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Inflationsrate in Österreich: So wird sie berechnet

Inflation – das ist ein Schreckensszenario für viele Menschen. Sie fürchten sich vor der Geldentwertung und wollen sich rechtzeitig schützen. Gemessen wird die Inflation mit der Inflationsrate, und diese unterscheidet sich von Land zu Land. Die Inflationsrate in Österreich wird von der Statistik Austria, dem statistischen Amt der Republik Österreich, ermittelt.

Die Inflationsrate in Österreich – ein Überblick

Die Inflationsrate in Österreich wird mithilfe des Verbraucherpreisindexes berechnet. Sie wird auch oft mit VPI oder CPI abgekürzt. Der österreichische Verbraucherpreisindex gibt die Preisveränderung eines Warenkorbes an, die ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich konsumiert. Dieser Warenkorb beinhaltet verschiedene Waren, Güter und Dienstleistungen.

Die österreichische Inflationsrate berechnet man, indem der aktuelle Wert des Verbraucherpreisindexes mit dem eines früheren Zeitpunktes (meist eines Monats oder eines Jahres) verglichen wird. Die Differenz als Prozentzahl ergibt dann die Inflationsrate. Sollte sich der VPI senken, ist von einer Deflation, dem Gegenteil der Inflation, die Rede.

Wegen der EU-Verordnung müssen solche Preisvergleiche alle 5 Jahre erneut ermittelt werden. Daher ist die Inflationsrate auch für die Politik relevant und ist immer wieder Thema in Wirtschaftsdebatten.

Berechnung der Inflationsrate in Österreich

Die Inflationsrate wird in Österreich jeden Monat durch die Statistik Austria ermittelt. Sie stellt außerdem die Preissteigerungen für Güter des alltäglichen Lebens fest. In Deutschland wird diese Aufgabe von dem Statistischen Bundesamt ausgeübt.

Die Inflationsrate drückt die Teuerung der Preise innerhalb eines bestimmten Zeitraumes im Vergleich zur vorherigen Phase aus und ist deshalb auch ein wichtiger Indikator für Teuerungen.

Nicht sehr sinnvoll ist der Vergleich mit Monatswerten aus früheren Jahren, da sich das Konsumverhalten kontinuierlich verändert. Deswegen bringt der Vergleich eines aktuellen Monats mit einem von vor 30 Jahren wenig.

Um in dem Preisvergleich die meisten Waren und Güter berücksichtigen zu können, wird ein Warenkorb verglichen, in dem sich die unterschiedlichsten Produkte befinden. In diesem Warenkorb soll das durchschnittliche Konsumverhalten widergespiegelt werden, damit ein möglichst realistischer Überblick an Waren einbezogen wird.

Seit 2004: Ein neuer Warenkorb

In den Jahren 2004 und 2005 wurden weitgehende Informationen über das Konsumverhalten in Österreich erfasst. Hierbei wurde festgestellt, welche Waren von welchen Verbrauchergruppen wie oft gekauft werden. Mithilfe dieser Informationen wurde ein neuer Warenkorb entworfen, der nun unterschiedliche Faktoren berücksichtigt.

Deswegen ist beispielsweise das Konsumverhalten von Rentnern in einem eigenen Warenkorb festgehalten worden. Sogar Touristen, die sich in Österreich aufhalten, wurden miteinbezogen.

Der Warenkorb beinhaltet einige verschiedene Waren-, Güter- und Dienstleistungsbereiche, die sich vom Auto und allen damit zusammenhängenden Produkte über Wohnungskosten bis hin zu Nahrungsmitteln, Kleidung und Hightech-Produkten erstrecken.

Somit werden die unterschiedlichsten Interessen berücksichtigt und auch das verschiedene Konsumverhalten von den verschiedenen Personen kann durch den Warenkorb repräsentativ vertreten werden. Das ist besonders wichtig, weil ein Vergleich der Preise zum Vorjahr nur mit einem vollständigen Warenkorb sinnvoll ist.

1. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.