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Inhaberschuldverschreibung: Sicherheit ist nicht gewährleistet

Die Inhaberschuldverschreibung ist eine Sonderform der Schuldverschreibung. Der Unterschied zu den regulären Schuldverschreibungen liegt darin, dass der Besitzer der Urkunde nicht namentlich erwähnt wird und sie somit problemlos übertragbar ist.

Grundsätzlich ist eine Inhaberschuldverschreibung ein Wertpapier, das die Forderung des Besitzers der Urkunde gegenüber dem Emittent urkundlich festlegt. Vereinfacht gesagt, leiht der Inhaber dem Aussteller der Inhaberschuldverschreibung Geld, das er nach einem festgelegten Zeitpunkt verzinst zurückerhält.

Das größte Risiko der Inhaberschuldverschreibung ist die Bonität des Emittenten. Ist dieser zahlungsunfähig, macht der Besitzer Verluste.

Inhaberschuldverschreibung: Erklärung auf einen Blick

Die rechtliche Grundlage der Inhaberschuldverschreibung findet sich in §793 des BGB.

Der Besitzer der Inhaberschuldverschreibung hat die Stellung eines Gläubigers gegenüber dem Emittent. Das geliehene Kapital soll dann zuzüglich Zinsen zu einem bestimmten Fälligkeitsdatum wieder ausgelöst werden.


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Der Eigentümer einer Inhaberschuldverschreibung kann nur durch den Besitz nachgewiesen werden, da der Inhaber auf der Urkunde nicht namentlich erwähnt wird. Dadurch kann eine Inhaberschuldverschreibung auch einfach auf eine andere Person übertragen werden.

Durch diese unproblematische und formlose Übertragbarkeit sind Inhaberschuldverschreibungen interessant für den Börsenhandel. Die Inhaberschuldverschreibung gilt generell als unkomplizierte Möglichkeit zur Kapitalbeschaffung.

Im Gegensatz zu einem Kredit ist eine Inhaberschuldverschreibung wesentlich einfacher und direkter zu erhalten. Emittenten von Inhaberschuldverschreibungen sind hauptsächlich Kreditinstitute, Wirtschaftsunternehmen und öffentlich-rechtliche Körperschaften.

Inhaberschuldverschreibung: Sicherheit dieser Wertpapiere

Bis 1990 unterlag die Emission von Inhaberschuldverschreibungen gesetzlichen Genehmigungsvorbehalten. Diese wurden allerdings im Zuge der Liberalisierung des Kapitalmarkts aufgehoben.

Durch die Aufhebung der Genehmigungsvorbehalte und Beschränkungen stieg das Risiko des Anlegers. Das Emittentenrisiko, also das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, trägt der Anleger seitdem selbst.

Der Anleger muss also die Bonität der Emittenten selbst überprüfen. Die Zulassung zum Börsenhandel darf von Anlegern nicht als Garantie für die Bonität des Herausgebers der Inhaberschuldverschreibung verstanden werden.

Kreditinstitute und Rating-Agenturen helfen Anlegern jedoch bei der richtigen Einordnung der Emittenten. Meistens ist der Zinssatz ein guter Hinweis auf die Bonität des Emittenten. Besonders hohe Zinsen sind bei Inhaberschuldverschreibungen ein Indiz für ein steigendes Risiko.

Proportional zum Risiko steigt allerdings auch die Chance auf eine sehr hohe Rendite an.

Fazit: Anleger sollten darauf achten, dass die Schulden des Emittenten in einem vernünftigen Verhältnis zum Eigenkapital stehen. Außerdem sind genaue Informationen zum Business und der wirtschaftlichen Situation und Perspektive des Emittenten wichtige Punkte, um die Bonität einschätzen zu können.

Für Inhaberschuldverschreibungen gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung. Auch aus diesem Grund sollten Anleger das Risiko bei der Investition ihres Geldes in Inhaberschuldverschreibungen genau kalkulieren und abwägen.

Anleger, die eine sichere Geldanlage suchen, sollten keine Inhaberschuldverschreibungen kaufen. Auch die Wertpapiere seriöser Anbieter eignen sich nur für risikobereite Anleger, die Verluste verschmerzen können.

12. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.