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Trailing-Stop-Loss: Eine Erklärung von Initialer Stop

Der Trailing-Stop-Loss ist eine Weiterentwicklung des gewöhnlichen Stop-Loss. Beim Stop-Loss gibt der Anleger eine Kursuntergrenze an, bei der das entsprechende Wertpapier verkauft werden soll, sobald diese Grenze erreicht wird.

Wenn jedoch der Kurs des Papiers weiterhin ansteigt, so ist ein manuelles versetzen des Stop-Loss oftmals sinnvoll, erfordert aber optimaler Weise eine regelmäßige Beobachtung der Märkte.

Hier kommt das Trailing-Stop-Loss ins Spiel. Mit dem Trailing-Stop-Loss lässt sich unter anderem das Stop-Loss automatisch versetzen. Hierzu bedarf es einer Eingabe des initialen Stops.

Initialer Stop beim Trailing-Stop-Loss in der Anwendung

Ein Beispiel: Angenommen, Sie erwerben die Aktie der Deutschen Lufthansa für 10 Euro. Den initialen Stop setzen Sie für gewöhnlich 10% unter den Einstiegskurs, also bei 9 Euro.

Den Abstand legen Sie beispielsweise mit 2 Euro fest. Fällt die Aktie nun auf 9 Euro, so wird eine Verkaufsorder ausgelöst und unlimitiert in den Markt gegeben.

Der Trailing-Stop-Loss kommt dann zum Einsatz, sobald die Aktie den von Ihnen eingegebenen Abstand nach oben hin erreicht bzw. überschreitet.

Steigt die Aktie auf 13 Euro so wird der Trailing-Stop automatisch auf 11 Euro nachgezogen, da Sie den Abstand mit 2 Euro definiert haben.


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Die Anpassung erfolgt dabei laufend, ohne dass Sie die Märkte hierfür beobachten müssen. Sollte die Aktie anschließend wieder fallen, wird bei Erreichen des neuen Stops von 11 Euro die Order als unlimitierte Verkaufsorder an den Markt gegeben.

Trailing-Stop-Loss – Abstand und initialer Stop

Beim Training-Stop-Loss sind der Abstand und der initiale Stop getrennt voneinander zu betrachten.

Der initiale Stop beim Trailing-Stop-Loss ist lediglich die erste Stop-Schwelle oder Kursuntergrenze, die Sie eingeben und zu welcher die Verkaufsorder ausgeführt wird, falls sich der Kurs negativ entwickelt.

Mehr dazu: Trailing Stops: Richtiges Absichern

Den Abstand können Sie ebenfalls in der gleichen Entfernung angeben oder aber Sie setzen ihn etwas größer an. Doch warum macht dieses Vorgehen Sinn?

Betrachten wir uns hierzu einen Chart, in dem wir den Trailing-Stop-Loss mit initialem Stop und etwas weiterem Abstand einzeichnen:

 

Der erste gelbe Pfeil markiert unseren Einstieg. Den initialen Stop (rote Linie) setzen wir nun mit einem Abstand von zwei Kästchen unter unseren Einstieg.

Der Abstand für den Trailing-Stop-Loss wird auf einen Abstand von beispielsweise fünf Kästchen gesetzt. Unser Risiko ist somit auf einen Verlust von „zwei Kästchen“ begrenzt. Sollte der Kurs sich jedoch positiv entwickeln, so wird unser Stop-Loss automatisch nachgezogen.

Damit der Kurs bei extremen Sprüngen nach oben nicht direkt unseren Stop-Loss zu eng nachzieht, um dann bei der Korrektur ausgestoppt zu werden, haben wir den Abstand so groß gewählt.

Betrachten wir nun die Kursentwicklung bei dem zweiten gelben Pfeil, so erkennen wir, dass bei einem Abstand von nur zwei Kästchen, also dem gleichen Abstand wie dem initialen Stop, unsere Position anschließend ausgestoppt werden würde (blaue Linie).

Unser Trailing-Stop-Loss wurde allerdings auf einen Abstand von fünf Kästchen gesetzt (gestrichelte blaue Linie). Dadurch haben wir dem Kurs „Luft zum Atmen“ gegeben und partizipieren so an einem weiteren Anstieg.

Diese exemplarische Darstellung dient der Erklärung und stellt keine explizite Handlungsempfehlung dar.

1. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.