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Inhaber-Bezugsrechte: Wann man junge Aktien kaufen darf

Inhaber-Bezugsrechte beschreiben das Recht eines Aktionärs, neue Aktien desselben Unternehmens zu kaufen. Das geschieht in der Regel, wenn eine Aktiengesellschaft ihr Grundkapital erhöhen möchte und neue Aktien herausgibt. Als bestehender Aktionär des Unternehmens bekommt man entsprechend des eigenen Aktienanteils Inhaber-Bezugsrechte, mit denen man die neuen Aktien kaufen kann.

Anrecht, aber keine Pflicht

Die Inhaber-Bezugsrechte geben einem lediglich die Option, neue Aktien zu kaufen. Kein Anleger wird dazu gezwungen, an der Kapitalerhöhung teilzunehmen. Als Aktionär kann man auch darauf verzichten, junge Aktien zu zeichnen. Alternativ hat man die Möglichkeit, die Bezugsrechte an der Börse zu verkaufen. Aktiensplit und Kapitalerhöhung: Was zu beachten ist

Das kommt sogar sehr häufig vor. Schließlich hat nicht jeder Privatinvestor immer das nötige Kapital zur Verfügung, um weitere Aktien zu erstehen. Darüber hinaus kann es genauso gut vorkommen, dass man einfach keine weiteren Aktien des Unternehmens im Portfolio sehen möchte. Es kann also viele Gründe haben, warum man die Inhaber-Bezugsrechte nicht in Anspruch nimmt und sie deshalb lieber verkauft.


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Zwei Wochen lang Handel der Bezugsrechte

Ist die Kapitalerhöhung eines Unternehmens beschlossene Sache, so können die Bezugsrechte mindestens zwei Wochen an der Börse gehandelt werden. Das ist dann auch genau der Zeitpunkt für Investoren, die neue Aktien kaufen möchten, aber eben keine Bezugsrechte besitzen, weil sie noch keine Aktien (oder nicht genug für ihren Bedarf) von dem Unternehmen besitzen.

Der Preis für die neue Aktien berechnet sich in Abhängigkeit von den Bezugsrechten. Dabei geht es recht simpel nach der Bezugsrecht-Formel: Preis der jungen Aktien (Ausgabepreis) + Preis des Bezugsrechts = Kaufkosten

Eine Deadline gibt es dabei auch. Am letzten Tag, an dem die Bezugsrechte gehandelt werden, wird der ganze Prozess abschlossen. Dann werden alle Bezugsrechte verkauft, die von den Aktionären nicht genutzt wurden bzw. dessen Inhaber nicht an der Kapitalerhöhung teilnehmen möchten.

Inhaber-Bezugsrechte: Fazit

Als Aktionär kann man in den Genuss kommen, Inhaber-Bezugsrechte zu erhalten. Ob das zwangsläufig ein gutes Zeichen ist, sei einmal dahin gestellt. Schließlich erhöht das Unternehmen, von dem man Aktien hält, damit sein Grundkapital. Es wird also neues Geld aufgenommen bzw. nach Investoren gesucht. Inwieweit sich der Aktienkurs daraufhin ändert, kann nicht vorhergesagt werden.

Mehr Grundkapital ist grundsätzlich ein positives Zeichen bei einem Unternehmen. Die bisherigen Aktien, die man vom Unternehmen im Portfolio hat, sind allerdings meistens teurer als die neuen Aktien. Somit könnte man ein kurzzeitiges dezentes Fallen des Aktienkurses erwarten.

Andererseits nimmt eine Aktiengesellschaft kaum ohne Grund neues Kapital auf – deshalb sind die Erwartungen in der Regel positiv, was die folgende Entwicklung des Unternehmens und auch des Aktienkurses angeht.

Als Kleinanleger, der Inhaber-Bezugsrechte erhält, gilt es abzuwägen, ob ein Kauf neuer Aktien oder ein Verkauf der Inhaber-Bezugsrechte sinnvoller ist. In den meisten Fällen bleiben einem 10 Handelstage Zeit, um diese Entscheidung zu treffen.

16. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.