation, zudem sind Darlehen in Zeiten der Niedrigzinspolitik zu günstigen Konditionen zu erhalten.

Anleger sollten ihre Inflationssorgen nicht übertreiben, können jedoch mit den richtigen Kapitalanlagen einer Geldentwertung vorbeugen.

7. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.