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Insider-Transaktionen: Sicherheit und Chance für Ihr Vermögen

Bei Insider-Transaktionen handelt es sich um Aktien-Käufe und –Verkäufe von Managern, Großaktionären und Aufsichtsräten eines Unternehmens.

Sie alle haben eines gemeinsam: Sie kennen das Unternehmen besser als Außenstehende. Ihre Entscheidungen liefern Ihnen als Anleger daher Anhaltspunkte für die Verfassung des Unternehmens.

Zu den wichtigsten Beweggründen für Insider-Transaktionen zählen:

Aktienkauf:

  • Insider halten das eigene Unternehmen für unterbewertet. Sie spekulieren daher auf zukünftige Kursgewinne.
  • Stützungskauf, um den fallenden Kurs zu stabilisieren
  • Symbolischer Kauf nach schlechten Nachrichten (psychologische Stütze)

Aktienverkauf:

  • Insider halten Aktienkurs für überbewertet
  • Verkauf nach Übernahmeangebot
  • Als Lohnbestandteil erhaltene Aktien (Optionen) werden zu Geld gemacht
  • Verkauf zwecks Risikostreuung des eigenen Vermögens
  • Paketverkauf an große Investor

Insider-Transaktionen: Zuverlässiger Indikator für die Kursentwicklung einer Aktie

Wenn Entscheidungsträger eines Unternehmens Aktien der eigenen Gesellschaft kaufen oder verkaufen, ist das oftmals ein klarer Hinweis darauf, wie die mittelfristigen Aussichten sind.

Dabei gilt: Je größer die Aktienpakete, die Insider handeln, desto größer ist auch die Aussagekraft der Transaktion.

Da diese Geschäfte meldepflichtig sind, können auch Privatinvestoren den Vorständen und Aufsichtsräten – wenn auch mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung – auf die Finger schauen.

Sind Aktien von Unternehmen betroffen, die im eigenen Depot liegen, ist besondere Aufmerksamkeit angebracht. Häufen sich massive Käufe bei Aktien, die noch nicht im eigenen Depot sind, kann sich daraus für Sie eine attraktive Anlage-Chance ergeben.

Langfristige Untersuchungen zeigen: Sind Aktien des eigenen Unternehmens bei Insidern heiß begehrt, folgt in vielen Fällen ein überproportionaler Kursanstieg. Das ist nicht verwunderlich, da die Führungskräfte das Potenzial der eigenen Gesellschaft aus nächster Nähe bewerten können.


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Wann Insider-Transaktionen in Deutschland legal sind

Wenn es um „Insider-Transaktionen“, „Insider-Geschäfte“ oder ähnliche Begriffe geht, müssen rechtlich 2 Fälle unterschieden werden:

Das Ausnutzen von Insiderwissen für illegale Geschäfte

Beraten Vorstand und Aufsichtsrat zum Beispiel über ein Übernahmeangebot für eine andere Gesellschaft, dürfen die handelnden Personen diese Informationen aus dem inneren Führungskreis (daher der englische Begriff „Insider“, jemand der interne Kenntnisse hat) nicht für persönliche Zwecke missbrauchen.

Ein bekanntes Beispiel für einen Regelverstoß ist der ehemalige Gewerkschaftsführer

Franz Steinkühler, der als Aufsichtsrat von Daimler von einer geplanten Übernahme wusste und sich heimlich mit den entsprechenden Aktien eingedeckt hat. Durch eine Indiskretion ist dieser illegale Insider-Deal aufgeflogen.

Insider handeln Aktien des eigenen Unternehmens

Diese Art von „Insider-Geschäften“ ist erlaubt, wenn festgelegte Regeln, auf die wir später genauer eingehen, eingehalten werden.

Um diese Vorgänge transparenter zu machen, hat der Gesetzgeber klare

Vorschriften aufgestellt, wie und wann solche Aktiengeschäfte veröffentlicht werden müssen.

Diese Datensammlung, die im Internet für jeden Anleger kostenfrei einsehbar ist, kann wertvolle Hilfen für eigene Anlageentscheidungen liefern. Dieser Beitrag des „Geldanlage-Beraters“ konzentriert sich daher ausschließlich auf die legalen und meldepflichtigen „Insider-Transaktionen“.

Insider-Transaktionen: Gesetzgeber hat in Deutschland erst spät reagiert

Die große Aussagekraft von legalen Insider-Käufen oder –Verkäufen liegt auf der Hand.

In Ländern mit einer größeren Börsentradition (wie beispielsweise die USA) müssen die Führungskräfte eines Unternehmens zum Teil seit mehreren Jahrzehnten ihre Aktiengeschäfte veröffentlichen (falls Aktien der eigenen Gesellschaft betroffen sind).

In Deutschland hat sich der Gesetzgeber lange vor einer Entscheidung gedrückt. Erst die zum Teil dubiosen Geschäfte in der kurzen Ära des „Neuen Marktes“ haben zu einem Umdenken geführt.

