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Inhaberschuldverschreibung: So funktioniert die Bilanzierung

Schuldverschreibungen, bzw. Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere.

Sie dienen der Finanzierung von Unternehmen und Staaten.

Ob es sich bei Anleihen um Unternehmensanleihen oder Staatsanleihen handelt ist vom Emittenten abhängig.

Eine besondere Form der festverzinslichen Wertpapiere sind Inhaberschuldverschreibungen.

Das sind ungedeckte Anleihen, die nur durch die Finanzkraft des Emittenten gesichert sind.

Sie gelten als unkomplizierte Möglichkeit zur schnellen Geldbeschaffung.

Mehr dazu: Inhaberschuldverschreibung – Definition

Die Bilanzierung von Inhaberschuldverschreibungen verläuft je nach Art der Anleihe unterschiedlich.

Was ist eigentlich eine Bilanz?

Um verstehen zu können, wie man Inhaberschuldverschreibungen bilanziert, sollten Sie wissen, was eine Bilanz überhaupt ist.

Das Wort kommt vom Lateinischen „bilanx“ und bedeutet Doppelwaage.

Bilanzen stellt die Herkunft und Verwendung vom Kapital eines Wirtschaftssubjekts einander gegenüber.

Wirtschaftssubjekte sind Unternehmen, Körperschaften oder auch Staaten.

Im Prinzip ist eine Bilanz eine Aufstellung von Vermögen (Aktiva) und Schulden (Passiva).


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Sie stellt eine gegliederte Vermögensübersicht dar.

Bei dieser Übersicht ist es üblich, dass die Aktiva (Mittelverwendung) auf der linken und die Passiva (Mittelherkunft) auf der rechten Seite der Bilanz stehen.

Die ordnungsgemäße Gliederung einer Unternehmensbilanz ist im Handelsgesetzbuch (HGB) gesetzlich festgelegt.

Die Bilanzierung von Schuldverschreibungen

Schuldverschreibungen werden unterschiedlich bilanziert.

Wenn ein Kreditinstitut Schuldverschreibungen kauft, dann werden diese entweder unter „Schuldverschreibung und andere festverzinsliche Wertpapiere“ oder „Forderungen“ als Aktiva bilanziert.

Gibt ein Kreditinstitut im Gegensatz dazu aber selbst Schuldverschreibungen aus, müssen diese als Passiva bilanziert werden.

Schuldverschreibungen bilanziert man als Passiva unter „Verbindlichkeiten“.

Die Bilanzierung von Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen eines Unternehmens gegenüber Dritten, deren Erfüllung eine wirtschaftliche Belastung darstellt.

Sie werden auf der Passivseite der Bilanz aufgelistet, wobei Höhe und Fälligkeit der Verbindlichkeiten am Bilanztag feststehen.

Die Art der Leistung kann eine Geld-, Dienst- oder auch Sachleistung sein.

Für die Bilanzierung von Verbindlichkeiten sollten Sie außerdem folgende Sonderregelungen beachten:

–          Bei einer Laufzeit unter einem Jahr oder einer Laufzeit über 5 Jahre müssen Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs.5 Satz 1 HGB und § 285 Nr.1 HGB gesondert in der Bilanz ausgegeben werden.

–          Wenn diese Verbindlichkeiten durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, muss das ebenfalls in der Bilanz angegeben werden.

Schematische Aufstellung von Verbindlichkeiten in der Bilanz

Tabellarisch werden Verbindlichkeiten in einer Bilanz auf der Passivseite nach dem folgenden Schema aufgelistet:

Verbindlichkeiten

1. Anleihen

– davon konvertibel

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

5. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel

6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

7. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

8. sonstige Verbindlichkeiten

– davon aus Steuern

– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

10. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.