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Inhaberschuldverschreibung: Die Definition des besonderen Wertpapiers

Eine Inhaberschuldverschreibung ist laut Definition ein Wertpapier, das eine Forderung gegen Institutionen verbrieft, die Wertpapiere zum Zwecke der Kapitalbeschaffung ausgeben.

Das besondere an der Inhaberschuldverschreibung ist, dass der Besitzer der Urkunde undefiniert bleibt und namentlich auf der Inhaberschuldverschreibung nicht erwähnt wird.

Einfach ausgedrückt, leiht der Inhaber der Schuldverschreibung dem Aussteller, das heißt dem Emittenten, Geld, um es zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt verzinst zurückzubekommen.

Mehr dazu: Der Pfandbrief: Die Schuldverschreibung mit dem Plus an Sicherheit.

Emittenten von Inhaberschuldverschreibungen sind in der Regel emissionsfähige Unternehmen aus dem Kreditwesen, der Industrie, dem Handel und dem Verkehr.

Inhaberschuldverschreibung vs. Namensschuldverschreibung: Der kleine, aber feine Unterschied

Im Gegensatz zu der Inhaberschuldverschreibung sind die sogenannten Namensschuldverschreibungen zu sehen.

Die Namensschuldverschreibung ist auf einen konkreten Namen ausgestellt.

Somit ist der Gläubiger der Urkunde klar definiert, weshalb die Übertragung des Wertpapieres auf eine andere juristische Person problematisch ist.

Bei der Inhaberschuldverschreibung ist dies laut Definition anders, da der Inhaber auf der Urkunde nicht namentlich genannt wird.


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Dies hat zur Folge, dass der Inhaber nur durch den Besitz des Wertpapieres nachgewiesen werden kann und eine Übertragung der Schuldverschreibung somit ohne weiteres möglich ist.

Inhaberschuldverschreibung: Die Definition per Gesetz

Die Rechtslage für Inhaberschuldverschreibungen ist im deutschen Gesetz in den §§ 793 ff. BGB geregelt.

Da das Gesetz wenig über die Rechtslage von Inhaberpapieren aussagt, erfolgt die Übertragung einer Inhaberschuldverschreibung formlos und wird durch gegenseitige Einigung abgewickelt.

Einzig die Regeln des sachenrechtlichen Erwerbs müssen bei dem Eigentumswechsel eingehalten werden.

Darüber hinaus darf nach Aussage des Gesetzgebers jeder Inhaber vom Schuldner die versprochene Leistung verlangen, solange dieser nicht vorsätzlich oder in grob fahrlässiger Unkenntnis handelt (§ 793 Abs. 1 Satz 1 BGB).

Mehr dazu: Anleihe oder Wandelanleihe: Sicherheitsbetonte Anleger haben die Wahl.

Zudem besteht eine gesetzliche Vermutung, dass der Besitzer einer Inhaberschuldverschreibung auch deren Eigentümer ist.

Dies hat zur Folge, dass der Emittent auch an den Besitzer gestohlener oder verloren gegangener Inhaberschuldverschreibungen leisten muss.

Mit Inhaberschuldverschreibungen an die Börse

Aufgrund ihrer formlosen Übertragbarkeit sind Inhaberschuldverschreibungen ein beliebtes Börseninstrument.

Anlegern ist es jederzeit und problemlos möglich, Inhaberschuldverschreibungen in ihrem Besitz über die Börse zu veräußern, weshalb diese Art von Wertpapier eine besonders hohe Verkehrsfähigkeit aufweist.

Die spezielle Konzeption von Inhaberschuldverschreibungen ist außerdem der Grund, warum sie am Börsenmarkt die vorherrschende Form ausmacht.

So sind beispielsweise auch Bundesanleihen laut Definition Inhaberschuldverschreibungen.

Festverzinsliche und variabel verzinste Inhaberschuldverschreibungen

Schuldverschreibungen lassen sich in festverzinsliche und variabel verzinste Wertpapiere unterteilen.

Bei der festverzinslichen Schuldverschreibung sind Währung, Laufzeit und Zinssatz klar definiert und im Nachhinein nicht veränderbar.

In der Regel orientiert sich der festgelegte Zinssatz am Geldmarkt.

Diese Art der Schuldverschreibung bietet für Emittent sowie Eigentümer der Urkunde Sicherheit, da die Konditionen sowie der Zinsgewinn von vornherein eingeschätzt werden können.

Allerdings wird diese Variante nicht immer den sich ständig verändernden Geldmarkt- und Zinsentwicklungen gerecht.

Die variabel verzinste Inhaberschuldverschreibung hingegen sieht eine Zinsanpassung über die gesamte Laufzeit hinweg vierteljährlich vor, was zur Folge hat, dass dem Anleger eine zu anderen Finanzmarktprodukten konkurrenzfähige Anlage geboten wird.

28. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.