Als immer offensichtlicher wurde, dass viele Firmengründer die Börse nur missbraucht hatten, um ihre wenig ausgereiften Geschäftsideen zu versilbern und dann still und heimlich das sinkende Boot verlassen haben, wurden schärfere Regeln erlassen.

Seit dem 1. Juli 2002 müssen nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) Geschäfte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern börsennotierter Gesellschaften mit Wertpapieren der eigenen Gesellschaft unverzüglich mitgeteilt und von der Gesellschaft veröffentlicht werden (diese Regeln gelten auch für die Familienmitglieder der Insider).

Die Ziele dieser Regelung:

  • Prävention von illegalen Insidergeschäften
  • Mehr Transparenz für andere Marktteilnehmer

Diese erste Regelung war ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht ausreichend. So wurde mit Inkrafttreten des „Anlegerschutzverbesserungsgesrtzes“ zum 30. Oktober 2004 der § 15a WpHG in wesentlichen Teilen konkretisiert und verschärft.

Mitteilungspflichten für Insider-Transaktionen

Die neue Kurzzusammenfassung des Gesetzes lautet:

„Gemäß § 15a Abs. 1 WpHG müssen Personen, die bei einem Emittenten von Aktien Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien des Emittenten, oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten,

insbesondere Derivaten, dem Emittenten und der Bundesanstalt innerhalb von 5 Werktagen mitteilen.

Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer solchen Person in einer engen Beziehung stehen.

Personen in enger Beziehung sind Ehepartner, eingetragene Lebenspartner, unterhaltsberechtigte Kinder und andere Verwandte, die mit den Personen mit Führungsaufgaben zum Zeitpunkt des Abschlusses des meldepflichtigen Geschäfts seit mindestens einem Jahr im selben Haushalt leben.

Unter bestimmten Voraussetzungen sind es auch juristische Personen, Gesellschaften und andere Einrichtungen.

Mitteilungspflichtig sind die genannten Geschäfte unabhängig davon, ob diese im In- oder Ausland, an einer Börse oder außerbörslich abgeschlossen werden.“

Die sehr detailverliebte Beschreibung der Personen, die meldepflichtig sind, zeigt, dass der Gesetzgeber möglichst jede Lücke schließen wollte.

So ist es seit 2004 nicht mehr erlaubt, dass Vorstände und Aufsichtsräte ihr

Insiderwissen an Angehörige und Lebenspartner weitergeben und diese dann daraus legal Kapital schlagen.

Wichtig und richtig ist auch die Einbeziehung juristischer Personen. Wie die späteren Praxisfälle zeigen werden, treten oft nicht die Insider als Einzelperson in Erscheinung, sondern Stiftungen oder GmbHs, die aus steuerlichen Gründen von Führungskräften für ihre Vermögenstransaktionen geschaffen wurden.

Checkliste: So wenden Sie die Insider-Strategie erfolgreich an

  • Überprüfen Sie mindestens einmal pro Monat die Insider-Datenbank der BaFin.
  • Beachten Sie in der Gesamtübersicht das Verhältnis von Käufen und Verkäufen: So erhalten Sie ein allgemeines Stimmungsbild der deutschen Börse. Dieser Insider- Indikator hat sich in den vergangenen Jahren oftmals bewährt.
  • Nimmt die Zahl der Verkäufe schlagartig zu, empfiehlt sich eine Erhöhung der Cash-Quote und der verstärkte Einsatz von Stop-Loss-Marken.
  • Steigt dagegen die Zahl der Käufe, können Sie Ihre Investitionsquote erhöhen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Insider mit ihren Käufen weitgehend richtig liegen.
  • Fallen Ihnen auf der Käufer-Seite Einzelwerte auf: Prüfen Sie, ob größere Beträge investiert wurden. Mehrfachkäufe unterstreichen die Nachhaltigkeit. Nachahmung kann attraktiv sein.
  • Fallen Ihnen auf der Verkäufer-Seite Einzelwerte auf: Wenn große Positionen von Aktien aufgelöst werden, die Sie im privaten Depot haben, sollten Sie diese Werte sofort überprüfen und nach Warnsignalen Ausschau halten (beispielsweise ein unklarer Ausblick im letzten Quartalsbericht, Veränderungen im Vorstand). Bei erhöhter Gefahr: Position verkaufen oder zumindest mit Stop-Loss-Marke absichern.
  • Suchen Sie nach Insidern, die mit Ihren Käufen und Verkäufen eine gute Trefferquote haben (als Faustformel gilt: Je wichtiger die Position im Unternehmen, desto größer die Trefferwahrscheinlichkeit). Sie können in der BaFin-Datenbank gezielt nach den neuesten Transaktionen dieser Personen suchen und das als Orientierung nehmen.
  • Wenn Sie Ihr Risiko breit streuen möchten, ist das vorgestellte Zertifikat auf US-Insider-Transaktionen für Sie eine gute Wahl. Die währungsgesicherte Variante erscheint uns hierbei aussichtsreicher.

23. Oktober 2006

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.